Sozialökonomische Betriebe in Tirol bauen Brücken in den Arbeitsmarkt

Arbeitslandesrat Johannes Tratter besuchte gemeinnützigen Verein ISSBA in Imst.

Kategorien: LR Tratter, Integration, Soziales
Besichtigung der Mehrwegbecher-Spülanlage beim gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt ISSBA in Imst / Brennbichl: LR Johannes Tratter (Bildmitte) mit  GF Thomas Jascha (re) und Anton Ennemoser (Fachanleiter issba-mehrweg, li).
Besichtigung der Mehrwegbecher-Spülanlage beim gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt ISSBA in Imst / Brennbichl: LR Johannes Tratter (Bildmitte) mit GF Thomas Jascha (re) und Anton Ennemoser (Fachanleiter issba-mehrweg, li).
Diese Taschen im ISSBA Weltladen in der Imster Schustergasse wurden in der eigenen Werkstatt aus alten Werbeplanen der Youth Olympic Games hergestellt. Von li nach re: Vize-Bgm Stefan Krismer, Ingrid Nothdurfter (Verkaufsleitung), LR Johannes Tratter, GF Thomas Jascha, Sonja Weratschnig und Lehrling Sandra Schmid.
Diese Taschen im ISSBA Weltladen in der Imster Schustergasse wurden in der eigenen Werkstatt aus alten Werbeplanen der Youth Olympic Games hergestellt. Von li nach re: Vize-Bgm Stefan Krismer, Ingrid Nothdurfter (Verkaufsleitung), LR Johannes Tratter, GF Thomas Jascha, Sonja Weratschnig und Lehrling Sandra Schmid.

Der gemeinnützige Verein ISSBA („Initiative zur Stärkung persönlicher, sozialer und wirtschaftlicher Stabilität Benachteiligter am Arbeitsmarkt“), der an den Standorten Imst und Reutte vertreten ist, bietet mit seinen Einrichtungen Arbeitsplätze für Personen, die aufgrund individueller Erschwernisse am Arbeitsmarkt nicht leicht Fuß fassen können.

Bei einem Besuch in Imst machte sich Arbeitslandesrat Johannes Tratter ein Bild vom vielseitigen Wirkungsbereich der sozialökonomischen Betriebe, die vom Land Tirol gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Tirol, dem Europäischen Sozialfonds ESF, dem Bundessozialamt sowie den jeweiligen Gemeinden gefördert werden.

„Wer seine Arbeit verliert oder bereits beim Einstieg in den Arbeitsmarkt große Probleme hat, braucht schnelle und wirksame Hilfe. Nur so können auf lange Sicht finanzielle, persönliche und soziale Nachteile als Folgen von Arbeitslosigkeit vermieden werden. Sozialökonomische Betriebe helfen Arbeitssuchenden durch die Bereitstellung befristeter Beschäftigungsverhältnisse. Diese Transitarbeitsplätze und die professionelle Begleitung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewähren sich als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt“, würdigt LR Tratter den wertvollen arbeitsmarktpolitischen Beitrag.

Land Tirol fördert Arbeit sozialökonomischer Betriebe

Die Einrichtungen, die der Verein ISSBA in Imst und Reutte betreibt, zählen ebenso wie einige andere in Tirol zu den sogenannten sozialökonomischen Betrieben. Das Land Tirol unterstützt diese Betriebe, die der Eingliederung Arbeitssuchender in den Arbeitsmarkt dienen, über Mittel aus der Arbeitsmarktförderung.

Jährlich fließen rund 900.000 Euro Landesfördermittel in das wichtige arbeitsmarktpolitische Aktionsfeld sozialökonomischer Betriebe, insgesamt belief sich die gemeinsame Fördersumme aller Kooperationspartner im Jahr 2013 auf rund 5,6 Millionen Euro bei Gesamtkosten von ca. 11,9 Millionen Euro. Damit betrug die Eigenerwirtschaftung rund  53 Prozent.

Im Jahr 2013 erhielten 170 Personen in einem sozialökonomischen Betrieb in Tirol einen Arbeitsplatz auf Zeit und damit die Chance auf einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Arbeitsbereiche von ISSBA sind vielfältig ISSBA ist Träger von zwei sozialökonomischen Betrieben (Imst und Reutte) und einem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt in Imst.

Die Betriebe sind in folgenden Arbeitsbereichen tätig:

·         Einzelhandel - Weltladen, Alternativhandel, second hand

·         Druck- & Kopierservice

·         Werkstatt - Lohnfertigungen, Anfertigung von Buttons

·         Hausmeisterservice

·         Anlagenbetreuung

·         Baustellenreinigung

·         Transporthilfen, Entrümpelungen

·         Betreuung von Recyclinghöfen

·         Bügelservice

·         Becher- & Geschirrverleih