Influenza-Virusgrippe

Fast jedes Jahr kommt es in den Herbst-Wintermonaten typischer Weise zwischen Dezember und März zu einer Influenza-Epidemie, bei der sich 5–15 % der Bevölkerung infizieren und viele davon erkranken.

In der Saison 2021/2022 geht man davon aus, dass die Influenzawelle etwas später erfolgt, jedoch nicht ausbleiben wird.

Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen ab 60 Jahren sind für schwere Verläufe besonders gefährdet.

Neben dem Schutz der Kinder verfolgt man mit der Aufnahme der kostenfreien Influenzaimpfung ins Kinderimpfprogramm das Ziel einer Reduktion der Übertragung von Influenzaviren durch Kinder auf Erwachsene und besonders auf Seniorinnen und Senioren. Gesamtbetrachtet sollen schwere Verläufe und Hospitalisierungen reduziert werden.

Dies ist insbesondere während der Dauer der COVID-19 Pandemie von hoher Wichtigkeit, um eine Reduktion von hospitalisierten Influenzapatientinnen und -patienten zu erreichen und damit die Belastung des Gesundheitssystems zu verringern und Co-Infektionen mit Influenza-Virus und SARS-CoV-2 zu vermeiden.

Die Influenza-Impfung ist für alle Erwachsenen empfohlen. Vorrangig empfohlen ist sie für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, chronisch Kranke, Personengruppen mit anderen Risikofaktoren sowie Personal im Gesundheitswesen/Altenpflege und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgrund der Lebensumstände oder des Berufes.

Die Impfung ist im kostenfreien Kinderimpfprogramm seit der Saison 2020/2021 enthalten und wird ab dem vollendeten 6. Lebensmonat allgemein empfohlen.

Nachdem die Grippewelle in Österreich für gewöhnlich frühestens Ende Dezember, meistens jedoch erst im Jänner beginnt, ist die beste Zeit für die jährliche Influenzaimpfung Ende Oktober bis Mitte November.

Das Ansprechen auf eine Influenzaimpfung ist abhängig von der individuellen Immunkompetenz, der Influenza-Infektions- bzw. Impfgeschichte sowie von Impfstoffeigenschaften, insbesondere von der Übereinstimmung der Impfstämme mit den saisonal zirkulierenden Influenzaviren.

Insgesamt sind Geimpfte gegenüber Nicht-Geimpften im Vorteil.
Sollten Personen trotz Impfung erkranken verläuft die Erkrankung zumeist milder und kürzer, Erkrankte erleiden deutlich weniger Influenza-bedingte Komplikationen und sie benötigen seltener einen Krankenhausaufenthalt.