Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Auf dieser Seite finden Sie zahlreiche Informationen zur Covid-19-Impfung. Die Informationen auf dieser Seite beruhen einerseits auf Informationen vonseiten des Bundes (www.sozialministerium.at) sowie auf Basis der aktuellen Entwicklungen in Tirol. Die Seite wird laufend aktualisiert.


Zudem steht Ihnen bei Fragen die Hotline der AGES unter 0800 555 621 zur Verfügung. Bei weiteren Fragen rund um das Thema Coronavirus haben Sie die Möglichkeit, die Hotline des Landes unter 0800 80 80 30 (täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar) zur Verfügung. Auch können Sie über das Formular des Landes Tirol (siehe rechts) Kontakt aufnehmen. Alle Anfragen werden schnellstmöglich bearbeitet.


Allgemeine Fragen

Warum soll ich mich impfen lassen?

Das erklärte Ziel ist eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in den Personengruppen zu erreichen, für die die Impfung empfohlen ist. Je höher die Durchimpfungsrate, umso mehr schwere Verlaufsformen und Todesfälle können vermieden werden. Dabei zählt jede und jeder, die/der sich impfen lässt. Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben. Die Regierung setzt vielmehr auf Freiwilligkeit und Aufklärung. Jede Person, die sich impfen lassen möchte, wird sich in Abhängigkeit von der zum jeweiligen Zeitpunkt vorgegebenen Impfgruppe (gemäß der Priorität und Verfügbarkeit der Impfstoffe) impfen lassen können. (Quelle: Sozialministerium)

Mehr über die Bedeutung einer hoher Durchimpfungsrate erfahren Sie im Interview mit Univ. Prof. Dr. Günter Weiss.

Ist die Covid-Impfung in Tirol kostenlos?

Der COVID-19-Impfstoff wird für alle Menschen in Tirol kostenfrei zur Verfügung stehen, die sich impfen lassen wollen.

Wer ist für die Impfstrategie in Tirol verantwortlich? (aktualisiert: 22.1.2021)

Die Koordination und Organisation wurde in der zweiten Kalenderwoche 2021 vom Bund an die Länder übertragen. Der Bund ist weiterhin für die Beschaffung der Impfstoffe verantwortlich, während das Land Tirol für die Organisation, Verteilungund Durchführung zuständig ist.

Wird die Covid-Impfung auch in Tirol freiwillig sein?

Ja – es wird auf Freiwilligkeit und Aufklärung gesetzt. Jede Person, die sich impfen lassen möchte, wird sich impfen lassen können. Weil anfangs nicht genug Impfstoffe zur Verfügung stehen, um alle gleichzeitig impfen zu können, werden zu Beginn jene Personen geimpft, die das höchste Risiko haben. Informationen zur Risikoanalyse bzw. der bundesweiten Impfstrategie auf Basis der Empfehlungen des nationalen Impfgremiums finden Sie auf der Webseite des Sozialministeriums. Informationen zum Impfplan in Tirol finden Sie hier.

Wie viele Impfungen benötigt es für einen Schutz?

Der erste bedingt zugelassene Impfstoff ist jener von BioNTech/Pfizer mit dem Namen Comirnaty. Der Impfstoff soll mit zwei Dosen im Abstand von zumindest 21 Tagen verabreicht werden.

Der zweite ist jener von Moderna. Dieser Impfstoff solle ebenfalls in zwei Dosen, aber mit einem zumindest vierwöchigen Abstand verabreicht werden.

Wann werden die jeweiligen Impfstoffe nach Tirol geliefert bzw. wann stehen sie voraussichtlich zur Verfügung? (aktualisiert: 31.1.2021)

Bis Ende des ersten Quartals 2021 werden nach derzeitigem Stand insgesamt circa 88.000 Impfdosen von BioNTech/Pfizer (bei sechs Dosen pro Vial) zur Verfügung stehen. Diese werden in wöchentlich in wechselnder Tranchengrößen angeliefert und werden zur Hälfte für erste Impfungen zur Verfügung stehen, die jeweils zweite Hälfte wird zur Sicherstellung der benötigten Zweitimpfung reserviert.

Vom Moderna-Impfstoff werden mit Zeitpunkt der Auslieferung vonseiten des Bundes in Tirol voraussichtlich insgesamt mindestens 1.500 Impfdosen bis Ende Jänner /Anfang Februar zur Verfügung stehen. Auch weitere Impfstoffe sollen je nach ihrer Zulassung auch in Tirol ankommen – beispielsweise von AstraZeneca, der am 29. Jänner 2021 in der Europäischen Union zugelassen wurde.

Wie kommen die Impfstoffe nach Tirol bzw. zur impfenden Stelle? (aktualisiert: 22.1.2021)

Die Impfstoffe werden vom Bund bestellt und von den Herstellerfirmen direkt an die Pharmagroßhändler der Bundesländer geliefert. Von dort werden sie an die jeweiligen Bedarfsträger (beispielsweise Altenwohn- und Pflegeheime) weitergegeben

Weitere Informationen zum Beschaffungsprozess der Covid-19-Impfstoffe finden Sie unter www.sozialministerium.at.

Werden in Tirol Impfstoffe „gehortet“? (aktualisiert: 26.1.2021)

Nein. Sämtliche für die ersten Impfungen zur Verfügung stehenden Impfstoffe werden umgehend verwendet. Sollten mehr Impfstoffe auf den Markt kommen, wird Tirol diese auch einfordern.

Wie sieht der Zeitplan für die Covid-Impfungen in Tirol aus? (aktualisiert: 26.1.2021)

Ziel ist es, dass jede einzelne Impfdose schnellstmöglich verimpft wird und alle vulnerablen Gruppen umgehend durch eine Impfung geschützt werden können. Auf Basis der Empfehlungen des nationalen Impfgremiums und der Tiroler Impfstrategie wurden bereits die ersten Impfungen durchgeführt. Weitere Informationen zum aktuellen Stand finden Sie hier.

Ich habe eine Frage zur Covid-Impfung – beispielsweise zur Wirksamkeit oder Sicherheit. An wen kann ich mich wenden? (aktualisiert: 22.1.2021)

Interessierte Personen können ihre Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe telefonisch bei der Infoline Coronavirus der AGES unter der Telefonnummer 0800 555 621 sieben Tage in der Woche, von 0 bis 24 Uhr stellen und sich auf der Webseite des Sozialministeriums informieren. Auch die Hotline des Landes Tirol steht täglich von 8 bis 22 Uhr unter der Nummer 0800 80 80 30 zur Verfügung.

