Ortszentrum in Prutz feierlich eröffnet

LHStvin Felipe: „Begegnungszonen als Zukunftskonzept für verkehrssichere Ortszentren!“

Kategorien:  Sicherheit Verkehr LHStvin Felipe BH Landeck AutorIn: Maximilian Brandhuber
V.li.: Bgm von Umhausen Jakob Wolf, Architektin Ursula Faix, Bgm von Prutz Heinz Kofler, LHStvin Ingrid Felipe, Christian Molzer (Abteilungsvorstand Verkehr und Straße des Landes Tirol) sowie Prozessbegleiter Georg Mahnke bei der offiziellen Eröffnung.
Das neue Ortszentrum in Prutz im Oberinntal wurde festlich eröffnet.

Der Ortskern der Gemeinde Prutz erstrahlt in neuem Glanz: Eine Begegnungszone, entstanden durch die Neugestaltung des Dorfplatzes sowie dem neuen „Innopark“ bestehend aus Dorfcafé, Büros für Startups und einer Bankfiliale, belebt künftig das Zentrum der Gemeinde im Oberinntal. Heute, Sonntag, wurde das neue Ortszentrum in Prutz, die als erste Gemeinde in Tirol auf einer Landesstraße eine solche Begegnungszone nun vorweist, feierlich eröffnet. Die Gesamtkosten des Projektes – getragen von Gemeinde und Land – belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.

LHStvin Ingrid Felipe betonte im Rahmen der Eröffnung: „Ich freue mich, dass wir heute diesen Lebensraum des Miteinanders und des guten Zusammenlebens feierlich ‚dem Alltag‘ übergeben können. Ich bin mir sicher, dass dieses Projekt das Gemeindeleben bereichern und hier ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt entstehen wird.“ Gleichzeitig hob die für Verkehr zuständige LHStvin vor allem die Verkehrssicherheit, die mit den Umbaumaßnahmen verbessert wurde hervor: „Wir leben in sehr schnelllebigen Zeiten. Ein gegensätzliches Rezept kann die Gemeinden für die Zukunft rüsten: Nicht mehr Tempo, sondern mehr verkehrsberuhigte und -sichere Ortszentren sind es, die das Potenzial haben, wieder zu Aufenthalts- und Wirtschaftsräumen zu werden und aufgrund ihrer kurzen Wege die Nahversorgung mit Schulen, Kindergärten oder betreuten Wohnformen an Attraktivität gewinnen.“

Prutz als Pioniergemeinde

Mit der ersten Begegnungszone auf einer Landesstraße geht die Pioniergemeinde Prutz als Vorzeigebeispiel voran. „Nach umfassender Prüfung, ob sich das Ortszentrum und die Kaunertaler Landesstraße L18 als Begegnungszone eignen, wurde mittels BürgerInnenbeteiligungsverfahren, das gemeinsam von Ursula Faix und Georg Mahnke begleitet wurde, die Prutzer Bevölkerung informiert. Anschließend wurde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt erarbeitet und umgesetzt“, ist Bürgermeister Heinz Kofler über die Vorreiterrolle und den Rückhalt seitens der Bevölkerung seiner Gemeinde erfreut.

Begegnungszone bietet zahlreiche Vorteile

Die Hauptziele des Vorhabens waren, neben der Steigerung der Verkehrssicherheit, die Aufwertung des öffentlichen Raums und der Lebensqualität. Zudem wurden gemeinsam mit der Bevölkerung, den Wirtschaftstreibenden, der örtlichen Kaufmannschaft und der Gemeindevertretung tragfähige Lösungen für den öffentlichen Raum in Form von Planungsgrundsätzen in schriftlicher Form entwickelt. Davon ist auch die renommierte Architektin Faix, deren Architekturbüro von der Gemeinde mit der Planung beauftragt wurde, überzeugt: „Jeder Euro, der in eine gute geplante Neugestaltung des öffentlichen Raums investiert wird, kommt mannigfaltig zurück. Der soziale Zusammenhalt in der Gemeinde wird gestärkt, die Bevölkerung ist stolz auf ihr Dorf und die Lebensqualität aller wird erhöht. Zusätzlich geht der Leerstand zurück und es entstehen nutzbare Wohn- und Wirtschaftsflächen.“

Großes Fest in Prutz

Heute, Sonntag, wurde der neu gestaltete Ortskern festlich eröffnet. Neben einem Landesüblichen Empfang und einer Feldmesse wurde die Veranstaltung mit einem Frühschoppenkonzert der Musikkapelle Prutz musikalisch umrahmt. „Man spürt die große Freude, die das einzigartige Projekt ausgelöst hat. An dieser Stelle möchte ich mich erneut bei allen Beteiligten für ihr Engagement und vor allem bei der Prutzer Bevölkerung für das bereitwillige Mitwirken bedanken“, ist Bgm Kofler über die gelungene Eröffnung erfreut.