Bericht zur geologischen Befundaufnahme L 76 Landecker Straße liegt vor

Bericht zur geologischen Befundaufnahme L 76 Landecker Straße liegt vor.

Kategorien: BH Landeck, LHStv Geisler, Verkehr, Sicherheit, Katastrophenschutz AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Die Übersichtskarte zur L 76 Landecker Straße.
Die Übersichtskarte zur L 76 Landecker Straße.

Nach einem Felsabbruch an der L 76 Landecker Straße südlich der Landecker Stadteinfahrt zu Beginn dieses Jahres hat die Landesstraßenverwaltung eine vertiefte geologische und geotechnische Begutachtung des als steinschlaggefährdeten Bereichs bekannten Straßenabschnitt zwischen Landeck und Fließ in Auftrag gegeben. Der detaillierte Bericht zu diesem Gutachten liegt nunmehr vor.

„Die Fakten liegen nun auf dem Tisch. Ich habe ich die Landesstraßenverwaltung bereits beauftragt, auf Basis dieser fundierten Risikoeinschätzung mit den Arbeiten und Planungen für den weiteren Schutz in den besagten Abschnitten zu beginnen“, erklärt Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler. Das Untersuchungsgebiet im Gutachten wurde für die Maßnahmenkonzeption in elf Abschnitte unterteilt. Bereits nächste Woche wird eine rund 20 Meter lange und zehn Meter hohe Böschung bei km 4,85 durch eine Felsvernetzung gesichert. Außerdem hat die Untersuchung gezeigt, dass etwa im Bereich zwischen km 1,0 und km 1,5 ungünstige Verhältnisse mit stark zerfurchten Felsen vorliegen. In diesem Bereich könnten sich kleinere, mittlere und auch größere Blockstürze ereignen.

„Einen Kernbereich von etwa 500 Metern werden wir hier durch ein massives Bauwerk schützen müssen“, erläutert Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße. Die Entscheidung, ob eine Galerie, ein Tunnel oder eine Kombination errichtet wird, ist noch offen. Aufgrund der ausgeprägten Schieferung und dem hohen Zerlegungsgrad des Gesteins gab es in der Vergangenheit immer wieder Block- und Steinschlagereignisse auf der L 76 im Bereich zwischen Landeck und Fließ.

Im Bericht wurden die bisherigen Schadensereignisse an der L 76 genau erhoben. Auch die bisherigen Sicherungsmaßnahmen an insgesamt 51 Stellen wurden exakt dokumentiert. Dabei wird deutlich, dass in den Jahren 2014 bis 2016 oberhalb der L 76 um 1,5 Millionen Euro umfangreiche Sicherungsarbeiten durchgeführt und Blocksicherungen, Felsvernetzungen und Steinschlagschutzzäune angebracht wurden.

Die Gemeinden Landeck und Fließ wurden über die Kernaussagen des geologischen Berichts bereits informiert, eine Präsentation der Detailergebnisse und Besprechung über die weitere Vorgangsweise wird in Kürze folgen. „Wir werden alle weiteren Schritte in Abstimmung mit den regionalen Verantwortlichen vornehmen“, so Christian Molzer.