Nach Felssturz: Gemeindestraße voraussichtlich mehrere Wochen gesperrt

Insgesamt 100 Kubikmeter Felsmaterial in Kufstein abgebrochen und herabgestürzt.

Kategorien: Sicherheit, Katastrophenschutz, BH Kufstein AutorIn: Rainer Gerzabek
Das Gesamtausmaß des Felssturzes in Kufstein aus dem Hubschrauber aus festgehalten.
Das Gesamtausmaß des Felssturzes in Kufstein aus dem Hubschrauber aus festgehalten.
Die Abbruchstelle im Bereich der Duxerwand in Kufstein.
Die Abbruchstelle im Bereich der Duxerwand in Kufstein.

Ein riesiger Felssturz im Ausmaß von insgesamt rund 100 Kubikmetern Felsmaterial und Geröll hat sich im Stadtgebiet von Kufstein gestern, Donnerstagabend, aus der Duxerwand gelöst und ist auf eine darunterliegende Gemeindestraße und einen Wanderweg gestürzt.

„In die stark zerklüftete Felswand haben Wurzelversprengungen der Bewachsungen dazu beigetragen, dass massive Wässer ausgetreten sind. Das hat zu einer Materialermüdung des Felsmassivs geführt“, betonte Landesgeologe Werner Thöny nach einer Geländeerkundung mit dem Hubschrauber heute, Freitagvormittag. Als erste Maßnahme hat er eine zehntägige Hangvermessung angeordnet, bei der zwei Mal am Tag allfällige Bewegungen festgestellt werden sollen.

Weitere Sanierungsmaßnahmen

„Die Gemeindestraße zu einem Hof und einem Gasthaus sowie der Wanderweg bleiben voraussichtlich für mehrere Wochen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Erst wenn der Felsbereich von den Landesexperten als sicher eingestuft wird, kann mit der Sanierung des Hanges begonnen werden. Abschließend müssen noch die Gemeindestraße und der Wanderweg im beschädigten Abschnitt saniert werden“, erklärte Christoph Platzgummer, BH von Kufstein, die weitere Vorgangsweise.

Umliegende Wohnhäuser befinden sich nicht in der Gefahrenzone und sind auch weiterhin mit dem Auto erreichbar.