Geschichte Neues Landhaus

Vom Gauhaus zum Sitz der Tiroler Landesregierung

Vordergründig um die herrschende Raumnot zu beseitigen, vor allem aber als sichtbarer Ausdruck des Aufbruchs in eine neue Zeit und des Selbstbewusstseins der Tiroler NS-Führung unter Gauleiter Franz Hofer, errichtete man in den Jahren 1939/40 nach den Plänen der Architektenbrüder Walter und Ewald Guth einen Landhauserweiterungsbau, der die bestehenden Baulichkeiten zu einem geschlossenen Macht- und Regierungszentrum zusammenfügen sollte.
Während die staatlichen Stellen im Alten Landhaus verblieben, residierte die Parteileitung unter Gauleiter Hofer im neu erbauten Gauhaus.

Nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft schlug die französische Besatzungsmacht hier ihr Hauptquartier auf, ehe dann nach deren Abzug im Jahr 1955 Dienststellen der Tiroler Landesverwaltung ihr Zuhause fanden.

Im Bewusstsein um die Verantwortung für einen transparenten und offenen Umgang mit der Vergangenheit gab die Tiroler Landesregierung im gemeinsamen Interesse mit dem Tiroler Landtag im Jahr 2019 den Auftrag zur wissenschaftlichen Erforschung und Aufarbeitung der Geschichte dieses als Gauhaus errichteten und heute als Landhaus 1 bezeichneten Gebäudes.

Der daraufhin entstandene Bericht von Dr. Christian Mathies und Dr. Hilde Strobl informiert in umfassender Weise über Entstehung, Nutzung und erinnerungskulturellen Umgang mit diesem Gebäudekomplex und kann hier heruntergeladen werden.
Die Drucklegung einer erweiterten und umfangreich bebilderten Publikation ist geplant. 


Weitere Informationen

Download des Forschungsberichtes

Pressemeldung: "Aufarbeitung der Landhaus-Geschichte"