Aktuelles aus der Regierungssitzung

LH Platter: „Digitalisierung Tirols wird im Gleichschritt zwischen Bund und Land vorangetrieben“

Kategorien:  RegierungLH PlatterLHStv GeislerArbeit & Wirtschaft AutorIn: Bettina Sax
Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Landeshauptmann Günther Platter und Bundesministerin Margarete Schramböck stehen vor Flaggen des Landes Tirol, Österreichs und der Europäischen Union.
LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter und BMin Margarete Schramböck.
Die Tiroler Landesregierung sitzt mit Bundesministerin Margarete Schramböck am Sitzungstisch.
BMin Margarete Schramböck nahm heute an der Sitzung der Tiroler Landesregierung teil.
Die Politiker stehen an ihren Pulten bei der Pressekonferenz.
Im Anschluss an die Regierungssitzung informierten LH Günther Platter mit BMin Margarete Schramböck und LHStvin Ingrid Felipe über die besprochenen Themen.

Neben den Regierungsmitgliedern nahm heute, Dienstag, auch Bundesministerin Margarete Schramböck am Tisch im Regierungssitzungszimmer im Innsbrucker Landhaus Platz. LH Günther Platter und LHStvinIngrid Felipe tauschten sich im Rahmen des Antrittsbesuches mit der Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin zur weiteren Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Tirol aus. „Mit Margarete Schramböck stellt Tirol wieder eine Ministerin in Wien, bei der die Tiroler Anliegen gut aufgehoben sind. Ich freue mich auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit“, so LH Platter.

Auch im Programm der neuen Bundesregierung seien sehr viele Akzente verankert, mit denen auch bei den für Tirol wichtigen Bereichen wie Fachkräfteoffensive, Wasserstoffstrategie, Digitalisierung oder Förderung von Wirtshäusern Ausrufezeichen gesetzt werden. Vielfach sei dabei die Unterstützung des Bundes maßgeblich – allen voran beim Transitverkehr. Die Bundesministerin sicherte Tirol bei ihrem Besuch dazu heute ihre volle Unterstützung zu. LHStvin Felipe hob bei der gemeinsamen Pressekonferenz hervor, dass gerade im Bereich des öffentlichen Verkehrs die Digitalisierung Vorteile bringe: „Unter dem Motto ‚Mobility as a service‘ soll mittels Digitalisierung vor allem die Regionalversorgung in Tirol verbessert werden. Digitale Technologien ermöglichen es, ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen – damit lassen sich Leerläufe vermeiden und neue Konzepte initiieren.“ So gehe von Tirol eine starke Innovationskraft aus, mit der die Mobilität der Zukunft in Tirol entwickelt und ausgebaut werden kann, wie auch jüngst gegründete Start Ups in Tirol zeigen.

Tirol als Spitzenreiter bei Breitbandausbau und Digitalisierung

Auch die Digitalisierung war zentrales Thema: Tirol nimmt in Sachen Breitbandausbau nach wie vor eine Vorreiterrolle ein. „Durch unsere Breitbandoffensive seit 2012 und die Mittel des Bundes konnten bereits 69 Prozent der Hauptwohnsitze in Tirol mit schnellem Internet versorgt werden. Aktuell erfolgt der Breitbandausbau in 174 Gemeinden“, betont LH Platter. Noch im Frühjahr wird es zur Unterzeichnung eines Glasfaserpaktes kommen. Dabei bekennen und verpflichten sich alle Internet-BetreiberInnen, dass sie auf Glasfasernetze, die von den Tiroler Gemeinden mit Unterstützung von Land und Bund errichtet wurden, zu denselben Vertragskonditionen zugreifen. „Dadurch kann allen Tirolerinnen und Tirolern eine transparente und sichere Preisstruktur gewährleistet werden“, so LH Platter. BMin Schramböck nannte in Sachen Digitalisierung vor allem den Ausbau des digitalen Amtes sowie des „Kaffee Digital“, mit dem noch mehr Menschen digitale Anwendungen zur Vereinfachung ihres Alltages nähergebracht werden sollen.

Fachkräfte als wesentliches Rad im Wirtschaftskreislauf

Der gute Draht in die Bundesländer gilt für die Ministerin als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit – auch im Bereich der Fachkräfteoffensive. Für LH Platter liegt der Fokus weiterhin auf der Förderung von Fachkräften und der Aufwertung der Lehre – so findet beispielsweise im Herbst der erste Tiroler Lehrlingsball statt. Vonseiten des Bundes soll der „Meister keine Einbahnstraße sein“, sondern eine weitere Entwicklung beispielsweise in Richtung Master ermöglicht werden, wie BMin Schramböck betonte. Auch verwies sie auf die Stärkung der Lehre durch die Einführung eines Berufstitels für Meister und mögliche neue Lehrberufe im Bereich Klima und Umwelt.

Klein- und Mittelbetriebe bei Digitalisierung unterstützen

Im Gespräch mit der Wirtschaftsministerin wurden auch Initiativen thematisiert, die im Sinne der digitalen Weiterentwicklung Tirols maßgeblich sind: „Eine Neuauflage und die Verbesserung des Förderschemas KMU Digital, wo gerade kleinere Betriebe unterstützt werden, um dem technologischen Fortschritt standzuhalten, ist wünschenswert“, erklärt LH Platter. Die Förderschiene lief im Frühling des Vorjahres aus und sei unter dem Aspekt, dass in Tirol circa 99,8 Prozent der Unternehmen Klein- und Mittelbetriebe sind, maßgeblich für die wirtschaftliche Weiterentwicklung.