Wie wirksam ist die Covid-Impfung? (aktualisiert: 31.1.2021)

Bei den mRNA-Impfstoffen wie von BioNTech/Pfizer oder Moderna liegt entsprechend der vorliegenden Studienergebnisse eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent vor. Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca hat eine geringere Wirksamkeit eine Erkrankung zu verhindern, kann aber die Erkrankungsschwere günstig beeinflussen. Weitere Impfstoffe werden derzeit hinsichtlich ihrer Zulassung geprüft. Ob geimpfte Personen, die durch die Impfung vor einer Erkrankung geschützt sind, den Coronavirus auf andere Personen übertragen können, ist derzeit noch Gegenstand von wissenschaftlichen Studien.(Quelle: Sozialministerium, LSD)
Hier finden Sie die fünf häufigsten Impfmythen im Faktencheck

Wie sicher ist die Impfung?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und zur Überprüfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Im Fall von Impfstoffen und auch für COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben. (Quelle: Sozialministerium)

Mehr über das Zulassungsverfahren von Impfstoffen erfahren Sie im Interview mit den ExpertInnen der tirol kiniken.

Wie viele Impfstoffe werden in Österreich zur Verfügung stehen?

Die gemeinsame Impfstoffbeschaffung aller EU-Staaten garantiert, dass auch in Österreich ein breites und gemeinsames Portfolio von Impfstoffen angeboten werden kann. Der Bund hat dazu einen Finanzrahmen für den Ankauf der Impfstoffe von 200 Millionen Euro bereitgestellt. Der große Vorteil der EU-weiten Gemeinschaftsbestellung liegt einerseits in der bedeutenden Marktmacht der EU, die auf Grund des großen Mengengerüsts auch andere Einkaufspreise erzielen konnte, andererseits aber auch in der gerechten und zeitgleichen Verteilung innerhalb der EU-Mitgliedstaaten nach einem definierten Bevölkerungsschlüssel. (Quelle: Sozialministerium)

Welche Impfstoffe wird es in Österreich und damit in Tirol geben?

Insgesamt hat man mit bereits sechs Impfstoffherstellern fixe Vorkaufverträge auf EU-Ebene abgeschlossen, mit weiteren Herstellern ist man im Gespräch. Derzeit ist nicht bekannt, welcher Impfstoff wann genau eine Zulassung erlangen wird. Österreich hat grundsätzlich Anspruch auf ca. zwei Prozent des Gesamtvolumens der folgenden Hersteller (Quelle: Sozialministerium):

• AstraZeneca (Vektor-Impfstoff)
• Sanofi-GSK (Protein-Subunit-Impfstoff)
• Janssen Pharmaceutica NV (Vektor-Impfstoff)
• BioNTech-Pfizer (mRNA-Impfstoff), hier finden Sie dieAufklärungsinformation des Landes Tirol.
• CureVac (mRNA-Impfstoff)
• Moderna (mRNA-Impfstoff), hier finden Sie die Aufklärungsinformation des Landes Tirol.

Informationen zu mRNA-Impfstoffen finden Sie unter www.sozialministerium.at sowie im Interview mit Univ.-Prof. Dr. Reinhard Würzner PhD.

Kann ich mir aussuchen, welchen Impfstoff ich gerne hätte?

Prinzipiell ist die Corona-Schutzimpfung freiwillig. Auf Grund der Eigenschaften der Impfstoffe werden die Impfstoffe voraussichtlich in unterschiedlichen Settings angeboten werden. Darüber hinaus hängt es davon ab, in welchen Mengen die einzelnen Impfstoffe verfügbar sind. Zudem werden die verschiedenen Impfstoffe zu unterschiedlichen Zeiten auf den Markt kommen, sodass eine freie Wahl auch auf Grund der jeweiligen Verfügbarkeit nicht möglich sein wird, ähnlich wie wir das von den saisonalen Grippeimpfstoffen kennen. Auch wird nicht jeder Impfstoff für jede Person gleich gut geeignet sein, sodass es je nach Impfstoff unterschiedliche Indikationen bzw. Zielgruppen geben wird. Nach derzeitigem Wissensstand gibt es hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit keinen Anlass, einen Qualitätsunterschied zwischen den Impfstoffen anzunehmen. Es ist darauf zu verweisen, dass im Falle einer benötigten zweiten Impfung zur Herstellung eines gänzlichen Schutzes, diese mit demselben Impfstoff der Erstimpfung durchgeführt werden muss. (Quelle: Sozialministerium)

Kann ein Covid-Impfstoff abgelehnt werden? (aktualisiert: 1.2.2021)

Die Covid-Schutzimpfungen sind freiwillig. Derzeit stehen die Impfstoffe noch begrenzt zur Verfügung, weshalb sie auf Basis der Tiroler Impfstrategie priorisiert verteilt werden. Die individuelle Auswahl eines Impfstoffs ist aufgrund der begrenzten Verfügbarkeiten derzeit nicht möglich, dementsprechend kann ein Impfstoff dahingehend auf freiwilliger Basis auch abgelehnt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Zuweisung eines anderen Impfstoffes aktuell nicht stattfindet.

Wer entscheidet, welche Personen zuerst geimpft werden? (aktualisiert: 22.1.2021)

Aufgrund anfangs begrenzten Verfügbarkeiten ist, sofern dies die Impfstoffeigenschaften zulassen, werden dort Impfungen durchgeführt, wo das größte persönliche und systemische Risiko besteht. Das betrifft vor allem jene Personen, die ein persönliches Risiko haben einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden oder an einer COVID-19 Infektion zu sterben sowie das Personal des Gesundheits- und Pflegebereichs. Informationen zur Einstufung als Hochrisiko-und RisikopatentIn finden Sie auf dieser Webseite
In Abhängigkeit von den Impfstoffeigenschaften und der epidemiologischen Situation wurde im Nationalen Impfgremium eine medizinisch-fachliche Empfehlung zur Priorisierung erarbeitet. Diese Empfehlung gibt basierend auf fachlichen Überlegungen eine Reihung zu impfender Personengruppen vor. Sie ist zu finden unter ‚Fachinformationen‘. (Quelle: Sozialministerium)

Mit Anfang Jänner wurde vonseiten der Tiroler Landesregierung der Tiroler Impfplan beschlossen. Auf Basis dessen werden die Covid-Impfungen in Tirol geplant und durchgeführt.


