5. Projekt "Integrierter Patientenpfad/Behandlungspfad Schlaganfall Tirol" - www.schlaganfall-tirol.info

Der Schlaganfall stellt nach Herzinfarkt und Krebs in Österreich die dritthäufigste Todesursache dar.

Neben dem persönlichen Schicksal der Betroffenen und Angehörigen gehört der Schlaganfall zu einer der teuersten Erkrankungen im Gesundheitssystem. Er ist die häufigste Ursache von körperlicher Behinderung im Erwachsenenalter und eine häufige Ursache für die Entwicklung einer Demenz.

Neuere Therapiefortschritte lassen zwar bessere Heilungschancen bei einem Schlaganfall und damit eine Minderung körperlicher und/oder geistiger Behinderungen erwarten, doch dürfte die Gesamtzahl dieser Erkrankungen, bedingt durch die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung, in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Nicht zuletzt deshalb hat das Land Tirol gemeinsam mit der Tiroler Gebietskrankenkasse das Projekt „Integrierter Patientenpfad/Behandlungspfad Schlaganfall“ begonnen. Ziel des Projektes ist es, ein standardisiertes, ganzheitliches Konzept zu etablieren, das die gesamte Schlaganfall-Versorgungskette im Blick hat und eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen und Sektoren (Hausärzte, Krankentransportsystem, Fachärzte, Krankenhäuser) fördert. Damit soll die Qualität der Patientenversorgung verbessert und gleichzeitig die Gesundheitskosten gesenkt werden.

In der Versorgung eines Schlaganfalles spielt der Faktor Zeit eine zentrale Rolle.

Für eine optimale Versorgung sind das richtige Erkennen eines Schlaganfalles, der sofortige Notruf durch die Betroffenen oder deren Angehörigen und ein effizient funktionierendes Notfallmanagement in den ersten drei bis vier Stunden unumgänglich. („time is brain“). Eine abgestimmte Diagnostik und Behandlung des Schlaganfalls durch ein qualifiziertes Team im Krankenhaus, gewährleistet eine optimale Behandlung des Schlaganfallpatienten in der Akutphase. Nach erfolgreicher Primärbehandlung müssen die rehabilitativen Maßnahmen so früh wie möglich („time is disability“) geplant und eingeleitet werden um den Behandlungserfolg zu stabilisieren und weiter zu verbessern.

Weitere Informationen zu diesem Projekt werden Ihnen als Download zur Verfügung gestellt: