Neues Kinder-Reha Zentrum im Tiroler Unterland

Zuschlag für Versorgungszone West erteilt

Kategorien: LH Platter, LR Tilg, Gesundheit & Vorsorge AutorIn: Bettina Sax

Nach dem formellen Vergabeverfahren durch den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist es nun offiziell: In Tirol und Vorarlberg wird zukünftig die „SeneCura Kliniken und Heime“ die Versorgung im Bereich der Kinderrehabilitation übernehmen. Somit stehen nun insgesamt 37 Betten für die kleinsten PatientInnen zur Verfügung, auch für Begleitpersonen sind Betten vorgesehen.

Bundesweites Verfahren

Die „SeneCura Kliniken und Heime“ hat im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag für die Leitung der Kinder-Reha in Tirol erhalten: „Mit den bereits vorhandenen Infrastrukturen sowie den baulichen Gegebenheiten kann eine rasche Aufnahme der Arbeit gewährleistet werden – das Wohl der Kinder steht für uns an erster Stelle. Daher begrüßen wir es, dass künftig eine wohnortnahe sowie im familiären Umfeld stattfindende Rehabilitation für Kinder angeboten werden kann“, betont Landeshauptmann Günther Platter und ergänzt, dass dies auch aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht ein wichtiger Schritt sei: „Mit der Einrichtung am Standort Wiesing entstehen auch zahlreiche neue Arbeitsplätze im Sozialbereich, die neue Perspektiven für ausgebildetes Fachpersonal bieten.“ Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sieht in der Errichtung eines Kinderrehabilitationszentrums eine wichtige Ergänzung für das Tiroler Gesundheitssystem: „Das Land Tirol steht hinter dem Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens: Dass Familien mit ihren Kindern nun nicht mehr in benachbarten Regionen ein Reha-Zentrum aufsuchen müssen, stellt eine maßgebliche Erleichterung für die Betroffenen dar. Die Rehabilitation ist ein wochenlanger, anstrengender Prozess, der Zeit und Kraft kostet und bei dem die Nähe zum sozialen Netzwerk eine wichtige Rolle spielt. Eine bestmögliche Struktur für die Kinderrehabilitation ist uns ein wesentliches Anliegen sowie eine zentrale Säule der medizinischen Versorgung in Tirol.“

Spezielles Angebot für junge PatientInnen

Auch der Obmann der TGKK, Werner Salzburger, zeigt sich erfreut: „Die Einführung der Kinder-Reha in Tirol ist ein besonderer Meilenstein für die TGKK und ihre Versicherten. Deshalb haben wir sichergestellt, dass Kinder und Eltern für die bestmögliche Nachbehandlung rasch und unbürokratisch eine Bewilligung erhalten werden. Unmittelbar im Anschluss einer Akut-Behandlung können die Kinder in Abstimmung mit den Eltern so optimal versorgt werden. “

Arno Melitopulos, Direktor der TGKK, ergänzt: „SeneCura Kliniken und Heime deckt zukünftig den vorgesehenen Bedarf von 37 Betten und schließt damit eine wichtige Versorgungslücke: 22 Plätze sind für die mobilisierende Rehabilitation, 15 für die psychosoziale Rehabilitation vorgesehen.“ Damit werden betroffenen Familien weite Wege erspart. Für andere Fachrichtungen gibt es demnächst Angebote in anderen Bundesländern sowie im süddeutschen Raum.

Im Rahmen der mobilisierenden Rehabilitationen können Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates und neurologische Erkrankungen versorgt werden, zudem können operative Eingriffe nachbehandelt werden. Auf Kinder- und Jugendpsychiatrische Erkrankungen sowie entsprechende Entwicklungsstörungen liegt der Fokus der psychosozialen Rehabilitation.

Finanziert werden die Kosten in Höhe von rund 33 Millionen Euro österreichweit zu 75 Prozent von der Sozialversicherung, ein Viertel wenden die Bundesländer auf. Die Versorgung in Tirol entspricht einer Summe von circa 3,4 Millionen Euro, rund 2,6 Millionen Euro entfallen dabei auf die Sozialversicherung.

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