Rekultivierung nach Naturkatastrophen

Großflächige Naturkatastrophen (Hangrutschungen, Muren, Lawinen,…) ziehen Acker- und Grünlandflächen stark in Mitleidenschaft. Um die Grundstücks- und Agrarstruktur wiederherzustellen wird nach solchen Ereignissen eine gemeinschaftliche Rekultivierung angestrebt. Dabei handelt es sich um einen freiwilligen Zusammenschluss der betroffenen Grundeigentümer. Hauptziel einer Gemeinschaftsrekultivierung ist:

  • Eine rasche und kostengünstige Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit betroffener Schadensflächen

Die Abteilung Bodenordnung leistet dabei agrarfachliche Unterstützung bei:

  • Wiederherstellung des Bodenaufbaus, Aufbringen von Humus und Zwischenboden
  • Organisation von Maschineneinsatz
  • Einsatz von Standardmethoden wie Mulchen, Pflügen, Eggen, Neueinsaat
  • Abschätzung des Geräteeinsatzes (Baggereinsatz nur bei massiven Ablagerungen)

Nach Möglichkeit werden für die Maßnahmen der Gemeinschaftsrekultivierung Mittel aus dem Katastrophenfonds in Anspruch genommen. Der Interessentenanteil ist anteilig von den beteiligten Grundeigentümern zu tragen.

Parallel zur Gemeinschaftsrekultivierung ist häufig die Durchführung einer Flurbereinigung zu empfehlen. Dadurch können Ersatzflächen für Grundverluste und Grundflächen für Schutzbauten aufgebracht werden. Durch die Vermessung der Grundstücksgrenzen in der Flurbereinigung wird die Rechtssicherheit für die Grundeigentümer erhöht.

Dieses Konzept wurde bereits erfolgreich nach den Hochwasserereignissen Kössen 2013 und Sellrain 2015 umgesetzt.

Aktuelle Projekte - Auswahl


Kössen 2013


Sellrain 2015


Kontakt

Alois Walser

tiris-Standort Innrain 1, 6020 Innsbruck Österreich
Telefon work+43 512 508 3838
Mobiltelefon work+43 676 88508 3838
faxFax +43 512 508 743805
E-Mail bodenordnung@tirol.gv.at

Michael Reinalter

tiris-Standort Innrain 1, 6020 Innsbruck Österreich
Telefon work+43 512 508 3811
faxFax +43 512 508 743805
E-Mail bodenordnung@tirol.gv.at