Motorradlärmstudie im Bezirk Reutte

Land Tirol investiert weiter in den Lärmschutz.

Kategorien: LHStvin Felipe, Umwelt, Verkehr AutorIn: Clemens Rosner
LHStvin Ingrid Felipe: "Nur ein vielfältiges Bündel an verkehrsreduzierenden Maßnahmen wird den gewünschten Erfolg bringen."
LHStvin Ingrid Felipe: "Nur ein vielfältiges Bündel an verkehrsreduzierenden Maßnahmen wird den gewünschten Erfolg bringen."

Im Rahmen der Klausurtagung der Tiroler Landesregierung wurde auf Antrag von Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe eine Motorradlärmstudie im Bezirk Reutte beschlossen. „Der heurige Sommer hat gezeigt, dass der Motorradverkehr im Außerfern weiter steigt und damit die Belastung für die anrainende Bevölkerung einhergeht. Es war mir daher ein großes Anliegen, einen weiteren Schritt in Sachen Lärmschutzmaßnahmen im Bezirk Reutte zu gehen“, begründet LHStvin Felipe ihren Antrag.

Eine weitere Maßnahme

Bereits im Juli verordnete das Land etliche neue Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote, um die Verkehrssicherheit im Bezirk zu steigern und gleichzeitig den Lärm zu reduzieren:

„Nur ein vielfältiges Bündel an verkehrsreduzierenden Maßnahmen wird den gewünschten Erfolg bringen. Wir arbeiten daher weiterhin eng mit den Verantwortlichen und Betroffenen vor Ort, aber auch mit den Expertenteams zusammen, um weitere zielführende Lösungen zu erreichen“, betont LHStvin Felipe und ergänzt, „das Außerfern ist aufgrund der landschaftlich schönen und verkehrstechnisch anspruchsvollen Bergstraßen bei Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern sehr beliebt. Das ist für das Tourismusland Tirol erfreulich, für viele Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für die Infrastruktur und Umwelt zunehmend nicht mehr tragbar.“

Sachliche Grundlage für verkehrsbeschränkende Maßnahmen

Als sachliche Grundlage für weitere Lärmminderungsmaßnahmen werden valide Daten der nun beschlossenen Motorradlärmstudie dienen, mit deren Durchführung noch im Jahr 2018 begonnen wird. Ähnlich der Gesamtlärmbetrachtung für das Stadtgebiet Innsbrucks im vergangenen Jahr werden Lärmexpositionsdaten erhoben und in Verbindung mit repräsentativen Befragungen der AnrainerInnen in einer Studie zusammengefasst. Diese werden dann Klarheit bringen, wie groß der Grad der Belästigung der Betroffenen auch im Vergleich zum Straßenverkehr mit üblicher Zusammensetzung ist.

„Die Erfahrungen mit dem Studiendesign der Gesamtlärmstudie Innsbruck waren durchwegs positiv. Es ist uns auch bei den Erhebungen im Außerfern wichtig, die Anliegen und Wahrnehmungen der dort lebenden Menschen miteinfließen zu lassen. Mit den Ergebnissen der Lärmstudie haben wir dann objektive Daten verbunden mit den Rückmeldungen der Bevölkerung und können so die motorradbedingten Lärmbelästigungen belegen. Dies bietet dem Gesetzgeber die wissenschaftliche, aber vor allem die juristische Grundlagen, weitere lärmreduzierende Maßnahmen zu setzen, “ sagt Verkehrslandesrätin LHStvin Felipe.