LH Platter: „Neue Förderung für Ausstieg aus Öl beschlossen“

Klimafreundliche Sanierungsoffensive des Landes präsentiert

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LH Günther Platter stellte gemeinsam mit LHStvin Ingrid Felipe (re.) und LRin Beate Palfrader die neue Sanierungsoffensive in der TFBS für Installationstechnik vor.
LH Günther Platter stellte gemeinsam mit LHStvin Ingrid Felipe (re.) und LRin Beate Palfrader die neue Sanierungsoffensive in der TFBS für Installationstechnik vor.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das gelingt der Landesregierung mit der neu beschlossenen Sanierungsoffensive, die Tirol nicht nur klimafit macht, sondern auch die Konjunktur ankurbelt. Die Offensive mit einem Volumen von 18 Millionen Euro wurde heute von LH Günther Platter gemeinsam mit Klimareferentin LHStvinIngrid Felipe und Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader in der Fachberufsschule für Installations- und Blechtechnik in Innsbruck vorgestellt. Man erwartet sich mit der neuen Sanierungsoffensive ein Investitionsvolumen von insgesamt 170 Millionen Euro.  

„Tirol hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 energieautonom zu werden. Mit der Verlängerung der Sanierungsoffensive leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, investieren in die Zukunft und kurbeln zugleich die regionale Wirtschaft an“, erklärt LH Platter, der besonders den Ausstieg aus fossilen Energieträgern hervorhebt. „Mit dem neuen Klimapaket war es noch nie so günstig, von Ölheizungen auf umweltfreundlichere Heizformen umzusteigen. Derzeit gibt es in Tirol zwischen 60.000 und 70.000 Ölkessel. Um diese Zahl deutlich zu reduzieren, gibt es beim Umstieg zusätzlich zu den Bundes- und Landesförderungen auch eine Einmal-Bonus in Höhe von 3.000 Euro, wodurch sich die Förderquote auf bis zu 65 Prozent erhöht.“

Umfangreiches Maßnahmenbündel

LHStvin Ingrid Felipe: „Mit den umfangreichen Maßnahmen fördern wir klimafreundliche Energie- und Wärmesysteme und verabschieden uns zunehmend von den fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Wir setzen dadurch auch ökologische Impulse zur Belebung der heimischen Bau- und Energiewirtschaft, schaffen Anreize zum Umstieg auf hocheffiziente Alternativsysteme und reduzieren zugleich langfristig die Betriebskosten. Dieses ambitionierte Programm ist daher auch ein wesentlicher Beitrag, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen.“

Ein eigenes ExpertInnenteam hat ein Bündel an Förderungen erarbeitet, das in verschiedenen Bereichen wirkt. „Mit dem Klimapaket steigen wir massiv in die Förderung von Photovoltaik ein. Auch E-Mobilität wird gefördert, wenn bestehende Garagen mit einem Stromanschluss nachgerüstet werden. Weiters gibt es eine Förderung für gute Boiler. Eine Besonderheit ist auch die Förderung für Dachbegrünung“, nennt LRin Palfrader einige der Maßnahmen. „Das sind genau die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt, denn sie haben enormes wirtschaftliches Potenzial und schaffen Arbeitsplätze sowie regionale Wertschöpfung.“

Öko-Bonus Neu

Der Öko-Bonus ist eine Zusatzförderung für umfassende Sanierungen. Dabei müssen mindestens drei von fünf Bauteilen eines Hauses saniert werden. Nun wurden nicht nur die Förderbeiträge erhöht, sondern auch der Zugang zur Förderung erleichtert. Damit können zwischen 3.850 und 18.150 Euro zusätzlich abgeholt werden. Die neue Sanierungsoffensive wird bis 31. Dezember 2021 verlängert.