19. Geoforum Umhausen beleuchtet Strategien im Umgang mit Naturereignissen

Öffentlicher Abendvortrag „Klimawandel: Müssen wir uns vor dem Verschwinden der Gletscher fürchten?“

Kategorien: LHStv Geisler, Sicherheit AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Infolge des Felssturzes am Schartlaskogel im Pollestal (Gemeinde Längenfels) Anfang Oktober 2015 wird der Berg mit modernsten Methoden vermessen und überwacht. Der Schartlaskogel ist Thema beim Geoforum.
Infolge des Felssturzes am Schartlaskogel im Pollestal (Gemeinde Längenfels) Anfang Oktober 2015 wird der Berg mit modernsten Methoden vermessen und überwacht. Der Schartlaskogel ist Thema beim Geoforum.

Zum 19. Mal laden der Verein „Geoforum Tirol“ und das Land Tirol am 19. und 20. Oktober 2017 ExpertInnen und die interessierte Bevölkerung zu einem Informationsaustausch im Rahmen der international renommierten Tagung „Geoforum Umhausen“ ein. Beim öffentlichen Abendvortrag am Donnerstag, den 19. Oktober wird der Klimawandel am Beispiel der Ötztaler Ache und des Inn beleuchtet.

Ein Schwerpunkt des Geoforums Umhausen sind wiederum Naturereignisse sowie deren Zusammenhang mit Witterungsverhältnissen und geologischen Gegebenheiten. Erstmals berichten Mitarbeiter des Krisenstabs des Kantons Graubünden bei einer Tagung aus erster Hand über die Bergstürze am Piz Cengalo in den Bergeller Alpen. Dort kamen Ende August acht Alpinisten ums Leben. Die durch den Bergsturz ausgelöste bis zu 100 Meter breite Mure erreichte das Bergdorf Bondo und führte dort zu massiven Zerstörungen.

„Die dramatischen Bergstürze in Graubünden, aber auch die zahlreichen Muren im heurigen Sommer in Tirol haben uns vor Augen geführt, welche Auswirkungen Starkregenereignisse und Klimawandel vom Hochgebirge bis in den Siedlungsraum haben“, unterstreicht LHStv Josef Geisler die Bedeutung des Geoforums. Die Analyse solcher Ereignisse und deren interdisziplinäre Betrachtung leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen im alpinen Lebensraum.

In der interdisziplinären Erarbeitung von Grundlagen für politische Entscheidungen im Umgang mit dem Klimawandel sieht der Präsident des Vereins Geoforum Tirol, Landesgeologe Gunther Heißel, eine der Hauptaufgaben der Fachleute. Die Themenpalette der Tagung reicht deshalb vom Hochwasserschutz für das Unterinntal bis hin zum Bau von Bergbahnen, Hängebrücken oder Steigen in geologisch schwierigem Gelände.

Der diesjährige öffentliche Abendvortrag am Donnerstag, den 19. Oktober um 19.30 Uhr zum Thema „Klimawandel – Müssen wir uns vor dem Verschwinden der Gletscher fürchten?“ von Ludwig Braun von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften “ beleuchtet die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Ötztaler Ache und des Inn. Der Vortrag findet im Lärchensaal der Feuerwehrhalle Niederthai/Umhausen statt. Der Eintritt ist frei.

Tagungsprogramm und weitere Informationen:  www.geoforum-umhausen.at