Zwei Schafe in Matrei i. O. werden von Amtstierarzt begutachtet

Weidetiere mit Elektrozaun schützen oder in der Nacht aufstallen

Kategorien:  BH LienzLand- & Forstwirtschaft AutorIn: Christa Entstrasser-Müller

Im Gemeindegebiet von Matrei i. O. wurden heute, Montag, auf einer Weide zwei schwerverletzte Schafe aufgefunden. Die beiden verletzten Schafe mussten getötet werden und werden in weiterer Folge im Verlauf des Tages vom Amtstierarzt begutachtet. Dabei werden auch DNA-Proben genommen, um zusätzlich zur Beurteilung des Rissbildes im Fall genetisch nachweisen zu können, ob die Risse auf einen Wolf zurückzuführen sind und diese Risse allenfalls einem bestimmten Tier zuordenbar sind.

Vor zwei Wochen wurde in Matrei ein Tier gefilmt, das laut Einschätzung von Martin Janovsky, Beauftragter des Landes Tirol für große Beutegreifer, ein Wolf sein dürfte. Wenige Tage danach wurden ebenfalls in Matrei i. O. zwei tote Schafe gefunden. Die Ergebnisse der DNA-Analyse dieser am 6. Mai gerissenen Tiere liegen noch nicht vor.

Weiterhin aufrecht bleibt die Empfehlung des Landes, insbesondere Schafe und Ziegen auf der Weide mit entsprechenden Elektrozäunen zu schützen. Diese sollen sachgerecht aufgestellt werden, vor allem keine Möglichkeit zum Durchschlüpfen bieten und eine Spannung von mindestens 3.000 bis 3.500 Volt aufweisen. Sollte das nicht möglich sein, sollen die Weidetiere über Nacht in den Stall gebracht werden.

Eine Wolfssichtung gab es am Freitag vergangener Woche im Gemeindegebiet von Bruck a. Z. (Bezirk Schwaz).

Die Bevölkerung wird gebeten Sichtungen, Filmaufnahmen, Fotos oder Risse der jeweils zuständigen Bezirkshauptmannschaft, im Falls von Osttirol der Bezirkshauptmannschaft Lienz zu melden: bh.lienz@tirol.gv.at

Informationen zu den Anforderungen für wolfssichere Elektrozäune sowie weitere Informationen zu großen Beutegreifern unter: www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs