Radwegoffensive: Tirol tritt in die Pedale

Im Rahmen des 135 Millionen Euro Impulspaktes wird das Radwegenetz ausgebaut

Kategorien: Verkehr AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
LHStvin Ingrid Felipe und LHStv Josef Geisler schalten beim Ausbau der Radwege in Tirol einen Gang höher. Möglich macht das das Impulspaket für Arbeit und Wirtschaft.
LHStvin Ingrid Felipe und LHStv Josef Geisler schalten beim Ausbau der Radwege in Tirol einen Gang höher. Möglich macht das das Impulspaket für Arbeit und Wirtschaft.

Im Juni hat die Tiroler Landesregierung ein 135 Millionen Euro schweres Impulspaket zur Belebung der Wirtschaft und zur Sicherung von Arbeitsplätzen geschnürt. Teil dieses Pakets ist auch der Ausbau des Radwegenetzes.

Ungebremst geht der Radwegeausbau etwa im Unterland voran. „Wir legen beim Ausbau des Radwegenetzes einen Gang zu. Durch das Impulspaket können wir den Förderbetrag für Tirols Radwege in den Jahren 2015 und 2016 von 1,1 Millionen auf insgesamt 3,6 Millionen steigern“, freut sich Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler, in dessen Zuständigkeit auch die Radwege fallen. Für LHStvin Ingrid Felipe ist Tirol mit seinen Investitionen in eine umweltfreundliche Mobilität auf dem richtigen Weg.

Im Unterland wird durchgestartet

Durch die zusätzlichen Impulsmittel kann der kürzlich eröffnete, 3,5 Kilometer lange Radweg St. Johann-Fieberbrunn bereits heuer ausfinanziert werden. Insgesamt 1,2 Millionen Euro wurden investiert. Baubeginn für die Radwegbrücke Adolari in St. Ulrich am Pillersee wird noch im heurigen Herbst sein. Bereits in Bau ist der Lückenschluss zwischen Kundl und Breitenbach beim Radweg Breitenbacher Straße.

Inntalradweg wird saniert

Eine Million Euro ist für die Sanierung des Inntalradwegs reserviert. Diese soll ebenfalls ab Herbst 2015 in Angriff genommen werden. „In den nächsten Wochen werden wir herausfiltern, wo der Handlungsbedarf am größten ist“, erläutert LHStv Geisler die weitere Vorgangsweise. Dann werden die notwendigen Sanierungsmaßnahmen mit den Gemeinden und Erhaltungsverbänden planerisch vorbereitet. „Der Inntalradweg ist auch für Alltagswege gut geeignet, aber eben nicht überall“, sieht LHStvin Ingrid Felipe im Ausbau dieses viel frequentierten Radweges wie auch in der Unterstützung des Innsbrucker Verleihsystems „stadtrad“ einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Mit dem Rad zum Zug

Ein besonders Anliegen ist Felipe die Anbindung des Radverkehrs an den öffentlichen Verkehr: „Sei es für den täglichen Weg zur Arbeit oder im Urlaub – in vielen Fällen bietet es sich an, die Verkehrsmittel Rad, Zug oder Bus zu kombinieren.“  Bei der geplanten Park&Ride-Anlage in Kematen wird es neben den 70 Pkw-Stellplätzen auch 30 Rad-Abstellplätze geben. Aufgrund der hohen Nachfrage verkehren auf der Strecke Lienz-Innichen vier zusätzliche Fahrradzüge.

300 Kilometer Singletrails

Kräftig aufgestockt wird durch das Impulspaket auch das Budget für die Errichtung von Singletrails. Statt 300.000 Euro gibt es dafür in den kommenden beiden Jahren eine Million Euro. „Damit sind wir in der Lage, ein zukunftsträchtiges touristisches Angebot rasch auszubauen und das Fahren auf den schmalen Steigen in geordnete Bahnen zu lenken“, erklärt LHStv Geisler. Neue Singletrails könnten schon bald in der Umgebung von Innsbruck, im Raum St. Johann i. T. sowie im Außerfern und im Zillertal entstehen.

Routennetz Radwege

  • Überregionale Talwege                             920 km
  • Mountainbikerouten                                  4.880 km
  • 50 Singletrails                                            200 km