LR Tilg: „Spitalsreform im Bezirk Kitzbühel ist auf Schiene"

Zukunftspaket für BKH St. Johann beim zweiten Häusergespräch fixiert

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Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg mit Paul Sieberer (li.), Obmann des Gemeindeverbandes Bezirkskrankenhaus St. Johann i.T..
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg mit Paul Sieberer (li), Obmann des Gemeindeverbandes. Foto: Bezirkskrankenhaus St. Johann i.T./Ritsch

Die Tiroler Spitalsreform geht ins Finale. In enger Abstimmung mit dem Krankenhausträger wurde in den letzten Tagen beim zweiten Häusergespräch ein Zukunftspaket für den Standort St. Johann in Tirol geschnürt: Die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde wird auch künftig die Gesundheitsversorgung der Kinder- und Jugendlichen im Bezirk Kitzbühel absichern. Eine Einheit für Altersmedizin wird mit zusätzlichen 20 Betten wird außerdem aufgebaut. Die Details präsentierte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg heute, Dienstag, im Rahmen eines Pressegesprächs mit Gemeindeverbandsobmann Paul Sieberer.

Kinderabteilung sichert maßgeblich die Versorgung der Kinder- und Jugendlichen

„Das BKH St. Johann ist mit seinen 690 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die zentrale Anlaufstelle für die Akut- und Basisversorgung im Bezirk Kitzbühel und wird im Zuge der Tiroler Spitalsreform weiter gestärkt und als Standort abgesichert“, betont der Gesundheitslandesrat. Die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde bleibt mit zwölf Betten bestehen. „Der ursprüngliche Expertenvorschlag ging von einer Zusammenführung mit Kufstein aus. Mir ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen auch zukünftig in der Region eine rasche und bestmögliche Behandlung erfahren. Daher habe ich mich für diese wohnortnahe Lösung eingesetzt“, so Tilg.

Obmann Paul Sieberer zeigt sich sichtlich erfreut darüber und weiter: „Mit seiner Entscheidung hat der Tiroler Gesundheitslandesrat einmal mehr gezeigt, dass er die schlüssige Argumentation unserer Experten im BKH St. Johann und das Anliegen der Bevölkerung ernst genommen hat.“ Das Bezirkskrankenhaus bleibt außerdem ein Kompetenzzentrum im Bereich der Orthopädie. Das BKH St. Johann hat sich speziell auf diesem Gebiet einen sehr guten Ruf erarbeitet und ist dafür über die Grenzen des Bezirkes hinaus bekannt. Auch das Bettenangebot wurde dementsprechend ausgelegt.

NEU: Stationäre Palliativversorgung sowie Department für Akutgeriatrie

Das Bezirkskrankenhaus betreibt auch weiterhin einen Schwerpunkt im Bereich Innere Medizin. Neu ist die Einrichtung eines Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation mit insgesamt 20 Betten und die Ausweisung von vier Betten für die Palliativversorgung im Bezirkskrankenhaus. LR Tilg: „Wir schaffen damit ein zusätzliches Angebot für Patientinnen und Patienten, deren Selbstständigkeit aufgrund von Alterserkrankungen gefährdet ist. Das ist ein Quantensprung in der Altersmedizin, die angesichts der demografischen Entwicklung immer bedeutender wird.“

Dieses Ergebnis des zweiten Häusergespräches wird der Landes-Zielsteuerungskommission des Tiroler Gesundheitsfonds zur Beschlussfassung vorgelegt.

Am Bezirkskrankenhaus St. Johann sind auch die Maßnahmen des Strukturplanes Pflege 2012-2022 des Landes Tirol bereits wirksam. Die für den Bezirk vorgesehenen 15 Plätze der Übergangspflege stehen schon im Altenwohnheim Kitzbühel zur Verfügung. Damit wird pflegebedürftigen PatientInnen nach einem Spitalsaufenthalt die Rückkehr in den häuslichen Alltag erleichtert und gleichzeitig die Infrastruktur des Krankenhauses entlastet.

Um die bestmögliche Versorgung von schwerkranken PatientInnen in der letzten Lebensphase zu gewährleisten wurde im Bezirk Kitzbühel ein mobiles Palliativteam etabliert, das ins Haus kommt. Stationär untergebrachte PatientInnen werden derzeit von einem Palliativ-Konsilliardienst versorgt, der ebenso bezirksübergreifend mit dem Bezirkskrankenhaus Kufstein organisiert wird. Mit der neuen bettenführenden Palliativeinheit am BKH St. Johan wird diese wichtige Versorgung ausgebaut.