Mit dem Radrouting Tirol auf dem richtigen Weg

Tirol baut sein Angebot für RadfahrerInnen aus und bietet multimodale Routenauskunft

Kategorien:  LHStv Geisler Sport Tourismus AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
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(von li:) Stefan Mayr, LHStv Josef Geisler, Josef Margreiter und Othmar Knoflach stellten das Radrouting Tirol vor.
(von li:) Stefan Mayr, LHStv Josef Geisler, Josef Margreiter und Othmar Knoflach stellten das Radrouting Tirol vor.

Mit über 1.000 Kilometern Radwanderwegen, 5.600 Kilometern freigegebenen Mountainbike-Routen und 230 Kilometern Singletrails verfügt Tirol über ein vielfältiges Angebot für RadfahrerInnen. Mit dem neuen Radrouting Tirol setzen das Land Tirol, die Verkehrsauskunft Österreich und die Tirol Werbung nun auch in der Routenauskunft bislang unerreichte Standards, und zwar für alle Radtypen vom Alltags- und Bergradler über den Rennradfahrer bis zum E-Biker und Radwanderer.

„Unser Ziel ist es, das Fahrrad im Alltagsverkehr noch attraktiver zu machen, Genussradlern genauso wie sportlichen Radfahrerinnen und Radfahrern am Berg und im Tal ein optimales Streckennetz und Naturerlebnis zu bieten. Gleichzeitig wollen wir den Radtourismus ankurbeln. Das neue Radrouting Tirol ist neben dem permanenten Ausbau der Radinfrastruktur ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Radland“, erklärt Sportreferent LHStv Josef Geisler. Routingplattformen gebe es zwar viele, aber nur das Radrouting Tirol bietet eine wirklich individuelle und maßgeschneiderte Tourenplanung. „Die Initialzündung dafür gab wie bei der Tiroler Radwegeoffensive die Rad WM“, verweist Geisler auf die Bedeutung des bevorstehenden Großereignisses. Bislang wurden 80 Kilometer Radwege neu gebaut oder saniert. Weitere 155 Kilometer sind in Planung. „Tirol wird jeden Tag ein Stück fahrradfreundlicher“, so Geisler.

Mehrwert für Bevölkerung und Tourismus

Auf dem optimalen Weg zur Arbeit oder in die Schule, mit dem Mountainbike auf die nächstgelegene Alm radeln oder einen rasanten Trail bezwingen, mit dem Rennrad eine sportliche Trainingsrunde drehen oder am Wochenende eine Genusstour mit der Familie unternehmen – mit dem Radrouting Tirol finden Einheimische und Gäste den richtigen Weg. Das Radrouting Tirol steht sowohl auf Deutsch, als auch in englischer Sprache zur Verfügung.

„Wir freuen uns über den ersten Schritt, den das Land mit dieser Investition getätigt hat. Jetzt gilt es, den Schwung der Rad WM nicht zuletzt auch für dieses Projekt mitzunehmen und die Anwendung für unsere Gäste durch Einbindung in die Portale der Tourismusverbände und -betriebe optimal zu gestalten“, erklärt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung.

Tirol setzt Standards

„Tirol übernimmt hier eine absolute Vorreiterrolle und leistet gemeinsam mit uns Entwicklungsarbeit im Bereich Radrouting“, führt Stefan Mayr, Geschäftsführer der Verkehrsauskunft Österreich, aus. Basis für das Radrouting Tirol sind die hochgenauen und bestens gewarteten landeseigenen Daten. In der digitalen Karte für das Verkehrsnetz sind nicht nur alle Radwanderwege oder Mountainbike-Routen und Trails erfasst, sondern auch Informationen zu den Straßenbelägen hinterlegt. „Das ermöglicht uns als Serviceanbieter eine punktgenaue Routenplanung abgestimmt auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse der verschiedenen Radfahrgruppen“, ergänzt Mayr. Das Besondere beim Radrouting Tirol: Auch die An- und Abreise etwa mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann in ein und derselben Anwendung abgefragt werden. „Damit ist das Radrouting Tirol multimodal und stößt auch in den anderen Bundesländern auf viel Interesse.“

Mobile Version läuft, APP folgt

In einer Plattform, einfach in der Bedienung und exakt im Ergebnis, alles zum Thema Rad zu bieten – mit diesem Anspruch ging das Projektteam der Landesbaudirektion, der Gruppe Forst und der Verkehrsauskunft Österreich mit Projektkoordinator Othmar Knoflach an das Radrouting Tirol heran. „Wir unterscheiden vier Radtypen von der Alltagsradlerin und dem Radwanderer über die Rennradfahrerin bis zum Mountainbiker“, so Knoflach. Je nach Radtyp gibt es zusätzliche Optionen für die Routenplanung. So können Alltagsradler eingeben, dass sie bevorzugt auf Radwegen fahren oder Steigungen vermeiden möchten, Mountainbiker können definieren, welchen Schwierigkeitsgrad ihre Route oder ihr Trail aufweisen darf. Rennradler haben die Möglichkeit, bei der Routenplanung ihr Geschwindigkeitsprofil zu hinterlegen. Radrouting Tirol beinhaltet klarerweise nur offiziell freigegebene Strecken und steht auch als mobile Version für Smartphones und Tablets zu Verfügung. „In einem nächsten Schritt wollen wir eine APP zur Verfügung stellen. Die Offline-Version soll bis zum Frühjahr 2019 fertig sein, sie ist vor allem im Wald ohne ausreichende Internetverbindung wichtig“, kündigt das Projektteam an.

Externer Link www.radrouting.tirol