Ausbau der Kinderbetreuung

Tirol fordert Verlängerung der Bundesfinanzierung um ein Jahr

Kategorien: LH Platter, LRin Palfrader, Gesellschaft & Soziales, Familie AutorIn: Antonia Pidner
LH Günther Platter und LRin Beate Palfrader setzen auf konstruktive Zusammenarbeit.
LH Günther Platter und LRin Beate Palfrader setzen auf konstruktive Zusammenarbeit.

„Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel“, begrüßen LH Günther Platter und Bildungs- und Familienlandesrätin Beate Palfrader die Initiative von Familienministerin Sophie Karmasin, die 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zum Ausbau der Kinderbetreuung für ein weiteres Jahr zu verlängern. Dies soll am Mittwoch vom Ministerrat beschlossen und danach im parlamentarischen Prozess behandelt werden.

Demnach wären österreichweit 52,5 Millionen Euro an Bundesgeldern vorgesehen. Rechnet man die Mittel von Ländern und Gemeinden dazu, sollen in ganz Österreich 100 Millionen Euro investiert werden. Nach Tirol würden über 4,5 Millionen Euro an Bundesgeldern fließen.

Langfristiges Gesamtkonzept notwendig

Die Vereinbarung soll mit 1. Jänner in Kraft treten, und bis August 2018 gelten. „Die Kinderbetreuung ist denkbar ungeeignet, zum Spielball im Wahlkampf zu werden. Daher ist die Verlängerung um ein Jahr wichtig und richtig. Mit einer neuen, stabilen Bundesregierung gilt es dann, partnerschaftlich mit den Ländern und Gemeinden ein langfristiges Gesamtkonzept zur Finanzierung dieses gesellschaftspolitisch immens wichtigen aber komplexen Themas zu erarbeiten,“ mahnt Platter die Verhandler im Bund und spricht sich gegen Schnellschüsse aus.

Ausbau trägt Früchte

„Bund und Gemeinden sind dem Land Tirol beim Ausbau der Kinderbetreuung starke und wichtige Partner“, setzt LRin Palfrader auch weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit und verweist auf die kürzlich veröffentlichte Tiroler Kinderbetreuungsstatistik 2016/2017: So sind seit dem Kinderbetreuungsjahr 2010/2011 tirolweit 117 neue institutionelle Betreuungseinrichtungen und 333 neue Betreuungsgruppen entstanden. Insgesamt werden aktuell 7.690 Kinder mehr betreut als noch vor sieben Jahren. Mehr als 100 Millionen Euro wurden in die Infrastruktur investiert.