Pflegeberufe im Überblick

Pflegekampagne

PflegeassistentIn

Als PflegeassistentIn unterstützen Sie insbesondere diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sowie ÄrztInnen in ihrer täglichen Arbeit. Der Tätigkeitsbereich umfasst zentrale Aufgabengebiete:

  • Mitwirkung an und Durchführung von übertragenen Pflegemaßnahmen
  • Handeln in Notfällen
  • Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie
  • Information, Kommunikation und Begleitung pflegebedürftiger Menschen

Im Bereich der pflegerischen Maßnahmen wirken PflegeassistentInnen beim Pflegeassessment mit, beobachten den Gesundheitszustand ihrer PatientInnen und übernehmen in der Folge übertragene pflegerische Tätigkeiten. PflegeassistentInnen können aber auch im Notfall aktiv werden und lebensrettende Maßnahmen wie die Durchführung von Herzdruckmassagen, Beatmung und Anwendung von Defibrillatoren ergreifen. Im diagnostischen und therapeutischen Bereich verabreichen PflegeassistentInnen ausgewählte Arzneimittel, erheben und überwachen medizinische Basisdaten,entnehmen Blut aus der Kapillare bzw. bei erwachsenen PatientInnen auch aus der Vene und legen unter anderem Verbände, Wickel und Bandagen an.

Berufsperspektiven

PflegeassistentInnen sind in allen Bereichen der PatientInnen- und KlientInnenversorgung tätig, die unter Aufsicht einer ärztlichen oder pflegerischen Leitung stehen. Beispielsweise

  • in Krankenanstalten,
  • in Alten- und Pflegeheimen,
  • in der Behindertenbetreuung,
  • in der Hauskrankenpflege,
  • bei freiberuflich tätigen ÄrztInnen oder
  • bei freiberuflich tätigen diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen.

Dauer der Ausbildung:

1 Jahr (bei berufsbegleitenden Lehrgängen entsprechend länger), die Ausbildung umfasst 1.600 Stunden Theorie und Praxis;

Voraussetzungen:

Mindestalter 17 Jahre, erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe oder Pflichtschulabschluss-Prüfung.
(Vom Nachweis kann in Einzelfällen abgegangen werden, wenn der/die BewerberIn ein Maß an Allgemeinbildung aufweisen kann, welches erwarten lässt, dass er/sie der theoretischen und praktischen Ausbildung zu folgen vermag.)


PflegefachassistentIn

Der Verantwortungsbereich der PflegefachassistentInnen baut auf dem der Pflegeassistenz auf und führt zu einer weiterführenden Qualifikation innerhalb der Pflegeberufe. Mit dieser aufbauenden, vertiefenden und erweiternden Qualifikation eröffnen sich für sie – aufgrund des fundierten Fachwissens über die Pflegeassistenz hinaus – umfassende Möglichkeiten in der Mitwirkung an und Durchführung von übertragenen Pflegemaßnahmen. Im Rahmen der Ausbildung erfolgt eine fachliche Vertiefung z. B. in pflegerischen Bereichen wie in der Pflege von

  • akuterkrankten Menschen im Krankenhaus,
  • chronisch kranken Menschen,
  • Menschen mit psychischen Erkrankungen,
  • Menschen im häuslichen Umfeld,
  • Menschen im Pflegeheim und
  • in der Pflege von Kindern.


Zum Tätigkeitsbereich der PflegefachassistentInnen gehört auch, Auszubildende der Pflegeassistenzberufe anzuleiten und zu unterweisen.

