Lawinenschutz an der Pitztalstraße wird erweitert

4,5 Millionen Euro für Straßenumlegung, Schutzdamm und Lawinengalerie

Kategorien: LHStv Geisler, Sicherheit AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Spatenstich an der Pitztalstraße - unter anderem mit (v.li.) LHStv Josef Geisler, Bürgermeister Elmar Haid, Günter Heppke, Leiter Baubezirksamt Imst, und Bezirkshauptmann von Imst Raimund Waldner.
Spatenstich an der Pitztalstraße - unter anderem mit (v.li.) LHStv Josef Geisler, Bürgermeister Elmar Haid, Günter Heppke, Leiter Baubezirksamt Imst, und Bezirkshauptmann von Imst Raimund Waldner.
Feierlichkeiten zum Spatenstich "Lawinenschutz Schützesrinne".
Feierlichkeiten zum Spatenstich "Lawinenschutz Schützesrinne".

An der L 16 Pitztalstraße im Gemeindegebiet von St. Leonhard sorgt das Land Tirol für zusätzlichen Lawinenschutz und leistet damit einen Beitrag zur Regionalentwicklung.

Südlich des Ortsteiles Weixmannstall gefährden von Osten die Schützesrinnenlawine und von Westen die Pirchlebachlawine die L 16 Pitztalstraße. Im Vorfeld der bestehenden Schützesgrabengalerie errichtet das Land Tirol nunmehr eine weitere Galerie sowie einen Schutzdamm mit Auffangbecken.

„Diese straßenbaulichen Maßnahmen werden den Schutz vor Lawinengefahren und somit die Erreichbarkeit des Hinteren Pitztals wesentlich verbessern. Dieses Bauvorhaben ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Entwicklung des Pitztals“, sagte LHStv Josef Geisler anlässlich des Spatenstichs für den Lawinenschutz Schützesrinne. Auf einer Länge von rund 400 Metern wird die Straße Richtung Talmitte zur Pitze hin verlegt. Die Bauarbeiten dauern bis Herbst 2018, der Schutzdamm soll bereits vor Beginn der Wintersaison fertig sein. Das Bauvorhaben kostet 4,5 Millionen Euro.

Grundlage für Entwicklung des Hinteren Pitztals

Bekanntlich hat die Tiroler Landesregierung das Regionalwirtschaftliche Programm Pitztal beschlossen. Ab 2018 stehen für die Dauer von zehn Jahren jährlich eine Million Euro zur nachhaltigen Entwicklung des Pitztals zur Verfügung. „Sichere Verkehrsverbindung sind die Voraussetzung für jegliche Regionalentwicklung“, weiß Geisler. „Mit diesem Bauvorhaben wird die Grundlage für Wachstum im Hinteren Pitztal und die Stärkung des Wintertourismus geschaffen“, bekräftigt auch Bgm Elmar Haid. Aber auch die Sicherheit für die ansässige Bevölkerung und für die PendlerInnen werde verbessert.

Das Projektgebiet erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von 567 Metern vom km 27,808 bis km 28,375. Im Bereich der Schützesrinne verläuft die Landesstraße derzeit abgerückt von der Pitze. Dort wird die Straße 20 Meter Richtung Talmitte verlegt. „Damit schaffen wir Platz für den 211 Meter langen Lawinenschutzdamm und das dahinterliegende Lawinenauffangbecken“, erklärt Projektleiter Robert Zach von der Abteilung Verkehr und Straße. Der neue Straßenverlauf macht die Errichtung einer 64 Meter langen Uferschutzmauer notwendig. Im Zuge des Projekts werden auf gewässerökologische Maßnahmen an der Pitze umgesetzt und zwischen neuer Straße und Bach ein Retentionsraum mit einem durchströmten Seitenarm geschaffen. Die Neutrassierung, der Lawinendamm und der Uferschutz werden noch im heurigen Jahr durchgeführt.

Fertigstellung Herbst 2018

Im Frühjahr 2018 starten die Arbeiten an der neuen Schützesrinnengalerie. Diese wird in geschlossener Bauweise mit Beleuchtung errichtet. Sie wird 162 Meter lang sein und eine Fahrbahnbreite von sieben Metern aufweisen. Beim talauswärts liegenden Portal der bestehenden Schützesgrabengalerie wird zudem eine 20 Meter lange Prallwand gegen die Einwirkung aus der Pirchlebachlawine notwendig. Im Herbst 2018 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Der Verkehr auf der L 16 Pitztalstraße wird während der gesamten Bauzeit einspurig aufrechterhalten. Während der Winterpause von Dezember bis April ist der Verkehr durchgehen zweispurig.

 

Factbox
ProjektgebietSt. Leonhard im Pitztal, 567 m südlich Ortsteil Weixmannstall bis Schützesgrabengalerie
Maßnahmen

Abrückung der Straße vom Hangfuß um 20 m Richtung Talmitte

64 m Uferschutzmauer

210 m Lawinendamm mit Lawinenauffangbecken

162 m Schützesrinnengalerie in Ergänzung der Schützesgrabengalerie gewässerökologische Maßnahmen, Retentionsraum

Bauzeit

September 2017 bis Herbst 2018, Winterpause Dezember bis April
Kosten4,5 Mio. Euro zur Gänze getragen vom Land Tirol