Bausteine der Dorferneuerung

IMPULSE

Heiliggeiststraße in Innsbruck bei Sonnenaufgang

Generelle Konzepte und Planungen für unterschiedliche Problemstellungen des ländlichen Raumes sowie Aktivitäten und Veranstaltungen im Sinne einer umfassenden nachhaltigen Entwicklung. Impulse in Bereichen der Dorferneuerung, SOG (Stadt- u. Ortsbildschutzgesetz) und LA21 (Lokale Agenda 21) werden dadurch ermöglicht.

Die Themenpalette ist vielfältig:

  • Motivation der Bürgerinnen und Bürger für Gemeindeangelegenheiten
  • Beteiligung Jugendlicher an Entscheidungsprozessen
  • Einbeziehung der Schulen, Universität usw.

INFRASTRUKTUR

Türen aus Tirol

Förderung von Wettbewerben, Konzepten und Planungen von Hoch- und Tiefbauaufgaben der Gemeinden bzw. privater Vorhaben im öffentlichen Interesse. Dies können Sanierungen oder Neubauten von Kindergärten, Schulen, Vereinsräumlichkeiten, Gemeindezentren, Feuerwehrhäuser, Errichtung von Sozialzentren usw. sein. Die Dorferneuerung wirkt in diesem Aufgabenfeld als Partnerin der Gemeinden einerseits durch die Bereitstellung von Wissen und Knowhow bei der Projektentwicklung, andererseits durch die Förderung von Planungsprozessen und Projektumsetzung.

Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden erfolgt dabei auf verschiedenen Ebenen und wird jeweils bedarfsgerecht abgestimmt. Von 1985 bis 2013 wurden über 160 Architekturwettbewerbe von der Dorferneuerung betreut und abgewickelt.

Architekturwettbewerbe ab dem Jahr 2000

 Architekturwettbewerbe in der Dorferneuerung


Ortskernrevitalisierung und Stadt- und Ortsbildschutzgesetz 2003 (SOG 2003)

Straßenansicht von Silz um 1900

Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung bestehender Bausubstanz.

In den Tiroler Dörfern gibt es zunehmend mehr  leer stehende Gebäude. Im Rahmen der Ortskernrevitalisierung, des SOG 2003, dem Bereich Baukultur in der Dorferneuerung, werden Gemeinden und Private animiert, diese Gebäude wieder mit Leben zu füllen, ihnen neue Funktionen zu geben und so Dorfkerne zu stärken. Dadurch erwachsen letztlich den Tiroler Gemeinden und der Bevölkerung viele Vorteile. Die Umsetzung dieser Maßnahmen bedarf der Bewusstseinsbildung der Bevölkerung, der Beratung und Begleitung durch Baufachleute, die behutsam mit alter Bausubstanz umzugehen wissen.

Ortskernrevitalisierung


ORTS- und STADTMARKETING

Geschäftseingang in Innsbruck

Verbesserung der Standortqualität in strukturschwachen Gemeinden. Dorferneuerungsprojekte beleben die regionale Wirtschaft, sichern Arbeitsplätze.

Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Konzepten und Planungen, Entwicklung ortsspezifischer Lösungen sowie deren Umsetzung. Sicherung der Lebensqualität und Nahversorgung als wichtigen Teil des dörflichen Lebens.


BAUKULTUR

Alter Erker in der Gemeinde Fiss

Seit jeher prägen bauliche Strukturen ganz wesentlich das Land Tirol. Tradition, Funktion und Innovation  führten zu unverwechselbaren gestalterischen Formen und Typologien.

Die Dorferneuerung hilft, durch Förderung von Konzepten, Planungen und Umsetzungen diese wertvollen Gebäude zu erhalten und zu revitalisieren.

Voraussetzung ist, dass für diese Objekte eine nachhaltige, wirtschaftlich vertretbare Nutzung gewährleistet ist.

Baukultur in der Dorferneuerung


KULTURLANDSCHAFT

Nauders um 1937

Kulturlandschaft steht als Synonym für Unverwechselbarkeit, Einzigartigkeit, Schönheit, aber auch für die gestaltete Natur, für Maßnahmen um überleben zu können.

Kulturlandschaft ist untrennbar mit unserer Geschichte verbunden und auch ein wesentlicher Teil unseres heutigen Erfolges im Tourismus. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde eine Nische geschaffen, in der eine Auseinandersetzung mit diesem Themenkreis erfolgt.

Bewusstmachen unserer einmaligen Kulturgüter, Motivation von Gemeinden, Vereinen, Privatpersonen, sich unserer/ihrer Kulturgüter anzunehmen und sie zu erhalten.

Voraussetzung für eine mögliche Förderung ist, dass die Projekte und Vorhaben in einen regionalen Kontext gestellt werden und im Sinne von „Spurensuche“ für Interessierte zugänglich sind. 

Im Mittelpunkt stehen Gebäude, die unsere Landschaft, unseren Lebensraum, unsere Geschichte prägen sowie kleine Kulturgüter wie Mühlen, Kornkästen, Backöfen, Harpfen, Holzbauwerke usw.


ÖKO Plus

Libelle

Ökologie, Landschaftsgestaltung, Grünraumgestaltung, Naturdenkmäler in den Gemeinden werden im Sinne eines „erfahrbaren Naturschutzes“ verstärkt ins Bewusstsein der Gemeindearbeit gerückt.

Natur in den Dörfern, Obstoasen, Gemeinden zum „Wohlfühlen“, regionale Erholungsräume.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Bürohaus in Neumarkt im Mühlkreis

Zielsetzung ist, durch Information die Begeisterung und Motivation der Bevölkerung zu steigern:

  • Vorträge über Sinn und Wesen der Ortskernrevitalisierung, Veranstaltungen am Grillhof.
  • Seminare über Motivation bei der Gemeindearbeit, Einbindung der Gemeindebürger und der Jugend.
  • Exkursionen in andere Bundesländer und ins umliegende Ausland zu Themen wie Holzbauten in Vorarlberg, öffentliche Bauten im Engadin und in Südtirol, Verbindung guter alter und neuer Architektur im Vinschgau, "Lebensnahe Architektur in Oberösterreich - Siedlungen, Plätze, Privathäuser
  • Pressekonferenzen
  • Publikationen aller Art