50 Schlafsäcke für obdachlose Menschen

TSD überlassen Schlafsäcke dem Verein für Obdachlose und dem „Benefizverein Reini Happ und Freunde“

Kategorien: LRin Fischer, Soziales AutorIn: Iris Reichkendler
Reini Happ, Florian Stolz (TSD GmbH), LRin Gabriele Fischer und Michael Hennermann bei der symbolischen Übergabe einer der 50 Schlafsäcke.
Reini Happ, Florian Stolz (TSD GmbH), LRin Gabriele Fischer und Michael Hennermann bei der symbolischen Übergabe einer der 50 Schlafsäcke.

Die Temperaturen sinken und inzwischen ist es nachts schon empfindlich kalt geworden. Ohne wärmende Schlafsäcke kann es bei Menschen, die gezwungen sind, im Freien zu übernachten, rasch zu Unterkühlung, bleibenden Gesundheitsschäden und schlimmstenfalls zum Erfrierungstod führen. Zwar bieten die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) und das Rote Kreuz heuer so viele Winternotschlafplätze wie noch nie in Tirol an, aber alle Menschen, die in Tirol im Freien übernachten müssen, können mit diesem Angebot auch nicht erreicht werden: „Zum einen ist es die Scham, Hilfe anzunehmen. Zum anderen sind viele wohnungslose Menschen psychisch krank. Einige können sich nach Jahren auf der Straße gar nicht mehr vorstellen, in einem Bett oder Zimmer zu schlafen“, erläutert Soziallandesrätin Gabriele Fischer.

In den Jahren 2015/2016, als viele schutzsuchende Menschen nach Tirol kamen, hat die TSD vorgesorgt und ein Kontingent an Schlafsäcken angeschafft, um für den Fall gerüstet zu sein, dass auf die Schnelle keine Betten für schutzsuchende Menschen verfügbar sind. Da diese nun in einer großen Anzahl nicht benötigt werden, stellt die TSD 50 Stück dem Verein für Obdachlose und dem „Benefizverein Reini Happ und Freunde“ zur Verfügung.

„Viele der wohnungslosen Menschen leiden im Winter ganz besonders große Not und befinden sich teilweise sogar in Gefahr, denn bereits Temperaturen, die einiges über dem Gefrierpunkt liegen, bergen ein tödliches Risiko“, weiß LRin Fischer, begrüßt daher diese Aktion der TSD und unterstreicht die Wichtigkeit mobiler Angebote wie das Verteilen von Schlafsäcken und Winterkleidung sowie Streetwork.

„Jeder kann schneller als man denkt in eine Situation kommen, in der man auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Deshalb ist es uns wichtig, anderen zu helfen. Wir haben diese Aktion initiiert und geben die Schlafsäcke an den Verein für Obdachlose weiter“, berichtet Reini Happ. Und auch beim Verein für Obdachlose ist man froh über diese Unterstützung: „Wir sind wirklich dankbar für die Spende der TSD. Leider besteht der Bedarf an Schlafsäcken – trotz der Notschlafstellen verbringen viele Obdachlose die Nächte im Freien. Wir verteilen sie zum Beispiel an jene, die in die Teestuben kommen“, so Geschäftsführer Michael Hennermann.