4. Zahlen und Fakten

In Tirol ereignen sich ca. 1.700 Schlaganfälle pro Jahr (zusätzlich ca. 1.000 sog. transitorisch Ischämische Attacken: ‚Schlagerl’). Etwa 6.000 Menschen leben mit den Folgen des Schlaganfalls. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist mit einer weiteren deutlichen Steigerung zu rechnen. Der Schlaganfall betrifft jedoch nicht nur ältere Menschen, etwa 10% der SchlaganfallpatientInnen sind jünger als 55 Jahre.

Die stationäre Akutversorgung von SchlaganfallpatientInnen erfolgt in Tirol in verschiedensten Versorgungsstufen (Abteilungen für Neurologie, Innere Medizin, Stroke Units). PatientInnen mit Schlaganfall werden an 9 öffentlichen Krankenanstalten aufgenommen und betreut. Zur optimalen Versorgung der PatientInnen stehen derzeit in Tirol drei Stroke Units (Schlaganfalleinheiten) zur Verfügung: im BKH Kufstein (4 Überwachungsbetten), am a. ö. LKH (Univ.-Kliniken) Innsbruck (8 Überwachungsbetten) und im BKH Lienz (2 Überwachungsbetten). Weitere 2 Überwachungsbetten sind im KH Zams geplant.

Auswertungen aus Daten des Tiroler Gesundheitsfonds und aus dem Schlaganfallregister des ÖBIG liefern wichtige Eckdaten:

  • Die Häufigkeit des Schlaganfalls in Tirol liegt im Mitteleuropäischen Durchschnitt und unterscheidet sich in den Tiroler Bezirken nicht wesentlich.
  • Alle Akutkrankenhäuser leisten zur Versorgung von SchlaganfallpatientInnen einen substantiellen Beitrag.
  • Die Anteile von SchlaganfallpatientInnen die an Neurologischen Stroke Units, Neurologischen Normalstationen und Internistischen Abteilungen behandelt werden, liegen bei 57%, 19% und 19%.
  • Ein Drittel der PatientInnen ist innerhalb von 3 Stunden nach Auftreten des Schlaganfalls im Krankenhaus.
  • Bei der Häufigkeit der Thrombolysetherapie („Auflösung des Blutgerinnsels“) liegt Tirol mit einer Rate von 14,3% aller ischämischen Schlaganfälle im europäischen Spitzenfeld.