LH Platter und LRin Palfrader: „Schulcluster Defereggental kommt!“

Neue Bildungsinitiative in Osttirol.

Kategorien: LRin Palfrader, LH Platter, Bildung, Schule, Gemeinden AutorIn: Rainer Gerzabek
V. li. in Osttirol Bgm Ingo Hafele (St. Jakob), Bildungslandesrätin Beate Palfrader, Direktor Markus Tönig, Pflichtschulinspektorin Elisabeth Bachler, Bgm Vitus Monitzer (St. Veit) und Bgm Franz Hopfgartner (Hopfgarten).
V. li. in Osttirol Bgm Ingo Hafele (St. Jakob), Bildungslandesrätin Beate Palfrader, Direktor Markus Tönig, Pflichtschulinspektorin Elisabeth Bachler, Bgm Vitus Monitzer (St. Veit) und Bgm Franz Hopfgartner (Hopfgarten).

Auf Antrag von Bildungslandesrätin Beate Palfrader hat die Tiroler Landesregierung die Einrichtung eines Schulclusters Defereggental ab dem Schuljahr 2019/2020 beschlossen, der die Volksschulen von St. Jakob, St. Veit und Hopfgarten sowie die Neue Mittelschule St. Jakob umfasst. Die Bürgermeister der drei Tal-Gemeinden St. Jakob, St. Veit und Hopfgarten haben die Einrichtung eines Schulclusters ausdrücklich befürwortet. Die Schulclusterleitung soll am Schulstandort St. Jakob i. D. verankert werden. Alle in den Schulcluster einbezogenen Pflichtschulen bleiben in ihrem Bestand erhalten.

„Zwischen den Gemeinden des Defereggentales existiert eine rege Zusammenarbeit, die sich unter anderem in einer gemeinsamen Sportunion, einer gemeinsamen Feuerwehrjugend und einer gemeinsamen Tagesbetreuung zeigt. Mit dem neuen Schulcluster wird im Defereggental ein gemeinsamer pädagogischer Rahmen geschaffen, der Schwerpunktsetzungen, gemeinsame Projekte, einen stärkenorientierten LehrerInneneinsatz und ein verbessertes Übergangsmanagement an den Nahtstellen der involvierten Schulen ermöglicht“, betont LH Günther Platter.

Meilenstein Gemeinsamkeiten

„Ich begrüße die Einrichtung des Schulclusters Defereggental. Im Laufe der vergangenen Jahre wurden von allen maßgeblichen Stellen sowohl organisatorisch als auch pädagogisch markante Schritte gesetzt, die für das Gelingen einer Clusterlösung sprechen“, erklärt LRin Palfrader. „Gemeinsame Schulentwicklungsvorhaben, Planungskonferenzen, Fortbildungsveranstaltungen und Unternehmungen der Schulen im sportlichen, kulturellen, musikalischen und kreativen Bereich haben dazu bereits einen maßgeblichen Grundstein gelegt.“

Besonderes Lob gibt es von der Bildungslandesrätin für die drei Tal-Bürgermeister und die zuständige Pflichtschulinspektorin: „Sie haben durch ihre Initiative und her-ausragende regionale Zusammenarbeit gezeigt, wie man ein Vorzeige-Bildungsprojekt zum Wohle des gesamten Tales auf Schiene bringen kann. Deshalb unterstütze ich die Realisierung des ‚Schulclusters Defereggen‘ sehr gerne und freue mich über diesen neuen Weg.“

Schulcluster gewünscht

Der Tiroler Landtag hat mit 27. Juni 2018 mit dem Tiroler Bildungsreformgesetz im Tiroler Schulorganisationsgesetz die Möglichkeit der Einrichtung von Schulclustern ab dem heurigen Schuljahr 2018/19 geschaffen. Ab dem 1. Jänner 2019 ist für die Bildung von Schulclustern die neu eingerichtete Bildungsdirektion für Tirol unter der Leitung von Paul Gappmaier zuständig.

Für die Bildung eines Schulclusters, in dem einzelne Schulstandorte mehr als fünf Straßenkilometer voneinander entfernt sind und der insgesamt weniger als 200 SchülerInnen aufweist – wie es im Defereggental der Fall ist – bedarf es der Zustimmung der Schulkonferenzen aller einbezogenen Schulen, der betroffenen Gemeinden als Schulerhalter sowie der LehrerInnen-Personalvertretung (Zentralausschuss).