Aktuelles aus der Regierungssitzung

LH Platter: „Breitbandausbau ist wesentlich für ein zukunftsorientiertes Tirol“

Kategorien:  Regierung AutorIn: Bettina Sax
Einmal mehr war der Breitbandausbau in Tirol im Fokus der Tiroler Landesregierung.
Einmal mehr war der Breitbandausbau in Tirol im Fokus der Tiroler Landesregierung.

Insgesamt 100 Millionen Euro investiert das Land Tirol bis zum Jahr 2023 in den Breitbandausbau, 50 Millionen in die Digitalisierung unterschiedlicher Bereiche wie Bildung oder Tourismus. „Wir sind österreichweit Vorreiter in Sachen Breitbandausbau bis in die ländlichen Regionen. Mit dem heutigen Beschluss, zwölf Gemeinden bzw. Planungsverbänden in Tirol 3,2 Millionen Euro für die Schaffung der dazu benötigten Infrastruktur bereitzustellen, setzen wir ein weiteres Ausrufezeichen. Die Projekte lösen ein Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro aus“, betont LH Günther Platter. In Tirol laufen bereits in 170 Gemeinden Breitbandausbauprojekte – mit dem Abschluss werden insgesamt mehr als 260.000 Personen im ländlichen Raum erreicht.

Die Finanzmittel werden im Rahmen der fünften Ausschreibung der Förderungsrichtlinie „Breitband Austria 2020 Leerverrohrungsprogramm Anschlussförderung“ aus den für den Breitbandausbau reservierten Geldern zur Verfügung gestellt. Beschlossen wurde dies heute, Montag, auf Antrag von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Breitband-Projektvolumen von über 13 Millionen Euro

Konkret fließen die Mittel in Projekte der Gemeinden Fließ, Kals, Landeck, Obernberg, Roppen, Scheffau, Sölden, Strass im Zillertal, Terfens sowie des Planungsverbandes Pitztal und zwei Projekte im Raum Iseltal. Ziel des Leerverrohrungsprogramms ist es, „im Zuge der Erneuerung von Energie-, Wasser- und Fernwärmeleitungen oder anderweitiger Tiefbauarbeiten zeitgleich die Voraussetzungen für Breitbandnetze zu schaffen. Damit nutzen wir Synergien – es braucht keine zusätzlichen Bautätigkeiten“, verweist LRin Zoller-Frischauf darauf, dass „ultraschnelle Internetverbindungen ein wesentlicher Standortfaktor sind – eine hochwertige, nachhaltige und kostengünstige Breitbandinfrastruktur bildet dafür die Basis.“

Glasfaser: 15 Mal von Innsbruck nach Kufstein

Mithilfe von Landesförderungen wurden bereits mehr als 1.100 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, das entspricht fünfzehn Mal der Strecke vom Goldenen Dachl in Innsbruck bis zur Festung Kufstein. „Eine gute Internetverbindung ist auch aus ökologischer und beschäftigungspolitischer Sicht ein Fortschritt: Es spart Fahrtwege und macht Arbeit von zu Hause aus einfacher. Das ist gerade auch für Eltern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Angebot“, sagt LHStvin Ingrid Felipe.

Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung hat bereits Zugriff auf Internet mit mehr als 100 Mbit/s: „Wir investieren bis zum Jahr 2023 viel Geld für Tirol als innovatives, zukunftsorientiertes und modernes Land – ultraschnelles Internet bis in die ländlichen Regionen ist ein wesentliches Kriterium dafür“, verweist LH Platter auch auf die kürzlich eingerichtete Breitbandserviceagentur als Drehscheibe für Digitalisierung und Breitbandausbau in Tirol.

Informationen zum Breitband-Ausbau finden sie Externer Link hier.


Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Naturschutzgebiet Arnspitze: Teile der Gemeindegebiete Scharnitz und Leutasch werden zum Naturschutzgebiet Arnspitze erklärt. „Der Grenzverlauf des Schutzgebietes wird entlang der Leutascher Ache sowie im Satteltal in Teilbereichen an den Wegverlauf angeglichen. Damit schaffen wir klare, nachvollziehbare Grenzen sowie Rechtssicherheit. Dem Gebiet kommt aufgrund seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt sowie dem einzigartigen Waldökosystem ein besonderer Schutzzweck zu“, hebt LHStvin Ingrid Felipe, auf deren Antrag die Gebietsanpassung infolge eines umfassenden Begutachtungsverfahrens beschlossen wurde, hervor. Insgesamt beläuft sich das Naturschutzgebiet Arnspitze auf 1152,97 Hektar.

Förderung für Pflegeausbildung: Im Jahr 2019 fördert das Land Tirol die Pflegestiftung Tirol in Form einer Übernahme der Ausbildungskosten für die Heimhilfeausbildung und der Semestergebühren für die SchülerInnen der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) in Innsbruck. Auf Antrag von Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg werden dafür insgesamt über 147.000 Euro bereitgestellt. „Die Pflegestiftung Tirol leistet einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialberuf. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren jährlich 50 Personen eine Ausbildung an der SOB beginnen – die Absolventinnen und Absolventen sind am Markt stark nachgefragt und bereichern den Betreuungsbereich. Uns ist es ein Anliegen, sie in ihrer Ausbildung und beim Erreichen von Lernzielen bestmöglich zu unterstützen“, betont LR Tilg.

Region 31 – Förderungen im Bereich Pflege: Auf Antrag von LH Günther Platter wird für die Region 31, zu welcher die Gemeinden Alpbach, Brandenberg, Brixlegg, Kramsach, Münster, Rattenberg, Radfeld und Reith im Alpbachtal zählen, der Sprengelstützpunkt saniert: Zwölf Tagespflegeplätze werden in den neuen Räumlichkeiten des Sozial- und Gesundheitssprengels eingerichtet. Das Land Tirol fördert dies in Höhe von 135.000 Euro. „Wir bekennen uns ganz klar zum Ausbau der stationären, teilstationären und mobilen Betreuung und Pflegedienstleistung“, so LH Platter.

Versorgung von LangzeitbeatmungspatientInnen in Tirol: Auf Antrag von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg werden für zu Hause betreute LangzeitbeamtungspatientInnen im kommenden Jahr bis zu 850.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Die Patientinnen und Patienten sind aufgrund ihrer Erkrankung auf eine intensive Betreuung angewiesen. Mit den Geldern soll eine bestmögliche Versorgung im vertrauten Umfeld leistbarer gemacht sowie die Familien in ihrer herausfordernden Aufgabe entlastet werden. Die Betreuung umfasst sowohl pflegerische sowie medizinische in Anspruch genommene Leistungen, die im Einzelfall unterschiedlich und vom Zustand der Patientinnen und Patienten abhängen. Umso wichtiger ist eine Entlastung der Angehörigen und eine individuelle Betreuung, die aus finanzieller Sicht abgesichert ist“, so LR Tilg.