Anlaufstelle für Opferschutz des Landes Tirol

Unentgeltliche Arbeit von Heimkindern:
Anlaufstelle des Landes Tirol

Bei der Übernahme der Verantwortung und Entschädigung von Opfern physischer, psychischer und sexueller Gewalt in landeseigenen Fürsorgeeinrichtungen war Tirol österreichweit Vorreiter.

Auch in der Frage, ob Jugendliche aus Tiroler Heimen unentgeltlich gearbeitet haben, nicht adäquat entlohnt wurden oder sozialversicherungsrechtliche Versäumnisse vorliegen, hat das Land Tirol höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung.

Die Datenlage im Land ist nach mehreren Jahrzehnten leider lückenhaft. Deshalb werden sowohl Betroffene als auch Zeitzeugen gebeten, sich zu melden.
Dafür hat das Land Tirol eine eigene Anlaufstelle geschaffen:

Diese ist seit Montag, den 27. August 2012,
unter der Telefonnummer +43 512 508 3795 oder per
E-mail  opferschutz@tirol.gv.at erreichbar.

Um die Frage der Arbeitsleistungen von Jugendlichen insbesondere in der damaligen Fürsorgeeinrichtung für weibliche Jugendliche in St. Martin zu klären, wurde auch eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Dieser Gruppe gehören VertreterInnen der befassten Organisationseinheiten des Landes sowie externe ExpertInnen etwa aus den Bereichen Zeitgeschichte und Erziehungswissenschaft an. Auch einige der bisher bekannten betroffenen Unternehmen und das Österreichische Bundesheer haben ihre Mitarbeit zugesagt.

(Pressebericht Landesrätin Dr.in Christine Baur vom 6.12.2013)

Downloads:

Informationsblatt zum möglichen Nacherwerb verjährter Versicherungszeiten

Stellungnahme LRin Christine Baur

Abschlussbericht "Arbeit in Heimen"

Bericht über die Einschau in die Gebarung des Landeserziehungsheimes St. Martin bei Schwaz, 1960

Bericht über die Einschau beim Landesjugendheim Schwaz/St. Martin, 1977

Stellungnahme der Fachabteilung zum LKA-Bericht 1977

Bericht über die Einschau beim Landesjugendheim St. Martin/Schwaz, 1987

Stellungnahme der Fachabteilung zum LKA-Bericht 1987

Studien:

 Heimgeschichteforschung an der Universität Innsbruck - Forschungsprojekte zur Geschichte des Fürsorgeerziehungssystems in Tirol und Vorarlberg sowie zum Landeserziehungsheim für Mädchen St. Martin in Schwaz

Studie Juni 2012 - "Geschichte der Tiroler und Vorarlberger Erziehungsheime und Fürsorgeerziehungsregime der 2. Republik" von Frau A. Univ.-Prof. Dr.in Michaela Ralser, Frau Dr.in Mag.a Anneliese Bechter und Frau Mag.a Flavia Guerrini (Institut für Erziehungswissenschaft)