Über Depression sprechen

Weltgesundheitstag am Freitag, 7. April 2017

Kategorien: LR Tilg, Gesundheit & Vorsorge AutorIn: Thomas Ennemoser

Müdigkeit, Schlafstörungen, Antriebs-, Freud-, Hoffnungs- und Interesselosigkeit sowie eine andauernde gedrückte Stimmung, die zu einer Verminderung der Lebensqualität führen – das sind klassische Symptome einer Depression. Für die Europäische Region der WHO stellt diese Krankheit eine große gesundheitliche Herausforderung dar. Daher steht die Depression am heurigen Weltgesundheitstag am Freitag, 7. April 2017, im Zentrum.

Betroffene und Angehörige können sich kostenlos an die Beratungseinrichtungen des Landes Tirol wenden: Dort stehen kompetente Klinische- und GesundheitspsychologInnen beratend und unterstützend zur Seite. Darüber hinaus bietet die Landessanitätsdirektion für Tirol auf ihrer Homepage „Psychfit“ Informationen zu psychischen Erkrankungen sowie unter dem Menüpunkt „Früherkennung“ kurze Fragebögen mit sofortiger Online-Auswertung an: Mit geringem Aufwand erhalten Interessierte damit eine Selbsteinschätzung ihrer psychischen Stimmungslage.

„Depressionen sind in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Obwohl die Zahl der Betroffenen stetig steigt und eine Heilung möglich ist, wird das Thema oftmals totgeschwiegen“, macht Landesgesundheitsrat Bernhard Tilg aufmerksam. Viele schwere Fälle werden oft nicht behandelt, da die betroffenen Menschen und Angehörigen das Leiden erst spät als solches anerkennen. Dabei gehört die Depression zu den häufigsten psychischen Störungen weltweit: Schätzungsweise jede vierte Frau sowie jeder achte Mann ist einmal im Leben von einer behandlungsbedürftigen Depression betroffen. „Frühzeitiges Wahrnehmen und Erkennen einer Depression sind die ersten Schritte zu einer schnelleren Heilung“, erklärt LR Tilg.

Depression ist heilbar

„Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Depression zu bekämpfen und zu heilen“, informiert Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Betroffene sollten mit einer Vertrauensperson offen darüber sprechen, den Kontakt mit Familie und Freunden suchen, sich körperlich betätigen, gewohnte und liebgewonnene Aktivitäten beibehalten, übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden sowie regelmäßig essen und ausreichend schlafen. „Idealerweise sollten schon bei Vorliegen erhöhter Risikofaktoren geeignete Vorbeugemaßnahmen getroffen werden. Halten die psychischen Probleme länger als zwei Wochen an, sollte möglichst rasch ein Arzt konsultiert werden“, empfiehlt Katzgraber: „Mit einer frühzeitigen psychologischen Therapie und medikamentöser Behandlung lässt sich eine Depression in den Griff bekommen.“

Informationen zum Thema sowie Kontaktdaten der Beratungsstellen in den jeweiligen Bezirken:  www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/lds-sanitaetsdirektion