Im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie dürfen PflegefachassistentInnen, über den Tätigkeitsbereich der Pflegeassistenz hinaus, folgende Tätigkeiten durchführen:

  • Durchführen von standardisierten diagnostischen Programmen wie z. B. EKG, EEG oder Lungenfunktionstest
  • Legen und Entfernen von transnasalen und transoralen Magensonden
  • Setzen und Entfernen von transurethralen Kathetern bei der Frau, ausgenommen bei Kindern
  • Ab- und Anschluss von ausgewählten laufenden Infusionen
  • Anlegen von Miedern, Orthesen und elektrisch betriebenen Bewegungsschienen nach vorgegebener Einstellung

Als PflegefachassistentIn führen Sie die von diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sowie von ÄrztInnen übertragenen Aufgaben eigenverantwortlich durch. Berufsperspektiven PflegefachassistentInnen sind in allen Bereichen der PatientInnen- und KlientInnenversorgung tätig, welche unter Aufsicht einer ärztlichen oder pflegerischen Leitung stehen, beispielsweise

  • in Krankenanstalten,
  • in Alten- und Pflegeheimen,
  • in der Behindertenbetreuung,
  • in der Hauskrankenpflege,
  • bei freiberuflich tätigen ÄrztInnen,
  • bei freiberuflich tätigen diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen.

Dauer der Ausbildung

2 Jahre, die Ausbildung umfasst 3.200 Stunden Theorie und Praxis;

Voraussetzungen

Mindestalter 17 Jahre, erfolgreiche Absolvierung der 10. Schulstufe(Vom Nachweis der 10. Schulstufe kann in Einzelfällen abgegangen werden, wenn der/die BewerberIn ein Maß an Allgemeinbildung aufweisen kann, welches erwarten lässt, dass er/sie der theoretischen und praktischen Ausbildung zu folgen vermag.)


Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn
(gehobener Dienst)

Als Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn tragen Sie die Verantwortung für die unmittelbare und mittelbare Pflege von Menschen aller Altersstufen in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen. Ihre Pflegeexpertise wird in folgenden Bereichen eingebracht:

  • Förderung und Aufrechterhaltung der Gesundheit
  • Unterstützung des Heilungsprozesses
  • Linderung und Bewältigung von gesundheitlicher Beeinträchtigung
  • Aufrechterhaltung der höchstmöglichen Lebensqualität

Der Kompetenzbereich des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege (Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn) umfasst:

  • pflegerische Kernkompetenzen
  • Kompetenzen bei Notfällen
  • Kompetenzen bei medizinischer Diagnostik und Therapie nach ärztlicher Anordnung
  • Weiterverordnung von Medizinprodukten
  • Kompetenzen im multiprofessionellen Versorgungsteam
  • Spezialisierungen

Im Bereich der pflegerischen Kernkompetenzen erhebt der gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn) eigenverantwortlich z. B. den Pflegebedarf sowie die Beurteilung der Pflegeabhängigkeit und trägt die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess. Die Durchführung der Pflegemaßnahmen gehört ebenso zu seinem Aufgabenfeld wie die Anleitung und Überwachung von Pflegeassistenzberufen oder die Anleitung, Begleitung und Beurteilung von Auszubildenden. Beispiele für Kompetenzen bei medizinischer Diagnostik und Therapie sind die Verabreichung von Arzneimitteln, einschließlich Zytostatika und Kontrastmitteln, die Vorbereitung und Verabreichung von Injektionen und Infusionen, Assistenztätigkeiten bei der chirurgischen Wundversorgung und Durchführung des Monitorings mit medizintechnischen Überwachungsgeräten einschließlich Bedienung derselben, um nur einige wenige zu nennen.

Berufsperspektiven

Ihre Berufsaussichten sind vielfältig und vielversprechend. Zu den klassischen Arbeitsbereichen gehören Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheime, mobile Pflegedienste, stationäre und mobile palliative Versorgungsstrukturen und Einrichtungen der Behindertenbetreuung.

Eine Anstellung bei freiberuflich tätigen ÄrztInnen bzw. in einer Primärversorgungseinrichtung, in Gesundheitszentren oder freiberuflich als diplomierte/rGesundheits- und KrankenpflegerInnen tätig zu sein, sind weitere Möglichkeiten.

Studiendauer:

6 Semester , 180 ECTS

Abschluss

Bachelor of Science in Health Studies (BSc), Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin“ bzw. „Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger“

Voraussetzungen:

Allgemeine Universitätsreife, ausgewählte Studienberechtigungsprüfungen, Berufsreifeprüfung, ausgewählte Berufsgruppen (mit Zusatzprüfungen) wie bspw. Pflegeassistent/in oder Pflegefachassistent/in;