Ein Jahr „e-Vergabe“

LRin Zoller-Frischauf zieht Bilanz über elektronisches Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge

Kategorien:  Arbeit & Wirtschaft LRin Zoller-Frischauf AutorIn: Jakob Kathrein
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf mit Franz Jirka, Spartenobmann Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol.
LRin Zoller-Frischauf: „Das elektronische Vergabeverfahren hat insbesondere den bürokratische Aufwand reduziert. Mit den wegfallenden Transport- und Druckkosten für Unterlagen werden Kosten gespart und die Umwelt geschont.“
Im Großen Saal des Landhauses fand am Donnerstag eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Land Tirol und Wirtschaftskammer Tirol zur „e-Vergabe“ statt.

Ob Bauvorhaben oder Dienstleistungen: Als öffentlicher Auftraggeber unterliegt das Land Tirol dem Vergaberecht, mit dem Aufträge über standardisierte Prozesse transparent vergeben werden. Seit einem Jahr wird der Großteil der Vergabeverfahren des Landes, für die Unternehmen ihre Leistungen anbieten, elektronisch abgewickelt. Die für das Vergabewesen zuständige Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zieht eine positive Bilanz: „Die ‚e-Vergabe‘ bringt Vorteile für alle Seiten, sowohl für das Land als Auftraggeber, als auch für die Bieterinnen und Bieter. Die Verfahren sind noch effizienter, transparenter und sicherer geworden. Der bürokratische Aufwand auf beiden Seiten reduzierte sich erheblich, mit den wegfallenden Transport- und Druckkosten für Unterlagen werden Kosten gespart und die Umwelt geschont.“ Das elektronische Vergabeverfahren des Landes wird über die Vergabeplattform der Ankö Service GmbH durchgeführt.

Noch mehr Transparenz bei Vergabeverfahren

Die Bieterangebote können kurzfristig und unabhängig vom Wochentag abgegeben werden und erreichen die AuftraggeberInnen unmittelbar nach der Eingabe auf elektronischem Weg. Die Angebotsabgabe ist dadurch einfacher und sicherer geworden, das Risiko eines nicht zeitgerechten Einlangens auf dem Postweg entfällt. „Die eingereichten Angebotsunterlagen werden elektronisch verkettet und mit Zeitstempeln gespeichert. Für die Bieterinnen und Bieter bringt das ein Mehr an Transparenz“, erklärt LRin Zoller-Frischauf. Auch die Kommunikation mit den BieterInnen verläuft elektronisch. Für alle VerfahrensteilnehmerInnen wird damit der gleiche Informationsstand garantiert. Bei der Nutzung der Vergabeplattform fallen für die UnternehmerInnen keine Kosten an.

Info-Veranstaltung im Landhaus

Heute, Donnerstag, fand im großen Saal des Landhauses in Innsbruck eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Land Tirol und Wirtschaftskammer Tirol zum elektronischen Vergabeverfahren statt. Zahlreiche UnternehmerInnen folgten der Einladung zu Fachvorträgen über das Bundesvergabegesetz und die Plattform „eVergabe+“ des Auftragnehmerkatasters Österreich.

„Seit einem Jahr werden die Vergabeverfahren von den Auftraggeberinnen und Auftraggebern elektronisch abgewickelt – eine Entwicklung, die im Zeitalter der Digitalisierung logisch ist. Für unsere Unternehmer in Gewerbe und Handwerk bedeutet das noch transparentere Verfahren und noch mehr Chancen und Wettbewerb. Zugleich bringt die ‚e-Vergabe‘ weniger bürokratischen Aufwand und damit eine Arbeits- und Kostenersparnis. Die heutige Informationsveranstaltung bietet die Möglichkeit, offene Fragen zu klären, das Wissen über die Vergabeverfahren zu vertiefen und sich zu vernetzen“, so Franz Jirka, Spartenobmann Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol.