Was tun bei einem Blackout?

Blaulichttag der BH Schwaz mit allen Einsatzorganisationen und Behörden.

Kategorien:  Sicherheit Einsatzorganisationen Katastrophenschutz Lawinen/Muren/Hochwasser LHStv Geisler Soziales AutorIn: Rainer Gerzabek
V. li. beim Blaulichttag der BH Schwaz Stefan Thaler (Landeswarnzentrale), Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler, Klaus Schüller (TINETZ), LHStv Josef Geisler, Martin Waldner (Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter), Bezirksrettungskommandant Günther Schwemberger und BH Michael Brandl.
V. li. beim Blaulichttag der BH Schwaz Stefan Thaler (Landeswarnzentrale), Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler, Klaus Schüller (TINETZ), LHStv Josef Geisler, Martin Waldner (Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter), Bezirksrettungskommandant Günther Schwemberger und BH Michael Brandl.
Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler: "Thema Blackout beschäftigt auch Gemeinde-Einsatzleitungen."
Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler: "Thema Blackout beschäftigt auch Gemeinde-Einsatzleitungen."
BH Michael Brandl führte vor einem vollen Knappensaal durch das Programm des Schwazer Blaulichttags.
BH Michael Brandl führte vor einem vollen Knappensaal durch das Programm des Schwazer Blaulichttags.

Sich persönlich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Erkenntnisse zum Seminarthema Blackout umsetzen – das war die Devise des Blaulichttags der BH Schwaz, der kürzlich im Knappensaal der StadtGalerien Schwaz îm Beisein von Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler und auf Einladung von BH Michael Brandl stattfand. Ziel der Veranstaltung war es auch, mit sämtlichen Einsatzorganisationen und wichtigen Systempartnern wie Gemeinden, Baubezirksamt, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer und anderen Institutionen gemeinsam wichtige Themen zu reflektieren, sich weiterzubilden sowie den Austausch und die Vernetzung zu fördern.

„Die Gemeinde-Einsatzleitungs-Schulungen haben bewirkt, dass man sich auch auf Gemeindeebene mit Themen wie einem großflächigen und länger andauernden Stromausfall beschäftigt. Mein Dank gilt allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie den Gemeindeverwaltungen und Blaulichtorganisationen in jeder einzelnen Gemeinde, die sich hier um größtmögliche Vorbereitungen auf mögliche Schadensfälle bemühen“, stellte LHStv Geisler in seiner Eingangsrede fest.

„Wir rüsten uns auch für einen Blackout. So entsteht im Zuge des laufenden Umbaus der BH Schwaz eine Einsatzzentrale für die Bezirkseinsatzleitung, die auch mit einem Notstromaggregat versorgt wird“, betonte BH Brandl, der durch diese Fortbildungsveranstaltung geführt hat.

Sicherheitspolster durch Tirols große Kraftwerke

„Von einem Blackout spricht man, wenn ein Stromausfall von zwölf Stunden aufwärts dauert. Weg von möglichen europaweiten Stromausfällen gibt es in Tirol die durch Naturereignisse wie Schnee oder Sturm bedingten Schadensfälle, die uns herausfordern. In der Regel können unsere Störtrupps aber bei derartigen Vorfällen einen Stromausfall relativ schnell wieder beheben“, erklärte Klaus Schüller, von der Tinetz.

Die TINETZ-Tiroler Netze GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) und hat ihren Hauptsitz in Thaur. Mit über 500 MitarbeiterInnen, rund 11.500 km Leitungslänge, 47 Umspannwerken und rund 4.100 Umspannstationen ist die TINETZ-Tiroler Netze GmbH damit der größte Verteilernetzbetreiber Tirols. Im europäischen Stromnetz mehren sich laut der Tinetz die Anzeichen für ein Blackout. Menschen könnten so mehrere Tage ohne Strom sein.

In Tirol werde man einen großen Teil im Inselbetrieb binnen fünf Stunden wieder versorgen können. Tirol ist wegen seiner großen Kraftwerke in einer komfortablen Lage. Bei einem Blackout könnten diese dann sukzessive wieder in Betrieb genommen werden. Dafür stehen zwei Anlagen im Großraum Innsbruck zur Verfügung.

Bevorratung für alle Notfälle nicht vergessen

Das Land Tirol hat für ein Blackout Vorkehrungen und Vorsorgen wie die Umrüstung aller Landestankstellen für einen Notbetrieb mit Aggregaten, die Errichtung einer redundanten Anbindung der Digitalfunkstationen über Richtfunk sowie die Anschaffung von Stromerzeugern für die Feuerwehren getroffen.

Stefan Thaler von der Landeswarnzentrale der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol informierte in diesem Zusammenhang auch noch über die Bedeutung der Bevorratung für die Bevölkerung. Nähere Informationen dazu findet man unter https://www.tirol.gv.at/leicht-lesen/sicherheit-zivilschutz-und-hilfe-bei-gewalt/zivilschutz-selbstschutz-bevorratung/