Je nach weiterer Wetterentwicklung Lawinengefahrenstufe 5 möglich

Im südlichen Teil von Osttirol.

Kategorien: BH Lienz, Einsatzorganisationen, Sicherheit, Katastrophenschutz, Lawinen/Muren/Hochwasser AutorIn: Rainer Gerzabek
LHStv Josef Geisler mit Rudi Mair und Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst im Landhaus in Innsbruck kümmern sich rund um die Uhr um die Sicherheit der Bevölkerung und speziell der WintersportlerInnen in Tirol.
LHStv Josef Geisler mit Rudi Mair und Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst im Landhaus in Innsbruck kümmern sich rund um die Uhr um die Sicherheit der Bevölkerung und speziell der WintersportlerInnen in Tirol.

In Osttirol herrscht derzeit große Lawinengefahr. Je nach der weiteren Wetterentwicklung in den Nachmittags- und Nachtstunden kann allerdings die höchste Warnstufe (= sehr große Lawinengefahr) im südlichen Teil Osttirols erreicht werden. In den meisten anderen Landesteilen liegt die Gefahrenstufe bei drei (=erhebliche Lawinengefahr).

„Derzeit ist die Situation stabil. Je nach Intensität der angekündigten weiteren Niederschläge kann die Lawinengefahr in Osttirol im südlichen Teil des Bezirks noch die Warnstufe fünf erreichen. Unser Lawinenwarndienst verfolgt die Entwicklung rund um die Uhr, um entsprechende Maßnahmen für die betroffenen Gebiete vorschlagen zu können“, erklärte Tirols Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler heute, Samstagvormittag, zur aktuellen Lawinensituation in Tirol.

Auch südliche Stubaier Alpen Problemzone

„Die Lawinensituation bleibt im Süden des Landes angespannt. In Osttirol und auch in den südlichen Stubaier Alpen muss die Lawinengefahr als groß eingestuft werden. Sollte die Warnstufe fünf erreicht werden, sind große, schadbringende Lawinenabgänge zu erwarten“, betont Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol.

Kollaps der Schneedecke?

„In den südlichen Ausläufern der Region Zentralosttirols ist wegen des dortigen Geländes sowie des schlechteren Aufbaus der Altschneedecke ein Kollaps der mächtigen Schneedecke wahrscheinlicher als weiter im Süden. Durch den beginnenden Regen werden auch Gleitschneelawinen wahrscheinlicher.“

Störanfälliger Triebschnee

Im übrigen Nordtirol herrscht meist erhebliche Lawinengefahr. Hier warnt Patrick Nairz zur Vorsicht bei kürzlich gebildetem Triebschnee: „Dieser Schnee ist störanfällig. Zudem erhöht der Temperaturanstieg kurzfristig die Störanfälligkeit der Schneedecke.“