Murenereignis im Bezirk Landeck

Weiterer Erkundungsflug für frühen Vormittag anberaumt

Kategorien: BH Landeck, LH Platter, Lawinen/Muren/Hochwasser AutorIn: Bettina Sax

Nachdem sich die Einsatzkräfte nach dem Murenereignis im Bezirk Landeck ein erstes Bild vom Schadensausmaß machen konnten, begannen gestern Abend noch die umfangreichen Aufräumungsarbeiten im Schadensgebiet durch Feuerwehrkräfte und private Personen. Der stellvertretende Bezirkshauptmann Sigmund Geiger hält fest: „Zum Glück wurde bei diesem Ereignis niemand ernsthaft verletzt.“

Hauptbetroffen ist die Gemeinde Pettneu am Arlberg. „Sowohl im Bereich Gridlon, als auch im Bereich Schnanner Dorfbach haben die dortigen Wildbachverbauungen und Auffangbecken weit Schlimmeres verhindert“, so BHStv Geiger. Vor allem im Bereich des Schnanner Dorfbaches standen Keller unter Wasser, Hausfassaden wurden beschädigt. Zudem hat eine Mure auch die Rosanna kurzzeitig verlegt, das Bahngleis beschädigt und Rosanna zurückgestaut und dadurch das Gewerbegebiet in Schnann und auch weitere Felder zumindest teilweise unter Wasser gesetzt. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte die Rosanna noch am Abend wieder frei abfließen. „Der schnelle und beherzte Einsatz der Einsatzkräfte ringt mir großen Respekt ab. Jedem Einzelnen möchte ich im Namen des Landes von Herzen danken“, so Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Insgesamt standen bis weit in die Nacht 180 Feuerwehrleute aus sämtlichen Gemeinden des Stanzertales von Kappl über Pians bis Landeck, Grins, St. Anton etc. im Schadensgebiet im Einsatz.

Heute am frühen Vormittag wird ein weiterer Erkundungsflug von Experten des Baubezirksamtes und der Wildbach- und Lawinenverbauung mit dem Landeshubschrauber durchgeführt. Im Laufe des Vormittages wird sich auch die Tiroler Landesregierung ein genaues Bild der Ausmaße des Murenereignisses bei einem Lokalaugenschein vor Ort machen. Weitere Updates folgen.