Elmar Rizzoli zu den Aufgaben des Landes im Bereich Impfstoff-Logistik

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Meine Impfung

Wer kann sich in Tirol gegen das Coronavirus impfen lassen? (aktualisiert: 28.1.2021)

Generell können sich Personen, die in Tirol wohnhaft oder beruflich tätig sind, ab dem vollendeten 16. oder 18. Lebensjahr – je nach Impfstoff – gegen das Coronavirus impfen lassen. Zu beachten ist, dass es aufgrund der derzeit eingeschränkten Verfügbarkeit der Impfstoffe eine Priorisierung gibt.

Wer wird nicht geimpft? (aktualisiert: 19.1.2021)

Grundsätzlich wird eine Impfung nur bei gesunden Personen durchgeführt. Wenn Symptome für eine Covid-Infektion vorliegen, ist eine Impfung nicht möglich.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, für die der Impfstoff aktuell nicht zugelassen ist, sollen nicht geimpft werden. Da noch nicht ausreichende Erfahrungen vorliegen, ist die Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit derzeit nur nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen. Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5°C leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollte nicht geimpft werden: Bitte teilen Sie der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit, wenn Sie Allergien haben. Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen wurde und die klinisch gesund sind, müssen zunächst nicht geimpft werden, aber es spricht nichts gegen eine Impfung. Antikörperbestimmungen, Antigentests oder PCR-Untersuchungen vor einer Impfung sind nicht erforderlich. (Quelle: Sozialministerium)

Wo werden in Tirol Covid-19-Impfungen durchgeführt? (aktualisiert: 31.1.2021)

Aktuell wurde und wird in Altenwohn- und Pflegeheimen und Krankenanstalten geimpft. Auch niedergelassene ÄrztInnen und ZahnärztInnen sowie MitarbeiterInnen des Rettungsdiensts, der Gesundheits- und Sozialsprengel und der Behindertenhilfe wurden bereits erste Covid-Impfungen verabreicht. Die Impfung an der breiten Bevölkerung (Tiroler Impfplan) wird künftig vorrangig von teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen durchgeführt und auch an Impfstationen angeboten.

HINWEIS: Die Impfstandorte werden derzeit noch laufend ergänzt und auf der Online-Plattform zur Vormerkung eingepflegt. Vorgemerkte Personen erhalten in Kürze (voraussichtlich 8.2.) Zugang zu ihrer persönlichen Daten-Seite, auf welcher Daten bearbeitet werden können. 

ACHTUNG: Ein telefonische Kontaktaufnahme soll zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen. Sie können sich unverbindlich über die Online-Plattform www.tirolimpft.at für eine Covid-Impfung in Kürze vormerken lassen. Ihre Vormerkung wird gespeichert. Sie werden zeitgerecht weitere Informationen an die von ihnen bekannt gegebenen Kontaktdaten erhalten. Wir bitten um Verständnis, dass die jeweiligen Impfstandorte auch telefonisch derzeit keine weiteren Auskünfte erteilen können und eine "Terminvergabe" nicht möglich ist. Infolge einer Vormerkung über www.tirolimpft.at erhalten Sie eine E-Mail/SMS/Anruf, sobald die Impfstoffe für die jeweiligen Alters-, Risiko- und Berufsgruppe auf Basis der Tiroler Impfstrategie zur Verfügung stehen und die Impfstationen dementsprechend ihre Tätigkeit aufnehmen.

Wie kann ich mich für eine Covid-Impfung vormerken? (aktualisiert: 30.1.2021)

Impfwillige Personen können sich mit 1. Februar 2021 auf dieser Website für eine Covid-Impfung unverbindlich vormerken lassen. Nach einer Vormerkung erhalten sie zeitgerecht eine weitere Information, sobald die Impfstoffe für die entsprechende Alters-, Risiko- oder Berufsgruppe zur Verfügung stehen. Dies wird aufgrund der aktuellen Liefergegebenheiten noch etwas Geduld erfordern – alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe werden jedenfalls schnellstmöglich verimpft. Zur zeitlichen Orientierung dient der Tiroler Impfplan.

WICHTIG: Der Zeitpunkt der Vormerkung hat keinen Einfluss auf die Reihung. Diese erfolgt ausschließlich auf Basis der Impfstrategie.

Folgende Personen benötigen keine Vormerkung über das Online-System:

  • Personen in Wohn- und Pflegeheimen werden wie auch bisher von der jeweiligen Heimleitung kontaktiert und über den weiteren Ablauf informiert.
  • Personen im Gesundheitsbereich bzw. jene, die auf Covid-Stationen arbeiten, werden vom jeweiligen Arbeitgeber kontaktiert und über die Impfmöglichkeiten informiert.
  • Personen über 80 Jahre werden von den jeweiligen Gemeinden ermittelt und in Folge über die individuelle Anmeldemöglichkeiten informiert. Die derzeit verfügbaren Impfstoffe stehen für die vulnerable Bevölkerungsgruppe bzw. jenen, die auf Covid-Stationen tätig sind zur Verfügung.

Personen mit Vorerkrankungen bzw. RisikopatientInnen werden gebeten, sich vorab mit ihren betreuenden ÄrztInnen zu beraten. Sofern dort keine gesonderte Liste geführt wird, können auch sie sich online unter Angabe ihrer Risikogruppenzugehörigkeit unverbindlich unter www.tirolimpft.at vormerken lassen.

HINWEIS: Bitte unterstützen Sie Personen, die eine Online-Vormerkung nicht selbst erledigen können - beispielsweise weil sie keinen Internetzugang haben oder mit dem Internet nicht vertraut sind. Grundsätzlich ist jedenfalls eine Online-Vormerkung vorzunehmen - in Ausnahmefällen kann die Vormerkung auch telefonisch über die Gesundheitshotline 1450 erfolgen (ab Montag, 1. Februar 2021 möglich). Die Bevölkerung wird gebeten, im Sinne einer bestmöglichen Organisation jedenfalls die Möglichkeit einer Online-Vormerkung in Anspruch zu nehmen und die 1450 tatsächlich für Ausnahmefälle zu nutzen. Dies auch vor dem Hintergrund, eine Überlastung der Telefonleitung zu vermeiden und die Kapazitäten für jene Personen freizuhalten, die keine andere Möglichkeit haben, als diesen Weg für eine Vormerkung zu nutzen – weil beispielsweise auch keine Angehörigen zur Verfügung stehen, die dies online für sie erledigen könnten

Hier finden Sie einige konkrete Beispiele hinsichtlich der Priorisierung der Covid-Impfungen.

