Aktuelles aus der Regierungssitzung

Rund 2,3 Millionen Euro – und eine Drohne – für Tirols Feuerwehren

Kategorien:  Regierung AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Die Tiroler Landesregierung
Die Tiroler Landesregierung

Insgesamt rund 2,3 Millionen Euro erhalten die 358 Tiroler Feuerwehren aus dem Landesfeuerwehrfonds, aus ASFINAG-Beiträgen für die Portalfeuerwehren und für Feuerwehren, die auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Einsatz kommen, und aus Bundeszuschüssen für Katastropheneinsatzgerät. Das hat die Tiroler Landesregierung heute auf Antrag von LHStv Josef Geisler beschlossen.

„Die Sicherheit der Tiroler Bevölkerung ist eines unserer wichtigsten Anliegen“, begründeten LH Günther Platter und LHStv Geisler den Mitteleinsatz. „Tirols Feuerwehren sind bei Bränden, bei technischen Hilfeleistungen oder im Katastrophenfall immer rasch zur Stelle. Die rund 32.500 Mitglieder stellen ihre hohe Fachkompetenz unter anderem auch bei der Bekämpfung von Großbränden in Gewerbebetrieben immer wieder unter Beweis.“ Auch die Unwetter im Sommer haben die Feuerwehren besonders gefordert, so LHStv Geisler.

Bezirksverband Kufstein erhält Drohne

Für die effektive Hilfe brauchen die Feuerwehren nicht nur gut ausgebildete und engagierte Mitglieder, sondern auch zweckmäßige Ausrüstung, ist LHStv Geisler überzeugt. Der Bezirksverband Kufstein erhält nun auch im ersten Halbjahr 2018 eine Drohne um 36.000 Euro. „Das bedeutet, dass nicht mehr jede einzelne Feuerwehr eine ankaufen muss, sondern diese für den ganzen Bezirk zur Verfügung steht“, erklärt LHStv Geisler. Die notwendige Ausbildung bei Austrocontrol wurde bereits absolviert. Die Drohne eignet sich für eine gefahrlose Informationsbeschaffung beispielsweise bei Chemieunfällen oder unzugänglichen Ereignissen. Die Einsatzleitung erhält detaillierte Fotos und kann Messungen vornehmen, um noch besser auf die jeweilige Situation zu reagieren.

Das Land Tirol unterstützt aus dem Landesfeuerwehrfonds in der zweiten Ausschüttung 2017 die Gemeinden mit 850.000 Euro, um Fahrzeuge und Geräte für die Feuerwehren anzuschaffen. Weitere 1,3 Millionen Euro fließen in den Kauf von Katastropheneinsatzgeräten. Die erforderliche Spezialausrüstung von Portalfeuerwehren und Feuerwehren, die auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Einsatz kommen, wird aus Beiträgen der ASFINAG mit 140.000 Euro unterstützt.

Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Gesundheit: Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern leistet seit rund 200 Jahren die Gesundheits- und Krankenpflege in den Bezirken Imst und Landeck. Gemeinsam mit dem Land Tirol und den Gemeinden wird am Standort des Krankenhauses St. Vinzenz in Zams in ein Ausbauprogramm investiert, um auch zukünftig moderne Spitzenmedizin anbieten zu können. Damit die Grundstücke und Gebäude im Eigentum der Kongregation auch weiterhin für die medizinische Versorgung zur Verfügung stehen, wird ein entsprechender Vertrag über die Grundstücksnutzung abgeschlossen. „Damit können wir auch in Zukunft gemeinsam mit dem Orden Spitzenmedizin für die Bevölkerung in den Bezirken Imst und Landeck anbieten“, erklären LH Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Land fördert Schulsportwettkämpfe: Auf Antrag von Bildungslandesrätin Beate Palfrader unterstützt das Land Tirol die Tiroler Schulsportwettkämpfe finanziell. Diese werden jährlich vom Landesschulrat für Tirol veranstaltet und bieten SchülerInnen ab der fünften Schulstufe die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten in 45 Disziplinen zu messen. „Sportliche Betätigung ist eine tragende Säule für ein gesundes Leben und fördert neben sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie Ausgeglichenheit, Teamgeist und Belastbarkeit auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit“, weiß LRin Palfrader. In Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche immer bewegungsärmer aufwachsen, sei es daher umso wichtiger, Bewegung und Sport in das pädagogische Konzept zu integrieren.

Heizkostenzuschuss: Alleinstehende PensionistInnen beziehen als Mindesteinkommen mit der sogenannten „Ausgleichszulage Plus“ für 30 Arbeitsjahre netto rund 950 Euro. Die Heizkostenrichtlinie des Landes sieht jedoch für alleinstehende Personen eine Nettoeinkommensgrenze von 870 Euro vor. „Damit hier allerdings keine Härtefälle resultieren, werden wir entsprechende Anträge im Einzelfall bewerten“, erklärt Soziallandesrätin Christine Baur.