LHStv Geisler: „Sicherheit hat in Tirol Priorität“

Planungsarbeiten für Schlossgalerie an der L 76 Landecker Straße laufen auf Hochtouren, Baubeginn voraussichtlich 2020.

Kategorien:  Wirtschaft Arbeit Sicherheit Katastrophenschutz Lawinen/Muren/Hochwasser Straßenbau Verkehr LHStv Geisler AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
V. li. bei der Projektpräsentation Thomas Hittler (Vize-Bgm Landeck), Günter Heppke (Baubezirksamtsleiter Imst), Wolfgang Jörg (Bgm Imst), LHStv Josef Geisler, Landtags-Vizepräsident Toni Mattle und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).
V. li. bei der Projektpräsentation Thomas Hittler (Vize-Bgm Landeck), Günter Heppke (Baubezirksamtsleiter Imst), Wolfgang Jörg (Bgm Imst), LHStv Josef Geisler, Landtags-Vizepräsident Toni Mattle und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).
Den Plan in den Händen halten v. li. Landtags-Vizepräsident Toni Mattle, LHStv Josef Geisler, Wolfgang Jörg (Bgm Landeck) und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).
Den Plan in den Händen halten v. li. Landtags-Vizepräsident Toni Mattle, LHStv Josef Geisler, Wolfgang Jörg (Bgm Landeck) und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).
Setzen sich für eine rasche Umsetzung des Straßenverkehrssicherheitsprojekts ein: V. li. LHStv Josef Geisler, Wolfgang Jörg (Bgm Landeck) und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).
Setzen sich für eine rasche Umsetzung des Straßenverkehrssicherheitsprojekts ein: V. li. LHStv Josef Geisler, Wolfgang Jörg (Bgm Landeck) und Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol).

In Sachen Steinschlagschutz an der L 76 Landecker Straße hat das Land Tirol in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Nun steht mit dem Bau der 700 Meter langen Schlossgalerie im besonders steinschlaggefährdeten Streckenabschnitt zwischen Landeck und Fließ ein Großprojekt unmittelbar vor der Umsetzung.

„Wir arbeiten mit Hochdruck. Läuft alles nach Plan, und gibt der Tiroler Landtag die erforderlichen Budgetmittel frei, rechnen wir mit einem Baubeginn der Schlossgalerie im Jahr 2020“, unterstreicht LHStv Josef Geisler anlässlich der Projektpräsentation der Steinschlagschutzmaßnahmen an der L 76 Landecker Straße. Der Schutz vor Naturgefahren und die Sicherheit der VerkehrsteilnehmerInnen haben in Tirol einen sehr hohen Stellenwert. Ziel sei es auch, Straßensperren aufgrund von Umleitungen, die die Bevölkerung und die Betriebe betreffen, nach Möglichkeit zu verhindern.

„Wer behauptet, dass wir bei diesem Projekt unnötig Zeit verstreichen lassen, der liegt falsch“, so Geisler. Aber eine 700 Meter lange Steinschlaggalerie in einem geologisch und topographisch schwierigen Gebiet sei ein Projekt, das man mit größter Sorgfalt planen muss. Die Kosten für die Schlossgalerie sind mit rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Die Bauzeit wird zwei bis drei Jahre betragen.

Arbeiten gehen zügig voran

Für den Landecker Bürgermeister Wolfgang Jörg ist die Schlossgalerie ein wichtiges Projekt für die Region: „Hier geht es in erster Linie um die Sicherheit, aber natürlich auch um die gute Erreichbarkeit der Bezirkshauptstadt Landeck und die Anbindung des Oberen Gerichts. Wir freuen uns, dass die Vorarbeiten für die Galerie zügig vorangehen und setzen auf eine gute Planung und rasche Umsetzung in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden.“

Seit rund einem Jahr liegen mit dem Gutachten zur geologischen und geotechnischen Beurteilung des steinschlaggefährdeten Bereichs die Grundlagen für die weitere Planung der Steinschlagschutzmaßnahmen an der L 76 Landecker Straße vor. „Auf Basis dieser Risikoeinschätzung haben wir im Auftrag von LHStv Geisler umgehend mit den Planungsarbeiten für den Steinschlagschutz begonnen. Die Probebohrungen zur Baugrunderkundung sind bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse fließen in die Einreichplanungen ein, für welche wir renommierte Tiroler Ingenieure beauftragt haben. Unser Ziel ist es, noch heuer die behördlichen Genehmigungsverfahren einzuleiten“, skizziert Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße, den Fahrplan.

Im Zuge der Planungsarbeiten hat sich herausgestellt, dass zum besseren Schutz des steinschlaggefährdeten Bereichs eine 700 Meter lange anstatt einer 500 Meter langen Galerie errichtet wird. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse werden sowohl bergseitig Felsabtragsarbeiten als auch talseitige Hangbrücken erforderlich sein, um das Galeriebauwerk herstellen zu könnten. Die Galerie wird zum Schutz vor künftigen Ereignissen mit einer massiven Überschüttung ausgeführt. Bereits geprüft wurde, dass eine einspurige Verkehrsführung beinahe während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden kann.

Umfangreicher Steinschlagschutz im Streckenverlauf

An insgesamt 51 Stellen wurden in den vergangen Jahre an der L 76 Maßnahmen wie Felsabräumungen, Felsvernetzungen, Steinschlagschutznetze oder -zäune gesetzt. Die gesetzten Maßnahmen haben sich auch bewährt und ihre Funktion erfüllt, wie sich zuletzt beim Gesteinsabbruch im Bereich Urgen gezeigt hat. Dort ist die Instandsetzung des bestehenden Steinschlagschutzes noch im Gange. Ebenfalls im heurigen Jahr umgesetzt wird der Steinschlagschutz im Bereich Erdrutsch „Mure“. Allein im vergangenen und im heurigen Jahr belaufen sich die Investitionen auf 1,3 Millionen Euro.

Fact Box

• 2014 bis 2016: Auf einer Strecke von mehr als sieben Kilometern beginnend im Bereich unterhalb von Schloss Landeck bis zur Runserau werden an insgesamt zwölf Stellen verschiedenste Sicherungsmaßnahmen zum Schutz vor Steinschlag. Kosten: 1,5 Millionen Euro

• Anfang 2018: Beauftragung eines geologischen und geotechnischen Gutachtens für den besonders steinschlaggefährdeten Bereich zwischen Landeck und Fließ nach einem größeren Felsabbruch zu Jahresbeginn.

• Juni 2018 Vorliegen des Gutachtens mit Maßnahmenkonzept. Umgehender Planungsbeginn für eine Galerie.

• 2018/2019 Umsetzung und Instandsetzung von Schutzmaßnahmen auf Basis der Risikoeinschätzung des Gutachtens an zwölf Stellen. Kosten 1,3 Millionen Euro

• Frühjahr 2019 Probebohrungen für die Untergrunderkundungen

• Voraussichtlich Ende 2019: Einreichprojekt und Einleitung der Behördenverfahren