Wann bekomme ich weitere Informationen und kann einen Termin vereinbaren?(aktualisiert: 28.1.2021)

Da die Impfstoffe derzeit begrenzt zur Verfügung stehen, wird es noch etwas Geduld erfordern, bis die Allgemeinheit geimpft werden kann. Die Vorgehensweise und zeitliche Abfolge basiert auf dem Tiroler Impfplan. Wann genau Sie weitere Informationen erhalten, hängt von der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab. Sie erhalten jedenfalls eine weiterführende Information über die von Ihnen angegebenen Kontaktdaten.

ACHTUNG: Ein telefonische Kontaktaufnahme soll zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen. Sie können sich unverbindlich über die Online-Plattform www.tirolimpft.at für eine Covid-Impfung in Kürze vormerken lassen. Ihre Vormerkung wird gespeichert. Sie werden zeitgerecht weitere Informationen an die von ihnen bekannt gegebenen Kontaktdaten erhalten. Wir bitten um Verständnis, dass die jeweiligen Impfstandorte auch telefonisch derzeit keine weiteren Auskünfte erteilen können und eine "Terminvergabe" nicht möglich ist. Infolge einer Vormerkung über www.tirolimpft.at erhalten Sie eine E-Mail/SMS/Anruf, sobald die Impfstoffe für die jeweiligen Alters-, Risiko- und Berufsgruppe auf Basis der Tiroler Impfstrategie zur Verfügung stehen und die Impfstationen dementsprechend ihre Tätigkeit aufnehmen.

Kann ich meine Vormerkung wieder stornieren? (aktualisiert am 15.02.2021)

Ja. Ihre Vormerkung könne Sie auf Ihrer persönliichen Datenseite stornieren. Sollten Sie sich erneut vormerken wollen, müssen Sie das Anmeldeformular eneut ausfüllen.

Ich kann mich keiner Berufsgruppe dezidiert zuordnen, was soll ich tun? (aktualisiert: 2.2.2021)

Im Zuge der weiteren Organisation von „Tirol impft“ werden vertiefende (Berufs-)Gruppenzugehörigkeiten definiert. Vorgemerkte Personen erhalten dazu zeitgerecht eine Information an die von ihnen angegebenen Kontaktdaten. Über die persönliche Daten-Seite kann die (Berufs-)Gruppenzugehörigkeit anschließend auch geändert werden, sofern eine zusätzlich zur Auswahl stehende (Berufs-)Gruppenzugehörigkeit für die jeweilige Person und deren persönlichen Lebensumstände zutreffender ist.

Hat der Zeitpunkt meiner Vormerkung einen Einfluss darauf, wann ich eine Covid-Impfung erhalte? (aktualisiert: 28.1.2021)

Nein. Der Zeitpunkt der Vormerkung unter www.tirolimpft.at hat keinen Einfluss auf eine allfällige Reihung. Diese wird auf Basis des Tiroler Impfplans und entsprechender Priorisierungen (Alters-, Risiko- und/oder Berufsgruppenzugehörigkeit) bzw.je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe (und deren Zulassungsvorgaben) durchgeführt.

Können sich Personen, die in Tirol wohnhaft sind jedoch über keine österreichische Sozialversicherungsnummer verfügen, impfen lassen? (aktualisiert: 15.02.2021)

Ab sofort können sich auch Personen ohne österreichische Sozialversicherung mit Angabe einer Begründung auf www.tirolimpft.at vormerken lassen.Hinweis: Der Zeitpunkt einer Vormerkung hat keine Auswirkungen auf eine allfällige Reihung. Diese erfolgt entsprechend des Tiroler Impfplans bzw. der Verfügbarkeit und Zulassungsbestimmungen der jeweiligen Impfstoffe.

Muss ich infolge meiner Vormerkung noch aktiv werden? (aktualisiert: 29.1.2021)

Nein. Eine Kontaktaufnahme vonseiten der impfwilligen Personen mit den Verantwortlichen der Impfstandorte ist nicht notwendig. Die vorgemerkten Personen erhalten zur weiteren Vorgehensweise bzw. konkreten Terminbuchung jedenfalls auf Basis ihrer bekanntgegebenen Daten und Gruppenzugehörigkeiten eine weitere Nachricht an die jeweiligen Kontaktdaten: Personen, die sich für eine Impfstation vorgemerkt haben, erhalten eine Nachricht, wenn sie dort einen konkreten Impftermin einbuchen können. Personen, die sich im niedergelassenen Bereich vorgemerkt haben, werden bei Verfügbarkeit von Impfstoffen vom niedergelassenen Arzt bzw. der niedergelassenen Ärztin direkt kontaktiert.

Das wird noch etwas Geduld erfordern (zur zeitlichen Orientierung finden Sie hier die Tiroler Impfstrategie), jedoch sind alle Daten gespeichert und die Benachrichtung erfolgt, sobald die Impfstoffe verfügbar oder weitere Terminbuchungen für die entsprechende Alters-, Berufs- oder Risikogruppe möglich sind.

Besteht auch die Möglichkeit für eine telefonische unverbindliche Vormerkung? (aktualisiert: 30.1.2021)

Die Bevölkerung wird gebeten, im Sinne einer bestmöglichen Organisation jedenfalls die Möglichkeit einer Online-Vormerkung in Anspruch zu nehmen. Bitte unterstützen Sie Personen, die eine Online-Vormerkung nicht selbst erledigen können - beispielsweise weil sie keinen Internetzugang haben oder mit dem Internet nicht vertraut sind. In Ausnahmefällen kann die Vormerkung auch telefonisch über die Gesundheitshotline 1450 erfolgen (ab Montag, 1. Februar 2021, möglich). Es wird gebeten, die 1450 tatsächlich für Ausnahmefälle zu nutzen - auch vor dem Hintergrund, eine Überlastung der Telefonleitung zu vermeiden und die Kapazitäten für jene Personen freizuhalten, die keine andere Möglichkeit haben, als diesen Weg für eine Vormerkung zu nutzen – weil beispielsweise auch keine Angehörigen zur Verfügung stehen, die dies online für sie erledigen könnten.

