Agrargemeinschaftliche Grundstücke


Die gesetzliche Definition für agrargemeinschaftliche Grundstücke lautet:

"Agrargemeinschaftliche Grundstücke im Sinne dieses Gesetzes sind Grundstücke, die von allen oder mehreren Mitgliedern einer Gemeinde oder von Mitgliedern einer Nachbarschaft, einer Interessentschaft, einer Fraktion oder einer ähnlichen Mehrheit von Berechtigten kraft einer mit einer Liegenschaft (Stammsitzliegenschaft) verbundenen oder einer persönlichen (walzenden) Mitgliedschaft gemeinschaftlich und unmittelbar für land- und forstwirtschaftliche Zwecke auf Grund alter Übung genutzt werden. Als gemeinschaftliche Nutzung gilt auch eine wechselweise sowie eine nach Raum, Zeit und Art verschiedene Nutzung."

Die Kriterien - alte Übung, Widmung, Mehrheit von Berechtigten - gemeinschaftliche Nutzung, Nutzung für land- und forstwirtschaftliche Zwecke, unmittelbare Nutzung - müssen im Streitfall alle vorliegen, wenn von einem agrargemeinschaftlichen Grundstück gesprochen werden soll.