Konzepte

Verschiedene Ansätze für die Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung existieren. 

  • Die Ökologie wird als übergeordnetes System gesehen, in dem sich die Gesellschaft entwickelt und aus der widerum die Wirtschaft als ein Teilsystem entsteht. Dieses Verständnis geht davon aus, dass die natürliche Umwelt langfristig stabile Lebensbedingungen auf der Erde sichert und damit einen Entwicklungskorridor bildet. Die Umsetzung wirtschaftlicher und sozialer Ziele ist an diesen Korridor gebunden. An diesem Modell orientiert sich der Ökologische Fußabdruck, das Leitplankenmodell oder das Umweltraum-Konzept. Diesen Ansatz legten die Wissenschaftler des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie der bekannten Studie „Zukunftsfähiges Deutschland. Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung“ (1998) zu Grunde.
  • Ökologie, Ökonomie und Soziales sind gleichrangig. Auf diesem Ansatz basiert das „Drei-Säulen-Modell“, das wesentlich von der deutschen Industrie mitgeprägt wurde. Es besagt, dass Nachhaltigkeit nicht nur das Naturerbe umfasst, das wir an die nächsten Generationen weitergeben, sondern auch wirtschaftliche Errungenschaften sowie soziale Institutionen unserer Gesellschaft (wie demokratische Willensbildung oder friedliche Konfliktregelung).

  • Der integrierte Nachhaltigkeitsansatz. Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft bilden die Basis der Nachhaltigkeit. Da b) zu wenig die gegenseitige Abhängigkeit und Wechselwirkung der drei Bereiche widerspiegelt und auch nicht dem Vertrag von Amsterdam (1997) gerecht wurde, Umweltpolitik als Querschnittspolitik in alle Politikbereiche zu integrieren, geht der integrierte Ansatz einen Schritt weiter. Er geht von der Gleichwertigkeit und Vernetzung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen aus und berücksichtigt die notwendige Ressourcenschonung gleichermaßen als limitierenden wie auch als Impuls gebenden und Innovation fördernden Faktor. Von den drei isolierten Säulen wird zu einem Dreiecksdiagramm oder drei sich überschneidende Kreise übergegangen.