Ich bin über 80 Jahre und habe mich bei meiner Gemeinde noch nicht für eine Covid-Impfung vorgemerkt. Was soll ich tun? (aktualisiert: 29.1.2021)

Sollten Sie von Ihrer Gemeinde keine Benachrichtungen erhalten haben bzw. Sie ihre Impfwilligkeit noch nicht bekannt gegeben haben, erkundigen sich dazu bitte nochmals bei Ihrer Gemeinde. Selbstverständlich können sich auch Personen über 80 Jahre unverbindlich über www.tirolimpft.at für eine Covid-Impfung vormerken lassen. Der Zeitpunkt der Vormerkung unter www.tirolimpft.at hat keinen Einfluss auf eine allfällige Reihung. Diese wird auf Basis des Tiroler Impfplans und entsprechender Priorisierungen (Alters-, Risiko- und/oder Berufsgruppenzugehörigkeit) bzw.je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe (und deren Zulassungsvorgaben) durchgeführt.

Wer führt die Covid-Impfungen in Tirol durch? (aktualisiert: 22.1.2021)

In Tirol werden bestehende Strukturen genutzt: Neben den niedergelassenen ÄrztInnen gibt es nach Bedarf auch Impfstationen , an denen sich in Tirol wohnhafte oder arbeitende Personen je nach Impfstoff ab dem 16. oder 18. Lebensjahr impfen lassen können.

Entsprechend der Vorgaben des Bundes sind zur Durchführung einer Corona-Schutzimpfung ÄrztInnen, unabhängig ihres Sonderfaches oder ihrer Ausbildung zur Ärztin/zum Arzt für Allgemeinmedizin, berechtigt. Das gilt daher auch für ArbeitsmedizinerInnen und SchulärztInnen. Darüber hinaus dürfen TurnusärztInnen, pensionierte ÄrztInnen und ausländische ÄrztInnen in Zusammenarbeit mit zur selbständigen Berufsausübung berechtigten ÄrztInnen Corona-Schutzimpfungen verabreichen. Medizinstudierenden ist dies in einem strukturierten Setting (z. B. eine Impfstraße im Auftrag der Landessanitätsdirektion) unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht ebenfalls erlaubt. Zudem dürfen diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen nach schriftlicher ärztlicher Anordnung Corona-Schutzimpfungen verabreichen. In diesem Zusammenhang sind noch Rettungs- bzw. NotfallsanitäterInnen zu erwähnen, für die eigens eine gesetzliche Grundlage geschaffen wurde. Mit dieser Gesetzesänderung ist diese Berufsgruppe nach entsprechender Schulung berechtigt, auf ärztliche Anordnung und unter ärztlicher Aufsicht Corona-Schutzimpfungen zu verabreichen. Alle Impfberechtigten dürfen zudem die Impfung unter den jeweils geltenden Voraussetzungen vorbereiten, wobei eine Vorbereitung darüber hinaus durch entsprechendes pharmazeutisches Personal erfolgen kann. Die berufsrechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung von Corona-Schutzimpfungen sind im „Erlass zur berufsrechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung von COVID-19-Impfungen“ vom 03.12.2020 abgebildet. (Quelle: Sozialministerium)

Wie verhalte ich mich vor und nach einer Impfung? (aktualisiert: 31.1.2021)

Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind oder zu Sofortallergien neigen, teilen Sie dies bitte der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit. Dann kann sie/er Sie nach der Impfung gegebenenfalls länger beobachten. Allergische Reaktion, oftmals mit Hauterscheinungen beginnend, können auch Stunden nach der Impfung auftreten –eine sofortige Kontaktaufnahme mit einem Arzt/einer Ärztin ist dann erforderlich. Zu anderen Impfungen soll ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Wie nach jeder Impfung sind schwere körperliche Belastungen in den nächsten zwei bis drei Tagen nicht ratsam. Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung können schmerzlindernde/fiebersenkende Medikamente (z.B. Paracetamol) eingenommen werden. Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt kann Sie hierzu beraten.

Sind Impfungen auch für Kinder geeignet?

Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken oder versterben und das sind in erster Linie Erwachsene und insbesondere Personen höheren Alters. Darum wurden zu Beginn auch ausschließlich Erwachsene und Personen höheren Alters in Impfstudien aufgenommen. Wenn ausreichend Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe bei Erwachsenen zur Verfügung stehen, so werden teils weitere Studien geplant werden, in die auch Kinder eingeschlossen werden.

Sollten Impfstoffe für Kinder zugelassen werden, so wird es sich vermutlich um dieselben Impfstoffe handeln, welche auch bei Erwachsenen eingesetzt werden, möglicherweise in einer anderen Dosierung.

In Abhängigkeit von den Eigenschaften des jeweiligen Impfstoffes, der Fachinformation und der epidemiologischen Situation wird das Nationale Impfgremium eine Empfehlung aussprechen, wie mögliche Impfstoffe bei Kindern einzusetzen wären, wenn diese für Kinder zugelassen sind. (Quelle: Sozialministerium)

Ich bin aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Kann ich mich impfen lassen?

Bei Sars-CoV2-Infektion/positivem Sars-CoV2-Test ist nach Beendigung der behördlichen Absonderung von zehn Tagen bzw. nach sicherer Ausheilung bereits eine Impfung möglich. (Quelle: Sozialministerium)

Ich hatte bereits eine Coronainfektion in der Vergangenheit. Soll ich mich impfen lassen?

