Festkonzert zu 200 Jahre Innsbrucker Musikverein

Oratorium „Elias“ bildet den Höhepunkt im Konzertreigen

Kategorien: LRin Palfrader, Kunst & Kultur AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Am 2. Juni 1818 fand die konstituierende Sitzung des Innsbrucker Musikvereins statt, aus dem das Tiroler Landeskonservatorium hervorging: Genau 200 Jahre später erfolgte die Jubiläumsaufführung des Oratoriums Elias im Congress Innsbruck. Von links Klaus Duregger, Direktor des Tiroler Landeskonservatoriums, Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kulturlandesrätin Beate Palfrader, Landesmusikdirektor Helmut Schmid, DirStv Erich Rinner, Landeskonservatorium.
Am 2. Juni 1818 fand die konstituierende Sitzung des Innsbrucker Musikvereins statt, aus dem das Tiroler Landeskonservatorium hervorging: Genau 200 Jahre später erfolgte die Jubiläumsaufführung des Oratoriums Elias im Congress Innsbruck. Von links Klaus Duregger, Direktor des Tiroler Landeskonservatoriums, Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kulturlandesrätin Beate Palfrader, Landesmusikdirektor Helmut Schmid, DirStv Erich Rinner, Landeskonservatorium.

Vor 200 Jahren wurde der Innsbrucker Musikverein gegründet, aus dem das Tiroler Landeskonservatorium (TLK) in direkter Linie hervorgegangen ist. Zum Jubiläumsjahr präsentiert das TLK ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Einen Höhepunkt bildete heute, Samstag, die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy unter der Leitung von Dorian Keilhack im Congress Tirol. Neben dem Orchester und dem Chor des TLK beteiligten sich die Wiltener Sängerknaben, die einen eigenen Fachbereich des TLK bilden, und der Chor des Musikgymnasiums Innsbruck, dessen Mitglieder ebenfalls Studierende des TLK sind, am Konzert. Die insgesamt 300 Mitwirkenden und ein großartiges Solistenquartett mit Daniel Schmutzhard in der Rolle des Propheten Elias sorgten für ein ganz besonderes Ereignis an einem ganz besonderen Tag: Genau vor 200 Jahren, am 2. Juni 1818, fand die konstituierende Sitzung des Innsbrucker Musikvereins statt.

„Der heutige Abend hat erneut gezeigt, dass der ursprüngliche Gedanke des Musikvereins äußerst erfolgreich weitergetragen wurde“, gratulierten LH Günther Platter und Kulturlandesrätin Beate Palfrader dem TLK zur gelungenen Aufführung. Das von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) komponierte Oratorium basiert auf der Geschichte des biblischen Propheten Elias. 1846 in Birmingham uraufgeführt, zählt es zu den bekanntesten Werken des Komponisten. „Die Aufführung des Oratoriums ‚Elias‘ hat das hohe Leistungsniveau des TLK eindrucksvoll zu Gehör gebracht und aufgezeigt, wie erfolgreich die Ausbildung junger Tiroler Musikerinnen und Musiker am Landeskonservatorium ist. Das Land Tirol unterstützt und fördert das TLK mit Freude auch weiterhin“, betonte LH Platter.

Klaus Duregger, Direktor des TLK, betrachtet die Aufführung des „Elias“ als „Reverenz an die Gründungsväter des Musikvereins. Sie haben der Musik in Tirol wesentlich den Weg bereitet. Es war uns auch wichtig, mit dieser Aufführung die hohe Qualität und die große Vielfalt des TLK zu demonstrieren, die sich übrigens nicht im Klassischen Musizieren erschöpft, sondern genauso den Jazz und die Volksmusik umfasst.“

Von der musikalischen Früherziehung bis zum Musikstudium

„Die Gründung des Musikvereins wirkte impulsgebend für ein reges musikalisches Leben in Tirol und insbesondere für die Institutionalisierung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung. Tirol bietet heute von der musikalischen Früherziehung bis hin zum Studium am TLK eine optimale Förderung musischer Talente“, betonte LRinPalfrader. Das Land investiert insgesamt jährlich über 23 Millionen Euro in die musikalische Ausbildung in Tirol. Davon profitieren rund 25.000 MusikschülerInnen von Reutte bis Lienz sowie die Studierenden des TLK. Während das Musikschulwerk bestehend aus 27 Landes- und drei Gemeindemusikschulen der musikalischen Breitenförderung dient, geht es am TLK um die Begleitung besonders begabter junger Menschen, vorzüglich auch solcher, die die Musik zum Beruf machen wollen.

Abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm

Weitere TLK-Höhepunkte im Jubiläumsjahr bilden die Aufführung des zweiten Teils des „Messias“ (Georg Friedrich Händel) durch die Wiltener Sängerknaben und das konsOrchester, die Konzerte der Ensembles konsBarock (Alte Musik) und konstellation (Neue Musik) und das Kooperationskonzert mit dem Landesblasorchester. Auch die Musikschule Innsbruck, die natürlich auch ihre Wurzeln im Musikverein hat, und das Landesmuseum Ferdinandeum beteiligen sich mit mannigfaltigen musikalischen Aktivitäten am Jubiläumsjahr.

Info:  www.konstirol.at

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