Impulspaket Bauen und Wohnen

Bau von 500 zusätzlichen Wohnungen

Kategorien: LRin Zoller-Frischauf, LR Tratter, Bauen & Wohnen
Mit Blick auf den Zentralraum und seine Herausforderungen informierten heute Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wohnbaulandesrat Johannes Tratter bei einem Pressetermin auf der Seegrube über Zielsetzungen der Impulspaket-Fördermittel für „Bauen und Wohnen“.
Mit Blick auf den Zentralraum und seine Herausforderungen informierten heute Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wohnbaulandesrat Johannes Tratter bei einem Pressetermin auf der Seegrube über Zielsetzungen der Impulspaket-Fördermittel für „Bauen und Wohnen“.

53 Millionen Euro und somit der Löwenanteil des aktuellen 135-Millionen starken Konjunkturpakets der Landesregierung fließen in die Wohnbauförderung, die Sanierungsoffensive und die Ortskernrevitalisierung. Weitere fünf Millionen Euro stehen für die Winterbauoffensive und den Ausbau von Personalunterkünften im Tourismus zur Verfügung. „Investitionen in Bauen und Wohnen dienen der Konjunkturbelebung. Jeder zusätzliche Euro, der in diese Richtung fließt, verhilft nicht nur Menschen zu leistbarem Wohnraum, sondern sichert regionale Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe. Ein klares Plus für Wirtschaft, Beschäftigung und Wohnungsmarkt“, erklärten Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wohnbaulandesrat Johannes Tratter bei einem gemeinsamen Pressetermin.

Zahlen belegen ganz klar diesen positiven Effekt, nennen LRin Zoller-Frischauf und LR Tratter konkrete Auswertungen der Wohnbauförderung: „Schon das reguläre Budget der Wohnbauförderung löst ein jährliches Bauvolumen von rund 400 Millionen aus und sichert damit bis zu 6.000 Arbeitsplätze. Durch die zusätzlichen Impulspaket-Mittel steigt das ausgelöste Bauvolumen um weitere 50 Millionen Euro auf insgesamt 450 Millionen an. Auf diese Weise können pro Jahr 750 Arbeitsplätze mehr gesichert werden.“

LR Tratter: „Gemeinden bei Grundstückswidmung für sozialen Wohnbau am Zug!“

Mit den zusätzlichen Mitteln aus dem Impulspaket kann die Umsetzung von elf Prozent mehr Neubauwohnungen (als ursprünglich im Landesbudget geplant) unterstützt werden. In den Jahren 2016 und 2017 können insgesamt 500 Wohnungen mehr als bislang umgesetzt werden. Eine Entlastung für viele Wohnungssuchende, vor allem im Zentralraum, lenkt LR Tratter beim Pressetermin auf der Seegrube den Blick auf die großen raumordnungs- und wohnbaupolitischen Herausforderungen: „Mit freiem Auge sind die vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Baulandressourcen und der enge Handlungsspielraum zu erkennen. Belebung der Ortskerne, Verdichtung nach innen, Sanierung und Ausbau bestehender Objekte haben daher Priorität!“ Grundsätzlich seien aber auch die Gemeinden gefordert, stärker geeignete Grundstücke zu widmen, denn leistbares Bauen und Wohnen sei das Ergebnis eines Zusammenspiels von Widmung, Objekterrichtung durch einen Bauträger und Wohnbauförderung. „An der finanziellen Ausstattung der Wohnbauförderung scheitert es jedenfalls in Tirol niemals!“ stellt LR Tratter klar.

Sanierungsoffensive: Weitere Verlängerung

Die Sanierungsoffensive steht ebenfalls im Rahmen des Impulspakets aufgrund ihres erwiesenen Mehrfach-Nutzens für Umwelt, Wohnkomfort, Haushaltskassen und Konjunktur zur Verlängerung um ein weiteres Jahr an (bis zum 31.12.2016). Ihre bisherige  Bilanz fällt äußerst erfolgreich aus: Das im Jahr 2014 über Sanierungen ausgelöste Bauvolumen betrug rund 155 Millionen Euro (bei rund 41 Millionen zugesicherten Fördermitteln). Zum Vergleich dazu: Im Jahr 2012 (ein Jahr ohne Offensive) belief sich das Bauvolumen auf rund 110 Millionen Euro (bei rund 27 Millionen zugesicherten Fördermitteln). Die Differenz spricht für sich: 45 Millionen Euro oder bis zu 675 Arbeitsplätze.

Der Trend setzt sich fort: Auch in der ersten Hälfte des Jahres 2015 wurde mit bislang 8.300 sanierten Wohnungen ein konstant hohes Förderungsvolumen verzeichnet.

Drei Millionen Euro für den Kampf gegen Winterarbeitslosigkeit

Für den Winter 2015/2016 gibt es eine Neuauflage der Winterbauoffensive, für die insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung stehen. LRin Patrizia Zoller-Frischauf: „Mit der Winterbauoffensive bekämpfen wir die saisonale Arbeitslosigkeit im Bauhaupt- und - nebengewerbe und unterstützen die Schaffung zusätzlicher Lehrlingsausbildungs- sowie Dauerarbeitsplätze. Die Förderung von zehn Prozent der Kosten für Bauvorhaben an Gebäuden kann von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft beantragt werden.“

Die maximale Bemessungsgrundlage für die Förderung beträgt 500.000 Euro. Die Winterbauoffensive läuft von 1. November 2015 bis 30. April 2016, wobei der Baubeginn bis spätestens 14. Februar 2016 erfolgen muss.  

Zahlen und Fakten  

WBF & Konjunkturbelebung

  • Das Budget der Wohnbauförderung löst ein jährliches Bauvolumen von rund 400 Millionen aus.
  • Bis zu 6.000 Arbeitsplätze werden damit gesichert. 
  • Durch die zusätzlichen Impulspaket-Mittel steigt das ausgelöste Bauvolumen auf insgesamt 450 Millionen an.
  • 750 Arbeitsplätze mehr pro Jahr werden damit gesichert werden.  

Sanierungsoffensive – ein Tiroler Erfolgsmodell

  • Im Jahr 2014 wurden 41 Millionen Euro an Sanierungsfördermitteln zugesichert.
  • Das damit ausgelöste Bauvolumen betrug rund 155 Millionen Euro.  

Winterbauoffensive 

  • Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung
  • Aktion läuft von 1. November 2015 bis 30. April 2016
  • Baubeginn spätestens 14. Februar 2016