LR Tilg: „Attraktive Gehälter werten Pflegeberuf auf!“

Gehaltsanpassung in der Langzeitpflege verbessert Personalsituation

Kategorien:  Pflege LR Tratter LR Tilg AutorIn: Maximilian Brandhuber

Im Zuge der Gehaltsanpassung NEU „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ haben Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sowie Gemeindelandesrat Johannes Tratter heute, Dienstag, zum ExpertInnengespräch ins Landhaus geladen. Gemeinsam mit Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf, VertreterInnen der Gewerkschaften Philip Wohlgemuth (ÖGB), Gerhard Seier (GÖD), Verena Steinlechner-Graziadei (Younion) sowie dem Obmann der ARGE Tiroler Altenheime Robert Kaufmann wurde eine Einigung über die weitere Vorgehensweise bei der Attraktivierung des neuen Gehaltsschemas für neu eintretende Pflegekräfte erzielt, um eine zeitnahe Lösung im Hinblick auf den Erhalt und Gewinn von neuem Pflegepersonal zu erreichen. All jene, die in der Langzeitpflege eine Tätigkeit beginnen, kann künftig eine Zulage in Höhe von monatlich 200 Euro seitens der Gemeinde gewährt werden. Das neue Gehaltskonzept tritt mit 1. Jänner 2020 in Kraft – der Gesetzesentwurf ist bereits in Ausarbeitung und soll noch im Dezember-Landtag eingebracht werden.

„Die Gehaltsanpassung Neu ‚Gleiches Geld für gleiche Arbeit‘ ist österreichweit ein Vorzeigeprojekt. Mit Hinblick auf den vorhandenen Fachkräftemangel im Bereich der Langzeitpflege, wollen wir darüber hinaus besondere Anreize setzen, um eine bestmögliche Lösung zur Gewinnung und Erhaltung von Pflegepersonal zu schaffen. Eine eigene Bestimmung im Gemeindevertragsbedienstetengesetz beschränkt auf die geriatrische Langzeitpflege, soll eine Zulage für neu eintretende Bedienstete ermöglichen, die vom Gemeinderat oder Gemeindeverband für Pflegepersonal in Altenwohn- und Pflegeheimen gewährt werden kann“, erklären LR Tratter und LR Tilg unisono für alle Teilnehmenden an der ExpertInnenrunde.

„Wir haben damit erstmals ein transparentes System geschaffen, das für alle im Pflegebereich tätigen Personen gleiche Voraussetzungen schafft. All jene, die bereits jetzt in diesem Feld tätig sind, haben die Möglichkeit, in das neue System zu optieren. Bei Jobwechsel oder Neueinstieg wird künftig das neue Gehaltsmodell gelten. Gleichzeitig ist es uns auch ein besonderes Anliegen, im Bereich der Langzeitpflege besondere Anreize zu schaffen, um bestmöglich Personal für diesen Bereich zu gewinnen und für jene, die bereits dort tätig sind, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Dem Fachkräftemangel muss schnellstmöglich entgegengewirkt werden“, so LR Tilg. „Eine zeitnahe Lösungsfindung und -umsetzung ist im Sinne aller Beteiligten. Ziel ist es, die neue Zulage bereits mit Anfang 2020 geltend zu machen. Die heutigen sachlichen und konstruktiven Gespräche haben zu einem Konsens geführt und machen eine zeitnahe Umsetzung möglich“, so LR Tratter, der durch diese Zulage von rund 200 Euro monatlich Brutto für neue eintretende Bedienstete aufgrund der besonderen Personalsituation in der Langzeitpflege eine Attraktivierung des Pflegeberufs sieht.