Da die Impfung nach bisherigen Erkenntnissen gleich gut vertragen wird, unabhängig davon, ob jemand bereits eine SARS-CoV2-Infektion hatte oder nicht, kann die Impfung auch nach bereits durchgemachter Erkrankung oder positiver Testung erfolgen. Momentan ist zudem nicht ausreichend bekannt, ob und wie lange nach einer durchgemachten SARS-CoV2-Infektion eine Immunität und ein Schutz vor einer neuerlichen Erkrankung besteht. Es wird daher empfohlen, allen Personen in den entsprechenden Zielgruppen eine Impfung anzubieten, auch wenn bereits eine Infektion durchgemacht wurde. In diesen Fällen ist damit zu rechnen, dass es zu einer Auffrischung der vorbestehenden Immunität und damit zu einer Schutzverlängerung kommt.Vonseiten des Bundes liegt keine Empfehlung vor, unmittelbar vor der Impfung eine Abklärung hinsichtlich dem Vorhandensein von Antikörpern durchzuführen. (Quelle: Sozialministerium)

Erhalten Personen, die in den letzten 3 Monaten oder im Frühjahr 2020 eine Covid-Infektion hatten, eine Impfung? (aktualisiert: 18.1.2021)

Ja.

Ich bin erkältet oder habe einen anderen Infekt. Soll ich mich impfen lassen?

An einer fieberhaften Infektion akut Erkrankte sollen bis zur Genesung von der Impfung zurückgestellt werden, da es sonst möglich ist, dass keine oder eine zu geringe Impfwirkung eintritt.

Darf ich als AllergikerIn eine Covid-Impfung vornehmen?

Personen mit bekannten und häufigen Allergien, wie beispielsweise Allergien gegen Pollen oder Hausstaub, können und sollen geimpft werden. Bei anderen Allergien sollte man dies mit der behandelten Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt vorbesprechen. Zu einer Impfung sollte jedenfalls der Allergie-Ausweis mitgebracht werden. Nicht jede Allergie stellt hierbei ein Problem für eine Corona-Schutzimpfung dar. Die Information zu möglichen Allergenen enthält die Fachinformation (Zusammensetzung) des entsprechenden Impfstoffes. Bei Impfung von Allergikerinnen und Allergikern soll die Nachbeobachtungszeit jedenfalls bis zu 30 Minuten verlängert werden. (Quelle: Sozialministerium)

Kann es generell zu Impfreaktionen / Impfkomplikationen / Nebenwirkungen im Rahmen einer Covid-19-Impfung kommen?

Ja.

Hier finden die Aufklärungsinformation zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer der Landessanitätsdirektion

Hier finden Sie die Aufklärungsinformation zum Impfstoff von Moderna der Landessanitätsdirektion

Hier finden Sie die Aufkläurngsinformation zum Impfstoff von AstraZeneca der Landessanitätsdirektion

(Hinweise zu Impfreaktionen, Impfkomplikationen und Nebenwirkungen).

Informationen des Sozialministeriums: Zu unterscheiden sind hier Impfreaktionen und echte Nebenwirkungen.
Reaktionen sind Erscheinungen, welche die eigentliche Wirkung der Impfung begleiten können und Ausdruck der (erwünschten) immunologischen Abwehrreaktion sind. Sie sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein und entstehen zumeist an der Impfstelle im Sinne einer Rötung, eventuell einer Schwellung und auch Schmerzhaftigkeit unterschiedlicher Ausprägung. Auch systemische Impfreaktionen sind möglich und umfassen eine breite Palette an Sensationen wie z. B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, allgemeines „grippiges“ Gefühl und andere. RNA-Impfstoffe sind dafür bekannt, dass sie das Immunsystem sehr gut aktivieren können, man nennt sie daher auch „reaktogener“ als andere Impfstoffe. Im Rahmen einer starken Immunantwort produziert der Körper viele Botenstoffe, einige dieser Botenstoffe können dabei auch zu den erwähnten Begleiterscheinungen führen. Diese möglichen Beschwerden sind keine unerwarteten und potenziell gefährlichen Nebenwirkungen, sondern ein Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff, die zu einer Schutzwirkung führt. Diese Impfreaktionen klingen üblicherweise in wenigen Tagen folgenlos ab und sind deutlich harmloser, als die möglichen Symptome und Folgeschäden der Infektion, die durch die Impfung verhindert werden kann: nur wenn der Nutzen eines Impfstoffs ein eventuelles Impfrisiko deutlich überwiegt, werden Impfstoffe auch zugelassen.

Zu erwartende echte Nebenwirkungen werden im Rahmen der Zulassungsstudien erfasst, dabei wird der Impfstoff an mindestens 10.000 Personen getestet. Dabei ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt seltener als 1 Fall auf 10.000 Geimpfte) erst nach der Zulassung der Impfungen erfasst werden. Auch nach der Marktzulassung erfolgt daher eine ständige penible Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Diese Nebenwirkungen sind in der Fachinformation und der Gebrauchsinformation des Impfstoffes detailliert aufgelistet.

Im Zusammenhang mit Nebenwirkungen ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht jedes Krankheitszeichen, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftritt, auch auf die Impfung zurückzuführen ist. Gerade wenn Impfstoffe an sehr viele Personen verabreicht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Impfung Beschwerden auftreten, die jedoch nicht durch die Impfung, sondern durch andere, auch in der ungeimpften Bevölkerung regelmäßig vorkommende Ursachen, beispielsweise durch eine zeitgleich oder kurz danach aufgetretene andere Erkrankung, verursacht wurden („Hintergrundinzidenz“). Für eine möglichst präzise Evaluierung aller nach den Impfungen aufgetretenen Reaktionen und Nebenwirkungen sind sowohl geimpfte Personen als auch impfendes Gesundheitspersonal dringend angehalten, alle derartigen Symptome einzumelden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen und im Interview mit Dr. Günter Weiss.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit einer geplanten oder vorliegenden Schwangerschaft oder einer Autoimmunerkrankung finden Sie unter www.sozialministerium.at.

 


Medizinische Informationen

Viele medizinische Fragen werden auch in der Interviewreihe der tirol kliniken detailliert beantwortet. 

Hier finden Sie die Aufklärungsinformationen (Wirksamkeit, Verhalten vor/nach der Impfung, Impfreaktionen, Impfkomplikationen, Nebenwirkungen) zu den Impfstoffen von BioNTech/PfizerModerna und AstraZeneca der Landessanitätsdirektion (aktualisiert: 19.1.2021)

Wie sicher ist ein neuer Covid-19-Impfstoff?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und zur Überprüfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Im Fall von Impfstoffen und auch für COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben. (Quelle: Sozialministerium)

An welchen Covid-Impfstoffen wird geforscht?

