Norovirus-Verdacht im Internat der Ski-Mittelschule Neustift

Gesundheitsamt der BH Innsbruck wurde bereits aktiv

Kategorien: BH Innsbruck AutorIn: Bettina Sax

Gestern, Dienstag, ist bei rund 50 Betroffenen – größtenteils SchülerInnen, aber auch ErzieherInnen – des Internats der Ski-Mittelschule Neustift Brechdurchfall aufgetreten. Betroffen sind ausschließlich Personen, die von der Internatsküche versorgt wurden. Es liegt der Verdacht nahe, dass Bakterien oder Noroviren von dort aus im Rahmen der Essenszubereitung ihre Verbreitung fanden. Die Suche nach dem tatsächlichen Erreger läuft bereits, ein Norovirenausbruch erscheint aber wahrscheinlich.

Das Gesundheitsamt der BH Innsbruck ist bereits aktiv geworden: Stuhlproben wurden zur Erregeridentifikation eingesandt und die Lebensmittelaufsicht hat ihre Untersuchungen vor Ort aufgenommen. Nicht zuletzt wurden umfassende Desinfektionsmaßnahmen im Internat eingeleitet. Das Internat bleibt in Absprache mit der Schulleitung voraussichtlich bis Ende dieser Woche geschlossen. Die Amtsärztin wird die erkrankten Personen sofort nach Vorliegen der Laborergebnisse in den nächsten Tagen über die Diagnose informieren.

Die betroffenen SchülerInnen haben das Internat inzwischen verlassen und halten sich bereits zu Hause auf: Informationen zur Notwendigkeit äußerst konsequenter Hände-Hygiene, um weitere Erkrankungen von Familienmitgliedern zu verhindern, wurden übermittelt. Zugleich erging die dringende Empfehlung, dass auch Geschwister der SchülerInnen, die sich womöglich angesteckt haben, bis Montag keine Gemeinschaftseinrichtung wie Kindergärten oder Schulen besuchen sollen. Auf diese Weise kann die Übertragung von eventuell vorliegenden ansteckenden Viren in Gemeinschaftseinrichtungen wirksam unterbunden werden.

Information zu Noroviren

Noroviren sind ansteckende Viren, die eine „Magen-Darm-Grippe“ verursachen, welche gleichzeitig bei vielen Personen auftreten kann. Die Beschwerden klingen nach wenigen Tagen von selbst ab. Die Therapie beschränkt sich auf den Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralsalzverlustes. Personenkontakte sind aber in dieser Zeit zu meiden und insbesondere ist auf eine verstärkte Händehygiene nach dem Stuhlgang zu achten. Personen, die in lebensmittelverarbeitenden Betrieben tätig sind, wie auch Personen, die Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, sollen diese erst zwei Tage nach Ende der Krankheitssymptome wieder aufsuchen.