Euregio-Wissenschaftsfonds

Mehr als 1,6 Millionen Euro für WissenschafterInnen, die Grenzen überwinden.

Kategorien: LH Platter, LR Tilg, Wissenschaft & Forschung AutorIn: Bettina Sax
LH Günther Platter, LR Bernhard Tilg und der Rektor der Universität Innsbruck Tilmann Märk gratulierten den Tiroler „Euregio-Wissenschaftern“.
LH Günther Platter, LR Bernhard Tilg und der Rektor der Universität Innsbruck Tilmann Märk gratulierten den Tiroler „Euregio-Wissenschaftern“.

Der Euregio-Wissenschaftsfonds wurde im Rahmen der Tiroler Präsidentschaft der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino unter Landeshauptmann Günther Platter als ein „Leuchtturmprojekt“ der Europaregion ins Leben gerufen. Durch gemeinsame Forschungsvorhaben soll die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Einrichtungen in der Europaregion gefördert werden. Nun wurden erstmals über 1,6 Millionen Euro an sechs ausgewählte Projekte ausgeschüttet.

„Mit den Fördergeldern wollen wir die Euregio-Forscherinnen und -Forscher bei ihren Projekten unterstützen. Sie untersuchen Themen, die über die Landesgrenzen hinweg relevant sind – das stärkt die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Region und schafft Arbeitsplätze“, betont LH Günther Platter. Insgesamt wurden 20 neue Arbeitsplätze für Euregio-Forschende geschaffen. Durch den Euregio-Wissenschaftsfonds werde der Mehrwert der Europaregion deutlich spürbar, ergänzt Tirols Landeshauptmann.

Auch Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg zeigt sich sehr zufrieden: „Wissenschaft bedeutet Zukunft. Mit dieser Förderung wachsen die Wissenschaftsstandorte Tirol, Südtirol und Trentino weiter zusammen. Ein trilaterales Wissenschaftssystem stellt eine echte Perspektive für Fortschritt, Entwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit dar.“ Dass das Interesse für überregionale Forschung groß ist, würden die 35 Einreichungen infolge der ersten Ausschreibung zeigen. 

Projekte aus der Europaregion

Die sechs ausgewählten Projekte betreffen nicht weniger als zehn Forschungseinrichtungen der Europaregion: So beteiligen sich neben den drei Universitäten der Länder auch das Museum für Wissenschaft Trient (MUSE), das Naturmuseum Südtirol und die Österreichische Akademie der Wissenschaften an Kooperationen. Weitere Partner sind die Europäische Akademie Bozen (EURAC), das Laimburg Research Center, die Fondazione Edmund Mach San Michele sowie die Fondazione Bruno Kessler.

An fünf der sechs Gemeinschaftsprojekte ist die Universität Innsbruck beteiligt. Damit ist die Universität auch Teil der sehr gut bis exzellent bewerteten Projekte. Gemeinsam mit dem Naturmuseum Südtirol und MUSE beschäftigt sich das am besten bewertete Projekt mit dem vor 252 Millionen Jahren stattgefundenen Massensterben aller lebenden Arten in den südlichen und östlichen Alpen. Dieses Projekt zählt zu den weltweit besten fünf Prozent seiner Fachrichtung und wird nun zu 100 Prozent gefördert. Die weiteren fünf Projekte werden jeweils mit 75 Prozent der Projektkosten unterstützt. 

Über den Euregio-Wissenschaftsfonds

Der Euregio-Wissenschaftsfonds ist vor allem für Forschende der Europaregion im Bereich der Grundlagenforschung – unabhängig von Fachrichtungen – relevant. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Vorausgesetzt wird eine zwei- bis dreijährige Projektdauer und eine Projektgröße von 250.000 bis 500.000 Euro.

Das gemeinsame Büro der Europaregion arbeitet bereits an einer zweiten Ausschreibung für den Euregio-Wissenschaftsfonds. Diese soll noch 2015 veröffentlicht werden.

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