Erlebte Demokratie

„Social Media“ Schwerpunkt bei neunter Demokratielandschaft des Tiroler Landtages

Kategorien:  Landtag AutorIn: Maximilian Oswald
Stephanie Polzinger vom InfoEck (3.v.re.) und Hans-Peter Seewald von der Landespolizeidirektion Tirol (4.v.re.) diskutierten mit den SchülerInnen im Workshop "Informationen im Netz" unter anderem über den Wahrheitsgehalt von vermeidlichen Nachrichten auf Sozialen Medien.
Stephanie Polzinger vom InfoEck (3.v.re.) und Hans-Peter Seewald von der Landespolizeidirektion Tirol (4.v.re.) diskutierten mit den SchülerInnen im Workshop "Informationen im Netz" unter anderem über den Wahrheitsgehalt von vermeidlichen Nachrichten auf Sozialen Medien.
Auch Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Parteien beteiligten sich an den Workshops. Im Bild Abg. Andreas Leitgeb (1.v.re.) und Abg. Elisabeth Blanik (2.v.re.).
Auch Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Parteien beteiligten sich an den Workshops. Im Bild: LA Andreas Leitgeb (1.v.re.) und LA Elisabeth Blanik (2.v.re.).
SchülerInnen im Landtagssitzungssaal, dem zentralen Ort der Tiroler Demokratie.
SchülerInnen im Landtagssitzungssaal, dem zentralen Ort der Tiroler Demokratie.

Die Demokratielandschaft Tirol bietet jungen BürgerInnen ab der vierten Klasse Volksschule die einzigartige Gelegenheit, in altersspezifisch gestalteten Workshops demokratische Strukturen und das heimische politische System besser verstehen zu lernen, aber auch ihre Sicht der Dinge darlegen zu können. Bereits zum neunten Mal stand eine ganze Woche im Zeichen der erlebbaren Demokratie.

„Dass Jugendliche politisch desinteressiert sind, halte ich für einen Mythos – das Gegenteil können wir aktuell etwa bei der „Fridays for Future“-Bewegung beobachten; und so hat es mich auch nicht überrascht, aber dennoch umso mehr gefreut, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler bei den Workshops der Demokratielandschaft mitgearbeitet und diskutiert haben“, zeigte sich LTPin Sonja Ledl-Rossmann begeistert.

Social Media: Chancen und Risiken

Insgesamt 16 Klassen aus Tiroler Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Polytechnischen Lehrgängen, Fachberufsschulen, Berufsbildenden Höheren Schulen und Gymnasien waren bei der Demokratielandschaft im Tiroler Landtag zu Gast.

Der Schwerpunkt lag dabei auf dem auch politisch sehr relevantem Thema „Social Media“. Viele Jugendliche konsumieren mehrmals am Tag unterschiedliche Medien wie Facebook, Instagram oder WhatsApp. Der Zugang zu Informationen ist dabei sehr niederschwellig, zugleich besteht jedoch die Gefahr, „Fake News“ nicht als das zu erkennen, was sie sind. Bereits während des Schuljahrs 2018/19 wurde das Thema im Unterricht der teilnehmenden Klassen thematisiert. Am Schwerpunkttag der Demokratielandschaft konnten sich die SchülerInnen dann mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik über die Chancen und Risiken von Sozialen Medien austauschen – auch, um ihren kritischen Blick für die Zukunft zu schärfen.

Landtag – was passiert da eigentlich?

Auch in den Workshops zu den Themen Landtag, Europäische Union sowie Kinder- und Jugendrechte wurde rege diskutiert. Es galt etwa die Fragen, „Welche Aufgaben hat der Landtag?“, „Wie gestaltet das Land Tirol seine Arbeit in der EU?“ oder „Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche und wo sind sie verankert?“ zu klären. Dabei erarbeiteten sich die 10- bis 18-Jährigen unter fachlicher Moderation eine Expertise, die sie dann den anderen TeilnehmerInnen in Form eines Film- oder Zeitungsbeitrages präsentieren konnten. Auf der Webseite Externer Link www.demokratielandschaft.at/vermittlungskonzepte/demokratielandschaft-tirol können die Ergebnisse nachgelesen und angesehen werden.

„Es ist beeindruckend, mit welcher Begeisterung hier Demokratie im wahrsten Sinne erlebt und vor allem gelebt wird. Von Formaten wie der Demokratielandschaft Tirol profitieren nicht nur die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, sondern auch alle, die mit diesen hochmotivierten jungen Menschen in den letzten Tagen zusammenarbeiten durften. Der ungezwungene Austausch mit der Jugend tut gut und eröffnet neue Blickwinkel“, ist LTPin Ledl-Rossmann überzeugt.