Trotz der Erfolge und der bedingten Zulassung des ersten COVID-19-Impfstoffes wird weltweit weiterhin intensiv an Impfstoffen gegen COVID-19 geforscht: So befinden sich derzeit laut WHO 61 Impfstoffkandidaten in klinischer Entwicklung und einige Impfstoffkandidaten sind bereits in der für eine Zulassung bedeutsamen Phase 3 der Impfstofftestung (Stand 28.12.2020). Über 150 weitere Impfstoffprojekte laufen derzeit. Dabei kommen unterschiedliche Impfstofftechnologien, wie beispielsweise vektorbasierte Impfstoffe, mRNA-Impfstoffe oder Protein-Subunit-Impfstoffe zum Einsatz. Ein Überblick über den aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung gestellt. (Quelle: Sozialministerium)

Wie läuft die Durchführung der klinischen Prüfung eines Impfstoffes ab?

Vor der Durchführung von klinischen Prüfungen am Menschen müssen sogenannte präklinische Studien durchgeführt werden. Diese erfolgen im Labor mit Zellkulturen bzw. im Tierversuch. Präklinische Forschungen liefern erste Hinweise zum Wirkmechanismus, zur Verträglichkeit und Dosierung eines neuen Wirkstoffs. Nur wenn keine gefährlichen Nebenwirkungen auftreten und das Präparat wirksam ist, wird eine klinische Prüfung am Menschen zugelassen. Jede klinische Prüfung am Menschen muss vor ihrem Beginn der zuständigen (Forschungs-)Ethikkommission zur Begutachtung und Genehmigung vorgelegt werden. Sowohl die präklinischen als auch die klinischen Prüfungen erfordern Zeit, um die Sicherheit (Verträglichkeit) und Wirksamkeit jedes Impfstoffprodukts gründlich zu analysieren. Deshalb kann ein aussichtsreicher Kandidat für die Impfung nicht sofort zur Verfügung gestellt werden. (Quelle: Sozialministerium)

Wie läuft ein Zulassungsverfahren für Impfstoffe ab?

Im Rahmen eines Zulassungsverfahrens gelten während der Herstellung und Kontrolle besonders hohe Anforderungen für moderne Impfstoffe (sogenannte Nutzen-Risiko-Bewertung): Der Antragsteller reicht einen Antrag auf Zulassung seines Impfstoffes bei der Arzneimittelbehörde ein. Dem Antrag ist ein Dossier beigeschlossen, bestehend aus Angaben regulatorischer Natur (z. B. Art der Antragstellung, vorgesehene Produktinformation), Daten zur Herstellung des Impfstoffes, Daten zu den Untersuchungen am Tier und letztlich Daten zu den klinischen Prüfungen am Menschen sowie relevante Literatur. Zusätzlich enthalten sind auch schon Ausführungen, wie die Arzneimittelüberwachung für dieses spezielle Produkt erfolgen kann. Die Begutachtung durch die Expertinnen und Experten der zuständigen Behörden, das heißt die Prüfung des gesamten Dossiers auf Einhaltung sämtlicher strikter wissenschaftlicher und regulatorischer Standards, sowie die Bewertung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes kann bis zu zwei Jahre dauern. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Dossier unvollständig ist, beziehungsweise wenn identifizierte Mängel ausgeräumt werden müssen. Im Interesse der öffentlichen Gesundheit kann der Zeitraum verkürzt werden. Letztlich wird basierend auf allen vorgelegten Daten eine Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt, um einen qualitativ hochwertigen, wirksamen und vor allem auch sicheren Impfstoff zu gewährleisten. Im Fall der COVID-19-Impfstoffe haben bisher vier (Stand 9.12.2020) Impfstoffentwickler den Antrag auf ein begleitendes Begutachtungsverfahren, „Rolling Review“, bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) gestellt. Das heißt, dass die Behörde nicht erst nach Abschluss aller Studien, sondern bereits während deren Ablauf, kontinuierlich über den Stand informiert wird und bereits vorhandene Datenpakete laufend prüft und bewertet. Das nachfolgende "eigentliche Zulassungsverfahren" kann dann in kürzerer Zeit ablaufen, da große Teile der Daten bereits im Detail begutachtet wurden. (Quelle: Sozialministerium)

Impfstoffe werden solange sie auf dem Markt sind überwacht. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.sozialministerium.at.

Warum gehen die Begutachtungs- und Zulassungsverfahren bei Covid-19-Impfstoffen so schnell?

Bei den COVID-19-Impfstoffen gibt es in Qualität, Art und Umfang der behördlichen Begutachtung keine Abstriche und Unterschiede zum "herkömmlichen" Zulassungsprozess. Er wird jedoch beschleunigt, um dringend benötigte Impfstoffe, die auch Sicherheit und Wirksamkeit gezeigt haben, auf den Markt zu bringen. Hierfür steht der sogenannte "Rolling Review"-Prozess (begleitende Begutachtung) zur Verfügung, bei dem die Arzneimittelbehörden bei vielversprechenden Impfstoffen schon während der noch laufenden Entwicklung parallel mit der Begutachtung beginnen. Das nachfolgende "eigentliche Zulassungsverfahren" kann dann zeitlich stark verkürzt ablaufen, da wesentliche Bausteine des Dossiers bereits im Detail begutachtet wurden. Auch ein "Accelerated Assessment", das ebenfalls von der EMA angeboten wird, bietet einen stark verkürzten Zulassungsprozess, allerdings ist hier bei Einreichung bereits ein vollständiges Dossier vorhanden. Eine in der Entwicklung parallel stattfindende Bewertung durch Behörden findet nicht statt. In beiden Fällen entscheidet die Nutzen-Risiko-Bewertung durch das ExpertInnengremium der EMA (bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der EU-Mitgliedsländer, Norwegen und Island), ob eine Zulassung empfohlen werden kann oder nicht. Es folgt auch dann der übliche Weg: Kommt es zu einer positiven Bewertung und Empfehlung zur Zulassung durch die EMA, wird von der Europäischen Kommission der finale Zulassungsbescheid erstellt. (Quelle: Sozialministerium)

Wie kann man nach so einer kurzen Testphase wissen, dass keine Langzeitnebenwirkungen entstehen?

