Jugendbeteiligung in den Alpen stärken

LTPin Ledl-Rossmann am EUSALP-Jahresforum

Kategorien:  Landtag AutorIn: Maximilan Oswald, MA
Die Delegierten der 48 Alpenregionen.
Die Delegierten der 48 Alpenregionen.
LTPin Sonja Ledl-Rossmann, Raffael Cattaneo (Lombardei) und Cécile Bigot (Provence-Alpes-Côte d’Azur) stellen die Schwerpunkte der vergangenen (Tirol), aktuellen (Lombardei) und künftigen Präsidentschaft (Frankreich) der EUSALP vor.
LTPin Sonja Ledl-Rossmann, Raffael Cattaneo (Lombardei) und Cécile Bigot (Provence-Alpes-Côte d’Azur) stellen die Schwerpunkte der vergangenen (Tirol), aktuellen (Lombardei) und künftigen Präsidentschaft (Frankreich) der EUSALP vor.
LTPin Ledl-Rossmann betonte die Bedeutung einer ausgeprägten Jugendbeteiligung in der EUSALP.
LTPin Ledl-Rossmann betonte die Bedeutung einer ausgeprägten Jugendbeteiligung in der EUSALP.

Heute, Donnerstag, 28. November, nahm Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann am dritten Jahresforum der EU-Strategie für den alpinen Raum (EUSALP) in Mailand teil. Dort repräsentierte sie Tirol als Teil der Trio-Präsidentschaft (2018: Tirol, 2019: Lombardei, 2020: Frankreich). Im Rahmen der Generalversammlung bezog Ledl-Rossmann Stellung zu gemeinsamen Herausforderungen im Alpenraum und hob die Bedeutung einer verstärkten Jugendbeteiligung an politischen Entscheidungsprozessen hervor.

Klimawandel und Verkehr betreffen den gesamten Alpenraum

Mit über 80 Millionen Einwohnern ist der Alpenraum einer der größten Lebens-, Natur-, Wirtschafts- und Produktionsräume in Europa. Durch seine einzigartigen geographischen und natürlichen Merkmale ist der Alpenraum jedoch mit einigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts besonders konfrontiert – etwa hinsichtlich Klimawandel oder auch Zunahme des Transits. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass sich die betroffenen Regionen entsprechend vernetzen und gemeinsam diesen Herausforderungen stellen.

Um diese Kooperation zu forcieren, wurde die EU-Strategie für den Alpenaum 2015 ins Leben gerufen. Sieben Staaten und 48 Regionen sind darin vertreten. In neun spezialisierten Aktionsgruppen erarbeiten ExpertInnen Lösungskonzepte, die sowohl auf Makro- wie auch auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Tirol bringt sich etwa im Bereich nachhaltiger Verkehrslösungen für den Alpenraum ein. Zudem finden jährlich ein bis zwei Konferenzen statt, bei denen die Ergebnisse aus den Aktionsgruppen vorgestellt und diskutiert werden sowie die gemeinsame Strategie für die EUSALP vorgegeben wird. Hier sieht LTPin Ledl-Rossmann großes Potential für die verstärkte Einbindung von jungen AlpenbewohnerInnen.

Gemeinsam mit der Jugend den Alpenraum gestalten

„Der Dialog unter den Generationen ist eine wesentliche Voraussetzung, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Auf politischer Ebene unterhalten sich aber zumeist nur Erwachsene mit Erwachsenen, weshalb es wichtig ist, dass die Stimme junger Menschen in Gremien wie der EUSALP mehr Gehör findet“, betonte LTPin Ledl-Rossmann in ihrer Stellungnahme. Dabei dürfe es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben, sondern konkrete Maßnahmen – etwa die Einbindung von eigenen Jugenddelegierten in die Arbeit der EUSALP – müssten folgen.

„Tirol hat hier in seiner Präsidentschaft 2018 schon Akzente gesetzt. Unter dem Motto ‚shaping.future.together – with the next generation‘ wurde die Bedeutung einer verstärkten Jugendeinbindung hervorgehoben und entsprechende Formate entwickelt, etwa der Ideenbewerb ‚pitch your project‘. Ich hoffe, dass dieser Weg von den kommenden Präsidentschaften weiterverfolgt wird“, so LTPin Ledl-Rossmann abschließend.

Weitere Informationen zur EUSALP: www.tirol.gv.at/tirol-europa/eu-alpenstrategie/ bzw. Externer Link www.alpine-region.eu/