SchülerInnenparlament gesetzlich verankert

Allparteienantrag einstimmig angenommen

Kategorien:  Landtag AutorIn: Maximilian Oswald
Die ErstunterzeichnerInnen (v.li.) LTVP Toni Mattle, KO Markus Abwerzger, LA Sophia Kircher, LTPin Sonja Ledl-Rossmann, KO Dominik Oberhofer, KO Andrea Haselwanter-Schneider, LTVPin Stephanie Jicha und LA Elisabeth Fleischanderl freuen sich über die breite Zustimmung zur gesetzlichen Verankerung des SchülerInnenparlaments.
Die ErstunterzeichnerInnen (v.li.) LTVP Toni Mattle, KO Markus Abwerzger, LA Sophia Kircher, LTPin Sonja Ledl-Rossmann, KO Dominik Oberhofer, KO Andrea Haselwanter-Schneider, LTVPin Stephanie Jicha und LA Elisabeth Fleischanderl freuen sich über die breite Zustimmung zur gesetzlichen Verankerung des SchülerInnenparlaments.
Die Beschlüsse des SchülerInnenparlaments bekommen künftig eine noch größere Reichweite.
Die Beschlüsse des SchülerInnenparlaments bekommen künftig eine noch größere Reichweite.

Das Parlament der Tiroler SchulsprecherInnen und Mitglieder der Landesschülervertretung tagt bereits seit einigen Jahren im Plenarsaal des Tiroler Landtages – jedoch bis dato ohne rechtliche Verankerung. Diese wurde heute, 5. Februar 2020, im Zuge der aktuellen Landtagssitzung geschaffen. Mit dem von allen Fraktionen unterstützten Dringlichkeitsantrag wird die Geschäftsordnung des Tiroler Landtages nun um einen neuen Abschnitt zur Abhaltung des SchülerInnenparlaments ergänzt.

„Im Rahmen des SchülerInnenparlament lernen die Jugendlichen nicht nur viel über die Funktion von legislativen Institutionen, sie erarbeiten hier auch Konkretes für ihren schulischen Alltag,“ so LTPinSonja Ledl-Rossmann. „Die Aufnahme in unsere Geschäftsordnung ist nicht nur ein symbolischer Akt, der die Wichtigkeit des SchülerInnenparlaments betont; vielmehr soll die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen und dem Tiroler Landtag dadurch weiter gestärkt werden.“

Beschlüsse künftig mit größerer Reichweite

Denn die von den jungen ParlamentarierInnen verabschiedeten Beschlüsse werden nicht nur für die Arbeit der SchülerInnenvertretungen herangezogen, sondern auch an das Büro der Landtagspräsidentin übermittelt werden. Je nach Thema werden sie von dort einem Ausschuss, Mitgliedern der Landesregierung oder auch der Bildungsdirektion weitergeleitet. Damit bekommen die Anliegen der SchülerInnen zum einen eine deutlich größere Reichweite, zum anderen erfahren die PolitikerInnen, was den Jugendlichen in puncto Schule unter den Nägeln brennt.

Breite Unterstützung – über alle Parteigrenzen hinweg

Die Absicht, das SchülerInnenparlament rechtlich aufzuwerten, fand in allen Fraktionen große Zustimmung. Neben Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und ihren PräsidiumskollegInnen Toni Mattle und Stephanie Jicha traten auch die Klubobleute Markus Abwerzger, Andrea Haselwanter-Schneider und Dominik Oberhofer sowie die Abgeordneten Sophia Kircher und Elisabeth Fleischanderl als ErstunterzeichnerInnen des Dringlichkeitsantrages auf, der im Plenum einstimmig angenommen wurde.

Über das Tiroler SchülerInnenparlament

Zwei- bis dreimal im Jahr kommen die SchulsprecherInnen der heimischen AHS, BMHS und der Berufsschulen sowie die Mitglieder der Landesschülervertretung in den Tiroler Landtag, um im historischen Plenarsaal über selbst erarbeitete Anträge mit bildungspolitischem Inhalt zu diskutieren und abzustimmen. Künftig wird diese Runde um VertreterInnen der land- sowie forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ergänzt.