Mit 100%iger Sicherheit kann man das nicht, aber dies ist auch bei anderen Arzneimitteln zum Zeitpunkt der Zulassung nicht möglich. Um möglichst alle eventuellen Langzeitnebenwirkungen erfassen zu können, müsste man sehr große Studien über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte durchführen. In dieser Zeit würde jedoch ein wirksames Medikament der Allgemeinheit vorenthalten werden, was zu Schäden der öffentlichen Gesundheit bis hin zum Tod unbehandelter Krankheiten führen könnte. Man legt daher zur Erfassung möglicher Langzeitnebenwirkungen großes Augenmerk auf Informationen aus den vorgelegten Tierversuchen und prüft sämtliche Anhaltspunkte, die sich aus dem klinischen Entwicklungsprogramm ergeben. Verdächtige Symptome werden identifiziert und engmaschig überwacht, eine regelmäßige und in kürzeren Zeitabständen als üblich erforderliche Berichtspflicht des Zulassungsinhabers an die Behörden ist eine von vielen möglichen Maßnahmen. Darüber hinaus können Zulassungsinhaber auch verpflichtet werden, Langzeitstudien nach erfolgter Zulassung durchzuführen, um gegebenenfalls einerseits die Sicherheit, aber auch die Wirksamkeit weiter zu untersuchen, mit der Verpflichtung, diese Ergebnisse innerhalb einer bestimmten Frist vorzulegen. Absolute Sicherheit kann kein Arzneimittel garantieren, jedoch muss immer der Nutzen das mögliche Risiko überwiegen. Die Nutzen-Risiko Bewertung findet im Rahmen des Zulassungsverfahrens statt, wird aber regelmäßig - auch nach Zulassung - unter Berücksichtigung zusätzlicher neu eingegangener Daten und Informationen untersucht. (Quelle: Sozialministerium)

Was ist ein Impfschaden?

Wenn es in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung zu einem gesundheitlich relevanten Ereignis kommt, kann ein Antrag auf Zuerkennung eines Impfschadens gestellt werden. Über diesen Antrag erfolgt ein Verwaltungsverfahren beim Sozialministeriumservice. Im Rahmen des Verfahrens werden Sachverständigengutachten eingeholt und es gibt ein Parteiengehör. Die rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen nach dem Impfschadengesetz sehen dabei im Vergleich zu zivilgerichtlichen Verfahren eine Beweiserleichterung vor, es muss kein Beweis der Kausalität zwischen Impfung und Gesundheitsschädigung vorliegen. Zudem ist ein kostenloses Verfahren mit Rechtszug vom Sozialministeriumservice zum Bundesverwaltungsgericht sowie dem Verwaltungs- und Verfassungsgerichthof möglich. Anerkannt wird ein Impfschaden dann, wenn das Verfahren ergeben hat, dass ein wahrscheinlicher Zusammenhang mit der Impfung gegeben ist. Um zu beurteilen, ob die verabreichte Impfung wesentliche Bedingung für den nunmehrigen Gesundheitszustand bildet, wird das Vorliegen eines klaren zeitlichen Zusammenhangs, das Fehlen einer anderen (wahrscheinlicheren) Erklärungsmöglichkeit der aufgetretenen Symptomatik und die Ähnlichkeit des angeführten Schadens der Impfung mit Komplikationen der Infektion mit dem Erreger, vor dem die Impfung schützen soll, geprüft. Aus einer Anerkennung ergeben sich Sozialleistungen in Form von Einmalzahlungen oder Rentenzahlungen. (Quelle: Sozialministerium)

Sind Nebenwirkungen möglich?

Ja. Zu unterscheiden sind hier Impfreaktionen und echte Nebenwirkungen. Reaktionen sind Erscheinungen, welche die eigentliche Wirkung der Impfung begleiten können und Ausdruck der (erwünschten) immunologischen Abwehrreaktion sind. Sie sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein und entstehen zumeist an der Impfstelle im Sinne einer Rötung, eventuell einer Schwellung und auch Schmerzhaftigkeit unterschiedlicher Ausprägung. Auch systemische Impfreaktionen sind möglich und umfassen eine breite Palette an Sensationen wie z.B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, allgemeines „grippiges“ Gefühl und andere. RNA-Impfstoffe sind dafür bekannt, dass sie das Immunsystem sehr gut aktivieren können, man nennt sie daher auch „reaktogener“ als andere Impfstoffe. Im Rahmen einer starken Immunantwort produziert der Körper viele Botenstoffe, einige dieser Botenstoffe können dabei auch zu den erwähnten Begleiterscheinungen führen. Diese möglichen Beschwerden sind keine unerwarteten und potenziell gefährlichen Nebenwirkungen, sondern ein Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff, die zu einer Schutzwirkung führt. Diese Impfreaktionen klingen üblicherweise in wenigen Tagen folgenlos ab und sind deutlich harmloser, als die möglichen Symptome und Folgeschäden der Infektion, die durch die Impfung verhindert werden kann: nur wenn der Nutzen eines Impfstoffs ein eventuelles Impfrisiko deutlich überwiegt, werden Impfstoffe auch zugelassen.

Zu erwartende echte Nebenwirkungen werden im Rahmen der Zulassungsstudien erfasst, dabei wird der Impfstoff an mindestens 10.000 Personen getestet. Dabei ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt seltener als 1 Fall auf 10.000 Geimpfte) erst nach der Zulassung der Impfungen erfasst werden. Auch nach der Marktzulassung erfolgt daher eine ständige penible Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Diese Nebenwirkungen sind in der Fachinformation und der Gebrauchsinformation des Impfstoffes detailliert aufgelistet.

Im Zusammenhang mit Nebenwirkungen ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht jedes Krankheitszeichen, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftritt, auch auf die Impfung zurückzuführen ist. Gerade wenn Impfstoffe an sehr viele Personen verabreicht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Impfung Beschwerden auftreten, die jedoch nicht durch die Impfung, sondern durch andere, auch in der ungeimpften Bevölkerung regelmäßig vorkommende Ursachen, beispielsweise durch eine zeitgleich oder kurz danach aufgetretene andere Erkrankung, verursacht wurden („Hintergrundinzidenz“). Für eine möglichst präzise Evaluierung aller nach den Impfungen aufgetretenen Reaktionen und Nebenwirkungen sind sowohl geimpfte Personen als auch impfendes Gesundheitspersonal dringend angehalten, alle derartigen Symptome einzumelden. (Quelle: Sozialministerium)

Details unter: www.basg.gv.at/pharmakovigilanz/meldung-von-nebenwirkungen/.


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