LRin Zoller-Frischauf: „Tiroler Forderung wird umgesetzt und Wirtschaftsstandort gestärkt“

"Benannte Stelle" – heimische EU-Prüfstelle für Medizinprodukte im Aufbau

Kategorien:  WirtschaftLRin Zoller-Frischauf AutorIn: Jakob Kathrein
LRin Zoller-Frischauf verkündet den Aufbau einer ZErtifizierungsstelle in Wien.
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf setzte sich für die Wiedereinrichtung einer in Österreich angesiedelten europäischen Prüfstelle für Medizinprodukte ein. Am Standort Wien wird nun am Aufbau einer Zertifizierungsstelle gearbeitet, das Land Tirol unterstützt dieses Vorhaben mit 50.000 Euro.

Bei den Konferenzen der WirtschaftsreferentInnen der Bundesländer in den Jahren 2017 und 2018 kam aus Tirol ein wichtiges Anliegen: Die Wiedereinrichtung einer in Österreich angesiedelten europäischen Prüfstelle für Medizinprodukte. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf betont: „Am Standort Wien wird nun am Aufbau einer Zertifizierungsstelle gearbeitet. Seitens des Landes Tirol werden wir dieses Vorhaben mit 50.000 Euro unterstützen. Das stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich und damit auch Tirol und ist wichtig für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Es geht darum, dass die heimischen Unternehmen aus der Medizintechnik und der Life-Science-Branche mit einer qualitativ hochwertigen heimischen Zertifizierungsstelle ihre Produkte viel schneller und effizienter zur Marktreife bringen können.“ Komplizierte Verfahren im Ausland, allzu weite Wege und zusätzliche Kosten würden damit vermieden.

Tirols Pharmaexporte als wichtiger Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Die Bedeutung einer Prüfstelle für die Tiroler Wirtschaft wird am Anteil der Pharmaexporte deutlich: Pharmazeutische Erzeugnisse bilden mit 2,16 Milliarden Euro den Spitzenreiter bei den heimischen Ausfuhren nach Waren. „Ohne eine ‚Benannte Stelle‘ ist es in dieser Branche nicht möglich, neue Produkte rasch und effizient zu entwickeln und in Verkehr zu bringen“, erklärt LRin Zoller-Frischauf.

„Benannte Stelle“ als Voraussetzung

„Benannte Stellen“ der Europäischen Union sind staatlich benannte und staatlich überwachte, private Prüfstellen. Sie kontrollieren die Anforderungen bezogen auf ein Produkt, einen Prozess oder ein System und bieten Herstellern eine fachlich versierte Begleitung an. Aufgrund einer EU-weiten Änderung der Anforderungen im Jahr 2017 halbierte sich die Zahl der „Benannten Stellen“ in Europa. Die bisherigen österreichischen Prüfanbieter für Medizinprodukte in Wien und an der Technischen Universität Graz stellten ihre Tätigkeit 2017 ein.