Nach Steinschlag L 19 Serfauser Straße gesperrt

Serfaus, Fiss und Ladis auf Straßenweg derzeit nicht erreichbar.

Kategorien: BH Landeck, Verkehr, Sicherheit, Lawinen/Muren/Hochwasser, Katastrophenschutz AutorIn: Rainer Gerzabek
Aus dieser Felswand oberhalb der Serfauser Straße drohen weitere rund 5.000 Kubikmeter Gestein abzustürzen.
Aus dieser Felswand oberhalb der Serfauser Straße drohen weitere rund 5.000 Kubikmeter Gestein abzustürzen.
In der betroffenen Felswand haben sich mächtige, bis in die Tiefe reichende Risse gebildet.
In der betroffenen Felswand haben sich mächtige, bis in die Tiefe reichende Risse gebildet.

Nach einem Steinschlag oberhalb der L 19 Serfauser Straße bei Kilometer 0,8 muss dieser Verkehrsweg auf unbestimmte Zeit gesperrt werden. Somit sind derzeit die Gemeinden Serfaus, Fiss und Ladis auf der Straße nicht erreichbar. Bis zum Wochenende wird versucht, die L 286 Ladiser Straße als Ersatz-Zufahrt für das Sonnen-Plateau wiederherzustellen. Die Ladiser Straße ist nach einem Felssturz zwischen Ried im Oberinntal und Ladis seit 24. Jänner 2018 für den Verkehr gesperrt.

„Tirol erlebt seit Weihnachten eine Serie von Felsstürzen und Hangrutschen auf Landesstraßen, die in der extremen Wetterlage ihre Ursache haben. Unsere Fachleute arbeiten rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Verkehrswege und ihrer Sicherheit. Das wird auch beim aktuellen Felssturz-Einsatz an der Serfauser Straße der Fall sein“, betont LH Günther Platter.

Der Landeshauptmann weiters: „Aktuell wird bereits hart an der Öffnung eines Not-wegs gearbeitet, damit die Versorgung der Gäste und der Bevölkerung gewährleistet werden kann.“

Weitere 5.000 m³ Gestein drohen abzustürzen

 „Weil Steine bereits großen Schaden im Wald oberhalb der Serfauser Straße angerichtet hatten, wurde heute, Montagfrüh, die gesamte Straße gesperrt. In einer Felswand oberhalb des Waldes drohen weitere 5.000 Kubikmeter Gestein abzustürzen. Die betroffene Felsnase drückt bereits derart nach außen, dass es tiefe Risse im Gestein gegeben hat“, erklärte Landesgeologe Werner Thöny nach seinem Lokalau-genschein vor Ort.

Derzeit beraten die Bürgermeister der Gemeinden Fiss, Serfaus und Ladis gemeinsam mit Experten der Landesstraßenverwaltung, der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei über weitere Maßnahmen.

Notweg wird errichtet

„Da die Sperre der Serfauser Straße noch längere Zeit andauern wird und zuerst das absturzgefährdende Gestein abgetragen werden muss, soll so schnell wie möglich ein einspuriger Notweg zwischen Prutz und Ladis für Versorgungs- und Notfahrten mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen geöffnet werden“, teilte Siegmund Geiger, Leiter des Referats Sicherheit und Verkehr der BH Landeck mit.

„Wir versuchen, bis zum Wochenende dann die Ladiser Straße wieder für den gesamten Verkehr freizubekommen und somit eine Grunderreichbarkeit des Sonnenplateaus sicherstellen zu können.“