Hahntennjochstraße bis heute Abend gesperrt

Räumungsarbeiten sind im Gange

Kategorien: Straßenbau, Lawinen/Muren/Hochwasser AutorIn: Iris Reichkendler
Die Hahntennjochstraße wurde von mehreren kleineren Muren verschüttet.
Die Hahntennjochstraße wurde von mehreren kleineren Muren verschüttet.
Derzeit werden Räumungsarbeiten durch die Straßenmeisterei durchgeführt und die Schutzwälle freigelegt.
Derzeit werden Räumungsarbeiten durch die Straßenmeisterei durchgeführt und die Schutzwälle freigelegt.
Rot markiert sieht man das Areal auf der Rofelewand, von dem Stein- und Blockschläge niedergehen.
Rot markiert sieht man das Areal auf der Rofelewand, von dem Stein- und Blockschläge niedergehen.

Starkregenfälle führte gestern Abend, Mittwoch, auf der Hahntennjochstraße (L246) zu mehreren Murenabgängen, die eine Sperre der gesamten Passtraße zur Folge hatten.

„Es haben sich sechs kleinere Muren entlang von Murgräben durch die Starkregenfälle mobilisiert und die Straße verschüttet. Einige Muren wurden durch die Schutzwälle aufgehalten“, berichtet Landesgeologe Roman Außerlechner nach dem heutigen Erkundungsflug mit dem Landeshubschrauber.

Die Straßenmeisterei führt derzeit Räumungsarbeiten durch und legt die Schutzwälle frei. Es wird damit gerechnet, dass die Hahntennjochstraße gegen 18 Uhr wieder befahrbar ist. Bis dahin wird der Verkehr großräumig über den Fernpass umgeleitet.

„Bei der aktuellen Wetterlage besteht derzeit keine akute Gefahr. Sollte aber wider Erwarten heftiger Regen niedergehen, können weitere Muren nicht ausgeschlossen werden“, betont Außerlechner und verweist auf das Wetterwarnsystem, das bei Starkregenfällen die automatische Ampelrotschaltung und Sperre der Hahntennjochstrasse auslöst.

Steinschlag an der Rofelewand im Pitztal

Im Zuge des Erkundungsfluges verschaffte sich die Landesgeologie auch einen Überblick über den Stein- und Blockschlag an der Rofelewand in St. Leonhard i.P., wo am südöstlichen Gratbereich Blockschläge mit massiver Staubentwicklung beobachtet wurden. Ursache dafür ist das Ausschmelzen von Permafrost entlang einer Trennfläche. Laut Einschätzung des Landesgeologen bestehe kein akuter Handlungsbedarf, da im Bereich der Stein- und Blockschläge keine Infrastrukturen wie Wege und Hütten betroffen sind und somit keine Personengefährdung besteht.