Buchautoren übergeben Ausgabe an Landtagspräsident van Staa

Tiroler Eisenbahngeschichte: „Von Ost nach West durch Alt-Tirol“

Kategorien:  Landtag
(von links): die Buchautouren Helmut Pawelka und Angela Jursitzka mit LTP Herwig van Staa
(von links): die Buchautouren Helmut Pawelka und Angela Jursitzka mit LTP Herwig van Staa

Das Autorenteam Angela Jursitzka und Dr. Helmut Pawelka vollendeten vor kurzem mit ihrem dritten Eisenbahnbuch eine Trilogie der großen Eisenbahnen Tirols. Eine Ausgabe des aktuellen dritten Bandes mit dem Titel „Von Ost nach West durch Alt-Tirol“ übergaben sie dem Tiroler Landtagspräsidenten Herwig van Staa, der sich sichtlich darüber freute: „Ein herzliches Dankeschön an die beiden Autoren für dieses eindrucksvolle, überaus sorgfältig recherchierte Werk mit spektakulären Bildern und einer beeindruckenden Informationsdichte, das – passend zum heurigen Gedenkjahr – auch der Bedeutung der Bahn im Ersten Weltkrieg eine breiten Raum widmet “.

Zum Buchinhalt:

Zwei Ost-West-Magistralen führen durch Alt-Tirol. Details ihrer Chronik schließen jetzt eine Lücke der Eisenbahngeschichte über die Grenzen des heutigen Tirols hinaus. Nördlich die Salzburg-Tiroler Bahn (Giselabahn) mit ihrer Fortsetzung über den Arlberg als Konkurrenz zur südlichen Verbindung, der Pustertalbahn. Eröffnet 1871, mündet sie nach einer langen Fahrt durch Ost- und Südtirol bei Franzensfeste in die Brennerbahn nach Bozen. Weiter geht es auf der Strecke Bozen–Meran und mit der Vinschgaubahn nach Mals. Eine Anbindung in die Schweiz kam nie zustande, und vom Fragment „Reschenbahn“ Landeck–Mals ist nichts mehr zu sehen.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Pustertalbahn das wichtigste Transportmittel für die in unmittelbarer Nähe verlaufende Dolomitenfront. Zwischen 1943 und 1945 erlangte vor allem die Brennerlinie, aber auch die Pustertalbahn unter der späteren Bezeichnung „Brennerschlacht“ traurige Berühmtheit.

Auch das Geschehen um den Bahnbau der Giselabahn beweist, dass sie seit 1875 kein Merkmal einer Gebirgsbahn vermissen lässt. Insgesamt beschäftigte sich das Tiroler Autorenteam mit nahezu jedem Haltepunkt entlang der gesamten Bahnlinien, sowie mit den Meilen und Metern vom Unter- bis zum Oberbau. Die Architekten erhalten ihre verdiente Anerkennung wie die Bauarbeiter und Eisenbahner. Stets war es ein langer Weg zum Ziel, oft mit Gulden gepflastert. Der Arlberg, die letzte Hürde, wurde im erst Jahr 1884 bezwungen.

Damit endet die Bahnreise von Ost nach West mit 281 Fotos und 192 aufschlussreicher Seiten. Bereits erschienen bei Publikation Alba sind „Tirols Schienenweg in den Süden“, 2007 und „Bahn im schroffen Fels“, 2011.