LRin Palfrader präsentiert Neuerungen der Wohnbauförderung

Info-Veranstaltung für leistbares Wohnen in Landeck

Kategorien:  Wohnbau LRin Palfrader BH Landeck AutorIn: Elisabeth Huldschiner
LRin Beate Palfrader präsentierte die Neuerungen der Wohnbauförderung mit (v.li) BH Markus Maaß, Bgm Wolfgang Jörg und Abteilungsvorstand Otto Flatscher.
LRin Beate Palfrader präsentierte die Neuerungen der Wohnbauförderung mit (v.li) BH Markus Maaß, Bgm Wolfgang Jörg und Abteilungsvorstand Otto Flatscher.

Unter dem Motto „Tirol Zuhause“ – Neuerungen der Tiroler Wohnbauförderung lud Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader im Rahmen einer tirolweiten Bezirkstour zu einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung nach Landeck ein.

Inhalt waren unter anderem die Verbesserungen und die aktuellen Vorhaben im Bereich der Wohnbauförderung. „Das Land Tirol investiert dieses Jahr 328 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen für das Wohnen – das sind fast 900.000 Euro pro Tag“, erklärte LRin Palfrader.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Information über die neue Wohnbauförderung, das 5-Euro-Wohnen, die neu gestaltete Mietunterstützung sowie die Verlängerung der Sanierungsoffensive. Neben LRin Palfrader erläuterte BH Markus Maaß die Wohnsituation im Bezirk Landeck: „Als Dauersiedlungsraum stehen im Bezirk Landeck nur acht Prozent der Gesamtfläche des Bezirkes, das sind ca. 127 km², zur Verfügung. Dementsprechend hoch sind die Grundstückspreise. Leistbares Wohnen ist deshalb im Bezirk Landeck ein Thema, das besonders junge Familien beschäftigt. Ich finde daher die Wohnbauoffensive des Landes Tirol sehr wichtig und hilfreich.“

Und Bgm Wolfgang Jörg ergänzte: „Die Wohnungssituation ist natürlich immer wieder ein Thema und leider haben wir in einigen Anlagen einen Investitionsstau. Trotzdem schaffen wir es, dem Wohnbedarf Schritt für Schritt nachzukommen. Eine Wohnbauoffensive ist natürlich sehr hilfreich dabei. Auffällig ist dabei zu beobachten, dass der Wunsch nach Eigentum immer größer wird. In Zusam-menarbeit mit einem Wohnbauträger gelang es uns ein tolles Projekt, bei dem neben Mietwohnungen auch Eigentumswohnungen errichtet werden, deren Vergaberecht die Stadtgemeinde hat. Dieses Projekt befindet sich bereits im Bau. Gerade in Richtung Eigentum bzw. Mietkauf möchten wir auch in Zukunft noch weitere Projekte vorantreiben.“

5-Euro-Wohnprojekte in Tirol

In zahlreichen Bezirken wurden bereits 5-Euro-Wohnprojekte umgesetzt. Weitere sind in Planung. „Wir schaffen dadurch erschwinglichen Wohnraum, was für junge Familien besonders wichtig ist“, betonte LRin Palfrader. Im Vorfeld der Informationsveranstaltung für BürgerInnen fand auch eine Konferenz für BürgermeisterInnen der Bezirke Imst und Landeck statt. LRin Palfrader: „Wir wollen den Gemeindevertreterinnen und -vertretern zeigen, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt.“ Ausschlaggebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken.

Die Änderungen in der Wohnbauförderung

Detailliert berichtete LRin Palfrader über die verschiedenen Änderungen in der Wohn-bauförderung, die seit Jänner 2019 in Kraft sind. So wurde sie sowohl bei Miet- wie bei Eigentumswohnungen erhöht. „Beim Kauf einer neu errichteten Eigentumswohnung wird das für die Menschen besonders spürbar – die maximale Förderung beläuft sich auf 126.500 Euro“, betonte LRin Palfrader. „Damit wird die Leistbarkeit des Wohnens weiterhin gewährleistet und die Schaffung von Eigentum unterstützt.“ Bei Mietwohnungen fließt die Wohnbauförderung an die Errichtungsgesellschaft, die in Folge einen niedrigeren Mietzins verlangt. Auch wurde mit Jänner 2019 die Mietunterstützung sozial treffsicherer und vor allem für Familien stark erhöht. Das Kernstück bei der neuen Mietzinsbeihilfe ist die tirolweit einheitliche Wartezeit von zwei Jahren und die Anhebung des Freibetrages. „Das heißt, alle Menschen werden gleich behandelt. Diese Forderung besteht seit Jahren und wird nun von den Gemeinden umgesetzt“, erklärte Otto Flatscher, Vorstand der Abteilung Wohnbauförderung.

Unterstützung beim Bau von Alten- und Pflegeheimen

Auch die Errichtung von Alten- und Pflegeheimplätzen wird im Rahmen der Wohnbauförderung massiv erleichtert, da die Unterstützung für die betreibenden Gemeinden spürbar erhöht wird.

Verlängerung der Sanierungsoffensive

Die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive wurde ebenfalls im Rahmen des Wohnbaupakets um ein Jahr verlängert, sodass Maßnahmen wie Fenster- und Hei-zungstausch oder eine neue Dachdämmung weiterhin erhöht gefördert werden. LRin Palfrader: „Sanierungsmaßnahmen wie diese helfen, Kosten und Energie zu sparen sowie CO2-Emissionen zu reduzieren. Das Land übernimmt dabei bis zu 30 Prozent der förderbaren Sanierungskosten.“