Fließer Sonnenhänge

Naturschutzgebiet Fließer Sonnenhänge

Auf Grund der besonderen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und des Vorkommens seltener, von der Ausrottung bedrohter Tier- und Pflanzenarten wurden die Fließer Sonnenhänge zum Naturschutzgebiet erklärt.

 

 

88.Verordnung

der Landesregierung
vom 18. September 2001
über die Erklärung der Fließer Sonnenhänge zum Naturschutz-gebiet (Naturschutzgebiet Fließer Sonnenhänge)

Aufgrund des § 20 Abs. 1 bis 3 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997, LGBI. Nr.33, zuletzt geändert durch das Gesetz LGBI. Nr. 14/2001, wird verordnet:

 § 1

(1) Die in der Anlage dargestellten, grün umrandeten Gebiete in der Gemeinde Fließ werden wegen der besonderen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und des Vorkommens seltener, von der Ausrottung bedrohter Tier- und Pflanzenarten und seltener Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren zum Naturschutzgebiet erklärt (Naturschutzgebiet Fließer Sonnenhänge).

(2) Die Anlage wird durch Auflegung zur öffentlichen Einsichtnahme beim Gemeindeamt Fließ, bei der Bezirkshauptmannschaft Landeck und bei der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung verlautbart.

(3) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 1,19 km2 und umfasst folgende Grundstücke oder Teile davon:

 

148, .159, .332, .333, .680, 1055/3, 1063/2, 1065, 1068/1, 1069, 1070, 1071, 1072, 1073, 1074, 1083/1, 1083/2, 1084, 1087, 1088, 1089, 1090, 1091, 1093,1094, 1095, 1096, 1097, 1098, 1099, 1100, 1101, 1102, 1103, 1104, 1105, 1106/1, 1106/2, 1107, 1108, 1109, 1110, 1111, 1113, 1114, 1115/1, 1115/2, 1118, 1119, 1120, 1121, 1122, 1123, 1124, 1125, 1126, 1128, 1129/2, 1131/1, 1131/2, 1132/1, 1133, 1134, 1135, 1136, 1137, 1138, 1139, 1140, 1141, 1142, 1143, 1144, 1145, 1146, 1147, 1148, 1149, 1150, 1151, 1152, 1153, 1154, 1155, 1156, 1157, 1164, 1165, 1166, 1167, 1168, 1171, 1172, 1173, 1174, 1175, 1176, 1177, 1198, 1199/1, 1199/2, 1200, 1201, 1203, 1204, 125, 1250, 1251, 1252, 1253, 1254/1, 1254/2, 1254/3, 1255/1, 1255/2, 1257, 1258, 1260, 1261, 1262, 1265/1, 1265/2, 1266, 1267, 1268, 1271/1, 1271/2, 1271/3, 1293, 1378,1414, 1415/1, 1418/1, 1419/1,1419/2, 1423, 1424, 1442, 1445, 1450, 1451, 1454, 1460/1, 1461, 1462, 1463, 1469/1, 1469/2, 1470, 1471, 1472, 1473, 1474, 1475, 1476, 1477, 1478, 1479/1, 1479/2, 1479/3, 1479/4, 1480/2, 1480/3, 2929, 2930/1, 2930/3, 2932, 2933, 2934, 2935, 2937/1, 2978, 2979, 2980, 2981, 3020, 3052, 3053, 3054, 3055, 3056, 3058, 3080, 3081, 3083,3084, 3085, 3086, 3087, 3088, 3089, 3090, 3092, 3093, 3094, 3095, 3096, 3097, 3098, 3100, 3103, 3104, 3105, 3108, 3109, 3110, 3113, 3121, 3123, 3125, 3129, 3131, 3132, 3133, 3236, 3663, 3665, 3684, 3685, 3688/1, 3690/1, 3690/2, 3690/3, 3691, 4311/9, 5491, 5516, 5517, 5518/1, 5521, 5522, 5523, 5524/2, 5525, 5526, 5530, 5559, 5638.

 

§ 2

Im Naturschutzgebiet ist, soweit § 3 nichts anderes bestimmt, verboten:

a) die Errichtung, Aufstellung und Anbringung von Anlagen sowie die Änderung von Anlagen, sofern die Interessen des Naturschutzes nach § 1 Abs. 1 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997 berührt werden;

b) der Neubau, der Ausbau und die Verlegung von
Straßen und Wegen;

c) die Errichtung von oberirdischen elektrischen Leitungsanlagen für Starkstrom sowie von Luftkabelleitungen;

d) Geländeabtragungen und Geländeaufschüttungen außerhalb eingefriedeter bebauter Grundstücke;

e) die Vornahme von Neuaufforstungen;

f) die Durchführung von Außenlandungen und Außenabflügen;

g) jede erhebliche Lärmentwicklung;

h) das Kampieren außerhalb von Campingplätzen;

i) die Verwendung von Giftstoffen in solcher Weise, dass dadurch der Tier- oder Pflanzenbestand beeinträchtigt oder gefährdet werden kann und

j) die Verwendung von Kraftfahrzeugen.

§ 3

Von den Verboten nach § 2 sind ausgenommen:

a) Maßnahmen der üblichen land- und fortwirtschaftlichen Nutzung sowie die Jagd und Fischerei, soweit dadurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird und § 4 nichts anderes bestimmt (§ 20 Abs. 3 erster Satz des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997);

b) die Errichtung von Weidezäunen;

c) die Errichtung von Heupillen und Hainzenhütten in Holzbauweise mit einer überbauten Fläche von höchstens 25 m2 und

d) die Verwendung von Kraftfahrzeugen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Instandhaltung oder Instandsetzung bestehender Wege und sonstiger Infrastruktureinrichtungen, wie Rundfunk- und Fernmeldeanlagen, Einrichtungen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen, Trinkwasser- und Abwasserleitungen udgl.

§ 4

Als Maßnahmen der üblichen land- und fortwirtschaftlichen Nutzung, die den Schutzzweck beeinträchtigen können, gelten:

a) die Verwendung von Pestiziden und die Ausbringung von mineralischem Dünger sowie, organischem Flüssigdünger; dies gilt nur für die in der Anlage rot schraffierten Teile des Schutzgebietes;

b) die Vornahme von Neuaufforstungen;

c) die Entfernung naturkundlich wertvoller Baumund Straucharten, wie Rosen, Schlehen, Kreuzdorn, Schneeball, Sanddorn, Weißdorn, Wacholder und markanter ganz oder teilweise abgestorbener Altbäume (Höhlenbäume) und

d) jede Änderung der bisher üblichen Art der Nutzung von Grundstücken.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit 1. Dezember 2001 in Kraft.

Der Landeshauptmann:
Weingartner

Der Landesamtsdirektor:
Arnold